Touristische Runde: Thema Recherchereisen

Am 8. Juli traf sich die Touristische Runde in München. Diesmal in Form einer anregenden Diskussionsrunde zum Thema Pressereisen. Wir waren natürlich mit dabei und hier kommt unser Fazit:

Darauf kommt es Reise-Journalisten bei einer Pressereise an:

  • Individualität:
    Bei Gruppenreisen wünschen sich viele Journalisten mehr Handlungsspielraum zur Umsetzung ihrer persönlichen Rechercheschwerpunkte. Oft ist bei einer mehrtägigen Recherche nur ein Tag für ihn relevant, oder einzelne Programmpunkte sind nicht von Interesse. Diese Lücken könnten Journalisten nutzen, um auf eigene Faust zu recherchieren, ein persönliches Interview zu machen oder eine spezielle Sehenswürdigkeit zu besichtigen. Die nötige Flexibilität der Veranstalter fehlt ihnen hier leider noch zu häufig.

 

  • Kurze Pausen:
    Nicht selten werden Journalisten mittags regelrecht „gemästet“, bekommen mehrgängige Menüs aufgetischt, um ihnen zu zeigen, was das Haus oder die Region kulinarisch zu bieten hat. Doch das ist – von Reisen mit kulinarischem Schwerpunkt mal abgesehen – meist nicht im Sinne des Reisenden, denn ein solches Mittagsgelage liegt bei den weiteren Programmpunkten nicht nur schwer im Magen, sondern nimmt auch viel Zeit in Anspruch – Zeit, die die Journalisten lieber für andere Rechercheinhalte nutzen würden!

 

  • Verbindliche Programme:
    Wenn sich ein Journalist für die Teilnahme an einer Pressereise interessiert, wird von ihm eine verbindliche Zusage zur weiteren Planung verlangt. Im Gegenzug ist es für erstere aber auch von großer Wichtigkeit, dass die im Vorfeld vereinbarten und kommunizierten Programminhalte und -zeiten auch planmäßig eingehalten werden. Kurzfristige Änderungen werden nicht gerne gesehen und machen eine intensive Vorbereitung auf die Recherchereise unmöglich.

 

  • Keine 0-8-15-Führungen:
    Bei Stadtbesichtigungen oder geführten Wanderungen/Radtouren wollen Journalisten keine klassische „Touristen-Führung“ vorgesetzt bekommen. Viel interessanter sind außergewöhnliche Persönlichkeiten, die eben genau die Insider und Geschichten haben, die nicht jeder kennt. Darüber lohnt es sich zu berichten!

 

  • Das richtige Licht:
    Für Journalisten, die großen Wert auf gutes Bildmaterial legen und auf ihrer Recherche viel fotografieren, sind vor allem die frühen Morgenstunden und die Abenddämmerung ideale Zeiten für Aktivitäten und Programmpunkte. So können sie die Lichtverhältnisse nutzen und die Landschaften und Sehenswürdigkeiten besonders schön in Szene setzen. Und auch bei Stadtführungen sollte darauf geachtet werden, die Route so zu gestalten, dass die Motive nicht ständig dem Gegenlicht ausgesetzt sind.

 

PS: Angaben ohne Gewähr – natürlich berücksichtigen wir gerne die individuellen Wünsche jedes Journalisten ;-)

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