111. Deutsche Bädertag in Bad Wildbad

Rund 120 Delegierte aus ganz Deutschland fanden sich am vergangenen Wochenende in Bad Wildbad zusammen, um gemeinsam über die Zukunft des Deutschen Heilbäderverbandes zu diskutieren. Mit seinen historischen Tagungsstätten bot der Kurort im Schwarzwald den idealen Rahmen für den kollegialen Austausch über die Ländergrenzen hinweg.

 

"Aus Sicht des Landesverbands ist Bad Wildbad ein Vorzeigebeispiel für die Verbindung von Historischem und Zeitgemäßem", begründet Prof. Dr. Ekkehart Meroth, Präsident des Heilbäderverbandes Baden-Württemberg e.V. und Vizepräsident des Deutschen Heilbäderverbandes, die Wahl des Veranstaltungsortes. Exemplarisch hierfür stand auch das angebotene Rahmenprogramm wie etwa der Ausflug zum neuen Baumwipfelpfad auf dem Sommerberg oder das Flying-Dinner mit zahlreichen Kulinarik-Partnern der Region im historischen Forum König-Karls-Bad. "Es ehrt uns und wir sind stolz, Gastgeber dieses wichtigen Zusammentreffens zu sein", so Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad.

Der diesjährige Deutsche Bädertag vom 24. bis 26. September 2015 in Bad Wildbad stand unter dem Kernthema Nachhaltigkeit. "Wie jedes Unternehmen und jeder Verband, muss auch der Deutsche Heilbäderverband sein Leitbild überdenken sowie Strukturen und Aufgaben prüfen, um die Sicherheit der Fortentwicklung zu gewährleisten", so Rolf von Bloh, Geschäftsführer des Deutschen Heilbäderverbandes e.V.

Neben hochrangigen Vertretern aus Politik und den eigenen Reihen betonte auch Begrüßungsredner Martin Plachý, Präsident des Europäischen Heilbäderverbandes e.V., wie wichtig es ist die ortsgebundenen Heilmittel-Schätze und die große Gesundheitskompetenz wieder mit mehr Stolz zu kommunizieren. Es gilt, die lange Tradition der Kur mit neuen Werten und Inhalten zu füllen, dabei jedoch den "alten" Gedanken der Ganzheitlichkeit immer im Auge zu behalten. "Nur, wenn die Kompetenzmarke Kur von sich überzeugt ist, können wir sie entsprechend nach außen tragen. Wir brauchen saubere Produkte und eine klare Ansprache, damit die Leute verstehen was Kur kann", bekräftigt von Bloh. Das zeigen etwa die Ergebnisse einer aktuellen Forschungsuntersuchung. Jene Probanden, die sich für drei Wochen einer umfassende Moor-Kur unterzogen hatten, waren auch sechs Monate später noch besser in der Lage Stress zu bewältigen, als die Personen aus der Vergleichsgruppe ohne Kur.

Es sei darüber hinaus entscheidend, auch umgekehrt die Produkte noch besser auf die Zielgruppen zuzuschneiden. Dabei wären nicht vorrangig in Altersklassen zu unterscheiden, sondern vielmehr nach den Wünschen und Bedürfnissen der potentiellen Gäste, ergänzt Bernhard Mosbacher, Geschäftsführer der Touristik Bad Wildbad GmbH und Gastgeber beim 111. Deutschen Bädertag. In Bad Wildbad wird dies derzeit mit einem innovativen Programm für Kniearthrose-Prävention in Kooperation mit der Universität Karlsruhe versucht.

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