Reist du noch oder travelst du schon?

Jahresurlaub? Im Gegenteil: Spontane Wochenendtrips, Städtereisen und Kurzurlaube stehen auf dem Programm. Es wird nicht gereist, es wird getravelt. Und das dank Smart Devices deutlich innovativer als früher.


Urlaubsrecherche 3.0

Mit Smartphone, Tablet & Co. machen sich Urlaubshungrige im Internet auf die Suche nach dem besten Deal. Und das auch gerne mobil in der S-Bahn oder beim Sonnen im Park. Getreu dem Motto „Reisebüros sind retro“ holt sich die heutige Generation wertvolle Tipps, Bewertungen und Informationen zu den Destinationen und Unterkünften bevorzugt in sozialen Netzwerken, in denen Reisende ihre Erfahrungsberichte mit anderen Usern teilen. Und wer sich vorab ein noch umfassenderes Bild machen möchte, der setzt sich eine Virtual Reality Brille auf und erlebt das Reiseziel oder Hotel vorab schon einmal virtuell in 360°-Panoramasicht.

Direktbuchung per Mausklick
Dank großer Buchungsportale wie Booking oder HRS und Meta-Searchern wie beispielsweise Trivago oder Holidu ist das gesamte Unterkunfts- und Urlaubsangebot auf allen Endgeräten direkt online buchbar. Individualtouristen trotzen den Pauschalreisen dank einfacher Click & Mix Methoden und stellen sich ihre Einzelleistungen aus Anreise, Übernachtung und Verpflegung je nach Belieben zusammen. Tickets in Printform und Kartenmaterial sind Schnee von gestern. So geht es beispielsweise mit einem Online-Ticket auf dem Smartphone, Tablet oder der Smart Watch in Richtung Gate und ab in den Urlaub.

Sharing is caring – der neue Trend im Tourismus
Über Airbnb eine Privatwohnung mieten, sich beim Couch Surfing auf dem Sofa eines Fremden einquartieren und via Car Sharing ein Auto teilen – Sharing Economy heißt der neue Trend und damit das gegenseitige Verleihen und zur Verfügung stellen von Gegenständen und Räumlichkeiten. Freizeit- und Sportequipment wie beispielsweise Fahrräder oder Surfbretter können sich Reisende mit der App „Spinlister“ von Einheimischen ausborgen. So sparen sie nicht nur Geld für den Transport, sondern erhalten auch noch wertvolle Geheimtipps von den Locals. 

Bildnachweis: Screenshot Spinlister App


Mit Apps on tour im Urlaubsgebiet

Apps wie „Google Trips“ und „Field Trip“ navigieren die Neuankömmlinge sicher durch Städte und Destinationen und versorgen die Nutzer mit wertvollen Informationen über Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Kulturangebote in der Nähe. Spielerisch entdecken Smombies (Wortneuschöpfung aus Smartphone und Zombie) die Region mit der Augmented Reality App „Pokémon Go“, indem sie vor Ort auf Pokémon-Jagd gehen oder mit der App „Stray Boots“ kniffelige Rätsel im Urlaubsgebiet lösen. Und damit auch die Lieben zuhause wissen, was sie gerade verpassen, werden Bilder und Videos auf Facebook, Instagram & Co. geteilt.

Brille, Linse und 3-D – so reisen wir morgen
Die digitalen Innovationen der letzten Jahre lassen bereits jetzt schon erahnen, wo die Reise einmal hingehen wird. 

• Google Glass: Wer wird eine Urlaubsregion zukünftig noch mit dem Smartphone in der Hand erkunden, wenn die intelligente Brille schon heute kaum sichtbar in den Alltag integriert und fast ausschließlich über Sprachbefehle und Kopfbewegungen gesteuert werden kann? Wichtige Informationen werden auf einem winzigen Bildschirm am oberen Brillenrand und damit direkt vor das Auge projiziert.

• Google Lense: Alle Technologiefans, die eine noch diskretere Variante bevorzugen, können bald auf die intelligente Kontaktlinse von Google oder anderen Herstellern zurückgreifen. Sämtliche Inhalte sowie Bilder werden als Hologramme vor das Sichtfeld gelegt und heben das Erleben der Augmented Reality auf ein völlig neues Niveau.

• Virtuelles Reisen: Virtuell Golf spielen, ein Museum besuchen oder die Stadt erkunden – das alles wird bald keine Utopie mehr sein. Mit Hilfe von speziell entwickelten 3D-Brillen oder einer Greenbox wird der Mensch als Simulation an seinen Lieblingsort gebracht. Reisen findet demnach im Kopf statt und dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Durch ein gelungenes Zusammenspiel aus optischen, akustischen und haptischen Reizen könnte die Nachbildung realer Destinationen ebenso möglich sein wie das Erschaffen von Zukunftsszenarien und Phantasiewelten oder das Entdecken einer völlig anderen Zeitepoche – und das dank technologischer Innovationen ohne physische Ortsveränderung.

 Bildnachweis: Fotolia - © Leo Lintang

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