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Ferienregion Fichtelgebirge · Hintergrundtexte

Basisinformationen - Fichtelgebirge

Die Ferienregion Fichtelgebirge liegt in Oberfranken / Nordbayern und reicht von Bayreuth im Westen bis zur tschechischen Grenze im Osten, im Norden bis nach Hof und im Süden bis nach Waldsassen in die nördliche Oberpfalz. Das wald- und gesteinsreiche Fichtelgebirge erhebt sich hufeisenförmig auf bis zu 1.000 Meter und gilt als eine der schneesichersten Landschaften Deutschlands. Der Ochsenkopf lockt ganzjährig Urlauber in das beliebte Natur- und Aktivgebiet. Entlang des Fränkischen Gebirgswegs sowie dem Main-Radweg erstreckt sich die unberührte Natur und Felsenlandschaft des Geoparks Bayern-Böhmen. Mit dem flächendeckenden Netz aus über 30 Verleih- und Akkuwechselstationen ist das Gebiet rund um Ochsenkopf & Co ideal für E-Biker. Darüber hinaus verbindet das Gesamtnetz an Fahrradbussen von Fichtelgebirge-mobil und Frankenwald-mobil die weitverzweigten Wege der Region.

Kulturliebhabern ist die Region insbesondere durch die jährlich stattfindenden Wagner- und Luisenburg-Festspiele bekannt. Genussreisende werden verwöhnt mit lokalen Speisen wie Sauerbraten mit Lebkuchensoße oder mit Kräuterspezialitäten von den Partnern des "Essbaren Fichtelgebirges". Entlang der Porzellanstraße geben renommierte Hersteller wie Rosenthal und Hutschenreuther Einblicke in die lange Tradition der Porzellanherstellung und bieten hochwertiges
Porzellan im Direktverkauf.

Themenüberblick:
1. Lage
2. Geschichte
3. Sport / Aktivitäten
4. Kultur
5. Kulinarisches
6. Die Geolandschaft Fichtelgebirge
7. Die Porzellanwelt Fichtelgebirge
8. Shopping
9. Anreise
10. Über die Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V.
11. Veranstaltungen
12. Links
13. Weitere Informationen

1. Lage

Das Fichtelgebirge liegt in Oberfranken / Nordbayern. Die Ferienregion erstreckt sich im Westen über Bayreuth bis nach Hof, führt entlang der Grenze zur Tschechischen Republik bis nach Waldsassen und wieder westlich bis nach Bayreuth. Das Gebiet umfasst 48 Gemeinden, darunter die Städte Arzberg, Bischofsgrün, Marktredwitz, Fichtelberg, Selb, Warmensteinach und Wunsiedel. Die Kommunen sind auf die fünf Landkreise Wunsiedel, Bayreuth, Hof, Tirschenreuth und Kulmbach sowie die beiden Regierungsbezirke Oberfranken und Oberpfalz verteilt. Das Fichtelgebirge erhebt sich in Form eines nach Nordosten hin geöffneten Hufeisens auf über 1.000 Meter. Als europäische Hauptwasserscheide wird das Fichtelgebirge auch als Nabel Deutschlands beschrieben. Hier im Fichtelgebirge entspringen in einem Umkreis von 15 Kilometern die Quellen der vier bedeutenden Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und verbinden die Region mit den großen Strömen und Meeren Europas. Zu den größten Seen der Region gehören der Weißenstädter See, die Förmitztalsperre, der Untreusee, der Fichtelsee und der Nageler See.

2. Geschichte

Das Fichtelgebirge blickt auf eine lange geschichtliche Besonderheit zurück: Bezeichnend für die Region ist die Jahrhunderte andauernde, fehlende politische und wirtschaftliche Einheit. Im 15. Jahrhundert entstanden die sechs Verwaltungsbezirke Wunsiedel, Hohenberg, Weißenstadt, Kirchenlamitz, Thierstein und Selb und bildeten das sogenannte "Sechsämterland". Das Sechsämterland ist heute geografisch nahezu identisch mit dem Landkreis Wunsiedel.

Während die "steinreiche Ecke Bayerns" im Mittelalter zum lukrativsten Bergbaugebiet Europas avancierte und vor allem der Abbau von Eisenerz zur wirtschaftlichen Bedeutung der Region beitrug, ist in den letzten 200 Jahren ein anderes Gut zur wichtigsten Einnahmequelle geworden - das Porzellan. Die aufstrebende Porzellanindustrie des 19. Jahrhunderts trug maßgeblich zur Industrialisierung der Region bei. Noch heute verleihen namhafte Hersteller wie Rosenthal oder Hutschenreuther durch die Produktion des "Weißen Goldes" der Region entlang der Porzellanstraße hohes internationales Ansehen. 2014 jährt sich die Gründung der Porzellanfabrik Carolus Magnus Hutschenreuther in Hohenberg zum 200. Mal. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Porzellanikon von Juli bis November 2014 eine Sonderausstellung.

3. Sport / Aktivitäten

Wandern / Bewegung in der Natur:
Die Aktivregion Fichtelgebirge besitzt ein 3.000 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz. Stille Täler, dunkle Fichten- und Buchenwälder, einzigartige Stein- und Felsformationen laden zum Entdecken und Erholen ein. Der 425 Kilometer lange Qualitätswanderweg "Fränkischer Gebirgsweg" verbindet das Fichtelgebirge mit den drei Wandergebieten Naturpark Frankenwald, Fränkische Schweiz und Frankenalb. Auf weitestgehend Natur belassenen Wegen mit detaillierter Beschilderung wandern Aktivurlauber vorbei an Burgruinen, prunkvollen Schlössern und harmonisch in die Landschaft eingebetteten Kirchen. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten laden zu mehrtägigen Touren über die Gipfel des Waldsteins, des Epprechtsteins, des Kornberges oder der Kösseine ein. Der Fränkische Gebirgsweg verläuft sanft an- und absteigend, während der Schneeberg und der Ochsenkopf mit über 1.000 Metern Höhe für aktive Gipfelstürmer ideale Voraussetzungen bieten. Rundwanderwege sowie mehrere Themenwanderwege erinnern an berühmte Besucher wie Johann Wolfgang von Goethe oder Jean Paul. Der 200 Kilometer lange Jean-Paul-Wanderweg führt durch Orte und Landschaften, die das Leben des in Wunsiedel geborenen Dichters prägten. Mehr als 150 Aphorismen- und Texttafeln mit Zitaten des Dichters säumen den Wegesrand von Joditz und Schwarzenbach an der Saale über Wunsiedel bis Bayreuth und widmen jedem Streckenabschnitt unterschiedliche literarische Themen.

Weitere Informationen gibt es unter www.fraenkischer-gebirgsweg.de, www.jeanpaul-oberfranken.de.

Am Südhang des Ochsenkopfes befindet sich Deutschlands erster und längster Zipline-Park, in dem Besucher auf einer zwei Kilometer langen Seilwindenstrecke in hohem Tempo hinunter ins Tal gleiten. Inmitten der Erlebnisregion stehen die erste Sommersprungschanze der westlichen Welt, die Sommerrodelbahn Bischofsgrün und eine Rollerski-Bahn. Die über einen Kilometer lange Strecke mit
zehn Steilkurven bietet rasanten Rodelspaß für Groß und Klein. Adrenalinkicks finden Aktivurlauber auf der Dévalkart-Bahn in Warmensteinach. Dévalkarts sind unmotorisierte kleine Fahrzeuge, die an einem Skilift den Berg hinaufgezogen werden, um anschließend den Hang hinunter zu fahren, wobei die Geschwindigkeit und Richtung je nach Actionlust vom Fahrer allein gesteuert wird.

Radfahren / Mountainbiken / E-Biken:
Aktivurlauber erkunden die Region auf zahlreichen Rad-, E-Bike- und Mountainbiketouren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Der Main-Radweg wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club mit fünf Sternen ausgezeichnet. Der Qualitätsweg ermöglicht Genussradeln auf über 600 Kilometern Gesamtlänge abseits der Hauptstraßen und führt entlang des im Fichtelgebirge entspringenden Weißen Mains bis zur Mündung nach Mainz. Bahntrassenradeln, auch auf gemieteten E-Bikes, ist entlang alter Bahntrassen zwischen Tröstau-Asch in Tschechien möglich. Der neue Radweg ist 42 Kilometer lang und wird zukünftig eine Anbindung zum Main-Radweg und zum Wallenstein-Radweg bekommen. Mountainbiketouren führen auf den Großen Waldstein, auf den Schneeberg, die Kösseine oder durch den Steinwald.

Weitere Informationen gibt es unter www.mainradweg.com.

Eine besondere Attraktion für Mountainbiker ist der Single Trail Freeride am Ochsenkopf. Die 2,3 Kilometer lange Downhillstrecke eignet sich für Profi-Mountainbiker ebenso wie für weniger geübte Fahrer. Zahlreiche für das Fichtelgebirge typische Fels-, Wurzel- und Steinpassagen sind in die wechselnden Steil- und Flachpassagen eingebaut und bieten abwechslungsreichen Nervenkitzel. Der Technik Parcours am unteren Abschnitt des Geländes dient dem Anfänger als Einstieg und geübten Fahrern zur technischen Verfeinerung. Mit dem flächendeckenden Netz aus über 30 Verleih- und Akkuwechselstationen ist das Gebiet rund um Ochsenkopf & Co ideal für E-Biker. Darüber hinaus verbindet das Gesamtnetz an Fahrradbussen von Fichtelgebirge-mobil und Frankenwald-mobil die weitverzweigten Wege der Region.

Wintersport:
Das Fichtelgebirge gilt als eine der schneesichersten Landschaften Deutschlands. Die Skigebiete der Aktivregion Ochsenkopf liefern auf bis zu 1.000 Metern Höhe Pistenspaß für jede Könnerstufe. Dank Beschneiungsanlagen auf dem Nordhang sowie in Mehlmeisel und Warmensteinach sind bis zu 100 schneesichere Tage im Jahr garantiert. Die Skipisten sind teilweise mit Flutlichtanlagen ausgestattet
und ermöglichen Skivergnügen bis spät in den Abend. In der Skischule Nordbayern lernen Anfänger mit einer weltweit einzigartigen Lehrmethode mit Lerngarantie innerhalb einer Woche das Skifahren. Ökologisch geführte Skiwanderungen, nachhaltige Schneeschuh-Rundwanderungen und Einsteiger- Schnuppertouren führen durch die urigen Tannenwälder der Erlebnisregion.

Langläufern stehen über 300 Kilometer DSV-klassifizierte Loipen zur Verfügung. Eine flexible Routenplanung und Übersicht dieser bietet die neue interaktive Karte. Der Nordic-Park Fichtelgebirge bietet von einfachen Wanderloipen und Fitnessloipen bis hin zu anspruchsvollen Sportloipen jedem Aktivurlauber das passende Niveau. Neben Eisstockschießen und Eislaufen begeistern die traditionellen Winterrodelhänge und Naturrodelbahnen nahe der Luisenburg in Wunsiedel und in Fleckl. Warm eingehüllt geht es mit dem Pferdeschlitten durch die verschneite Landschaft zum Schneemannsfest in Bischofsgrün, wo alljährlich Deutschlands größter Schneemann gebaut und anschließend gebührend gefeiert wird.

Weitere Informationen gibt es unter www.skischule-nordbayern.de.


4. Kultur

Kunst und Kultur prägen die Freizeitgestaltung in der Ferienregion Fichtelgebirge. Die renommierten Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth finden seit 1876 alljährlich von Ende Juli bis Ende August im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel statt. Beim Public Viewing in der Innenstadt genießen Klassikliebhaber in besonderer Atmosphäre die Wagner-Inszenierungen von Weltrang. Das UNESCO Weltkulturerbe Markgräfliche Opernhaus, eines der imposantesten Theaterbauten des 18. Jahrhunderts, zeugt noch heute vom Leben und den künstlerischen Neigungen der Markgräfin Wilhelmine, der Schwester von Friedrich dem Großen. Seit über 60 Jahren fördert das Festival Junger Künstler in Bayreuth und Warmensteinach aufstrebende nationale und internationale Nachwuchskünstler. Auf Deutschlands ältester Naturbühne in Wunsiedel - die seit 1914 von professionellen Schauspielern bespielt wird - finden jährlich von Ende Mai bis Ende August die Luisenburg-Festspiele statt. Das Event ist mit 150.000 Zuschauern das kulturelle Highlight der Region. Anschließende Entspannung findet der Kulturbesucher im nahe gelegenen Bürgerpark auf dem Katharinenberg Wunsiedel, der ältesten von Bürgern errichteten Parkanlage in Bayern.

Weitere Informationen gibt es unter www.luisenburg-aktuell.de, www.bayreuther-festspiele.de.

Während der Sommermonate bespielt die Studiobühne Bayreuth die historischen Spielstätten der Markgräfin Wilhelmine wie beispielsweise das Römische Theater in der Eremitage und das Hoftheater im Steingraeber-Palais mit klassischen Stücken der Theaterliteratur. Die Felsenbühne Waldstein begeistert mit historischem Freilichttheater inmitten der Natur des Großen Waldstein. Die Aufführungen des Bad Bernecker Kultursommers in den Kolonnaden im Kurpark und auf der Romantikbühne des Ortes sprechen neben Theaterbegeisterten auch Musical-, Chansons-, und Kabarettfans sowie kleine Gäste an. Liebhaber von Volkstheater kommen von Arzberg über Kemnath und Marktredwitz bis Zell im Fichtelgebirge auf ihre Kosten, denn alle Mitgliedergemeinden betreiben eigene, kleine Theatergruppen, die das volkstümliche, ursprüngliche Theater liebevoll am Leben
erhalten.

Berühmte Namen wie Jean Paul und Franz Liszt sind eng mit der kulturellen Landschaft des Fichtelgebirges verbunden. Literaturbegeisterte tauchen im Jean-Paul-Museum in Bayreuth in die romantische Welt des Dichters ein. Das Franz-Liszt-Museum beleuchtet das Leben und Schaffen des berühmten Komponisten und Schwiegervaters von Richard Wagner. Filmfans freuen sich auf den Internationalen Grenzland-Filmtagen in Selb über 50 Kurz-, Kinder-, Spiel- und Dokumentarfilm.

In der Basilika Waldsassen, eine der bedeutendsten Barockkirchen Süddeutschlands, genießen Besucher bei den Basilikakonzerten die einmalige Verbindung von Musik und Architektur und entdecken bei einer Führung durch die angrenzende Klosterbibliothek die kostbare Schnitzkunst des berühmten Bibliothekssaals. Architekturinteressierte erleben im Freilandmuseum Grassemann in Warmensteinach die typische, bis ins 19. Jahrhundert vorherrschende Bauweise des einstöckigen Holzhauses. Die authentische Inneneinrichtung illustriert den Lebensalltag der Fichtelgebirgs-Bewohner aus vergangener Zeit. Der langen Tradition der Landwirtschaft in der Region widmet sich das Volkskundliche Gerätemuseum in Arzberg.

5. Kulinarisches

Im Zentrum der Initiative "Essbares Fichtelgebirge" stehen Gerichte auf Basis der regionalen Wildkräuterküche. Die enge Zusammenarbeit von Gastronomie, Jägern, Bauern, Fischern und Experten aus den Bereichen Medizin, Biologie und Foodstyling ermöglicht gesunde Ernährung und liefert innovative Geschmackserlebnisse. Wildwachsende Kräuter und Blüten wie Giersch, Bärwurz oder Hirschholunder säumen das Wiesenbild des Fichtelgebirges und werden von den 16 zertifizierten Wild-Kräuter-Köchen zu hochwertigen Kreationen wie fränkischen Kartoffelpralinen und Wiesenkräutersalat mit Löwenzahnöl verarbeitet. Regelmäßig stattfindende Seminare mit qualifizierten Referenten, Kochkurse, Kräuterführungen und Exkursionen machen die Genussregion Fichtelgebirge mit seiner Qualitätsgastronomie erleb- und erschmeckbar.

Weitere Informationen gibt es unter www.essbares-fichtelgebirge.de.

Qualitätsbewusste Genießer lernen die Gegend mit ihren regionalen Speisen wie
Fichtelgebirgsforelle oder Sauerbraten mit Lebkuchensauce kennen. Die Lebkuchenmanufaktur Leupoldt in Weißenstadt stellt seit über 100 Jahren den würzigen Soßenkuchen her, der unabdingbar für echten fränkischen Sauerbraten ist. Hochwertige Vollkornbrote und Pumpernickel werden von der
Weißenstädter Firma PEMA produziert, deren Produkte durch die regionaleHerkunft des Getreides und die traditionsbewusste Herstellung geprägt sind. Das Gebiet rund um Wunsiedel, das ehemalige Sechsämterland, verdankt seine Bekanntheit heute vor allem einem lokalen Produkt: Der Wunsiedeler Pharmazeut und Destillateur Gottlieb Vetter entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts einen regionalen Kräuterlikör, dessen Namen auf die markgräfliche Verwaltungsordnung zurück geht - den Sechsämtertropfen.

6. Die Geolandschaft Fichtelgebirge

Das Fichtelgebirge mit seinen seltenen Mineralienvorkommen ist unter Gesteins- und Mineraliensammlern ein besonderes Ausflugsziel. 90 Prozent aller weltweit vorkommenden Gesteinsarten, darunter Marmor, Basalt, Lehm, Speckstein oder Ton, findet man im Fichtelgebirge. Fast die Hälfte der Fläche des Fichtelgebirges, 380 Quadratkilometer, besteht aus dem markantesten Stein der Region, dem Granit, für den die Wollsackverwitterung ein typisches Erscheinungsbild ist. Diese Verwitterungsart bewirkt, dass sich das Gestein in Form von gefüllten Wollsäcken stapelt. Heute ist das Phänomen der rundlichen Wollsackverwitterung besonders im größten Felsenlabyrinth Europas in Wunsiedel sichtbar.

Dank seiner natürlichen Gesteinsvorkommen avancierte das Fichtelgebirge während des Mittelalters zum bedeutendsten Bergbaugebiet in Europa. Die Weiterverarbeitung der Produkte erfolgte in Hammerwerken, die zur Kühlung der Schmelzöfen stets nahe an natürlichen Wasservorkommen errichtet wurden. Das Hammerschloss bei Tröstau zeugt von der langen Bergbautradition, die erst während des Dreißigjährigen Kriegs ihren Niedergang erfuhr.

Geologische Lehrpfade wie der Alexander von Humboldt-Lehrpfad in Goldkronach beleuchten die Geschichte des Bergbaus und die Entstehung des Gebirges. Der bekannte deutsche Naturforscher war von 1793 bis 1796 im Bergamtsrevier Goldkronach tätig und verschaffte der Bevölkerung Arbeit und Wohlstand, indem er den Abbau von Gestein wiederaufnehmen lies. Der Humboldtweg führt durch das ehemalige Bergbaugebiet zu 40 noch heute existierenden Bergbaustationen wie der Schmutzler- und Fürstenzeche oder dem Bergbau- und Heimatmuseum.

Weitere Informationen gibt es unter www.geopark-bayern.de.

7. Die Porzellanwelt Fichtelgebirge

Die lange Porzellantradition des Fichtelgebirges ist europaweit einzigartig. Im Jahr 1814 gründete Carolus Magnus Hutschenreuther die erste Porzellanmanufaktur in Nordbayern. Seither gilt das Fichtelgebirge als Heimat des "Weißen Goldes". Entlang der Porzellanstraße finden sich international bekannte Hersteller wie Rosenthal, Hutschenreuther, Walküre, Seltmann, Arzberg, Bauscher und Dibbern. Die knapp 20 regionalen Hersteller produzieren heute 80 Prozent des gesamten Gastronomie-Porzellans in Deutschland. Alle renommierten Marken laden im Fichtelgebirge zu hochwertigen Werksverkäufen und Betriebsbesichtigungen ein.

In Selb und Hohenberg an der Eger steht Europas größtes Porzellanmuseum: Das Porzellanikon Selb befindet sich in einer 1969 stillgelegten ehemaligen Rosenthal-Fabrik und beherbergt auf 9.000 Quadratmetern das Europäische Industrie Museum für Porzellan, das Europäische Museum für Technische Keramik und das Rosenthal Museum. Unter dem Motto "Vier Museen, zwei Standorte, ein Thema" beleuchten die Spezialmuseen nicht nur die Entstehungs- und Produktionsgeschichte des Porzellans in Europa und im deutschsprachigen Raum, sondern informieren auch umfassend über die technischen Rahmenbedingungen in den Manufakturen und Industriebetrieben.

Porzellan zum Anfassen gibt es bei Modellier- und Malkursen oder auf dem Porzellinerfest in der Selber Innenstadt. Der längste und größte Porzellanflohmarkt Europas findet jährlich jeweils am ersten Augustwochenende statt und bietet neben Kaufmöglichkeiten auch umfassende Informationen rund um das Weiße Gold.

Weitere Informationen gibt es unter www.porzellanikon.org, www.porzellanstrasse.de.

8. Shopping

Entlang der Autobahnen A9 und A93 befinden sich die Outletmeilen Oberfrankens. Verkehrsgünstig gelegen, betreiben bekannte Marken wie beispielsweise arena Bademoden, feiler Frottier, sigikid und Schiesser eigene Werksverkäufe mit bis zu 70 Prozent Ersparnis.

Die Outlets der renommierten Porzellanhersteller wie Rosenthal, Arzberg und Hutschenreuther in Selb laden zu preisbewussten Einkäufen ein. Hochwertige Ware der letzten Saison, vom Einzelstück bis zum neuen Service sowie Aktionsware, werden zu stark reduzierten Preisen verkauft.

Im Factory Inn in Selb werden neben Porzellan ausgezeichnete Produkte von Leifheit, Silit, Rösle und Fashionartikel bekannter Namen wie MÄRZ, Betty Barclay, More & More, Pampolina und Fraas zum Kauf angeboten. In einem separaten Gebäudekomplex des weitläufigen Fabrikgeländes befindet sich das NOBasic Factory Outlet. Auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern locken führende, internationale Mode- und Designermarken, darunter Mustang, Tom Tailor, Marc Picard und Zagora, mit ganzjährigen Preisnachlässen von 30 Prozent bis 70 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Herstellerpreis.

Naschkatzen kaufen in der Nascherie Münchberg edle Trüffelpralinen, handgeschöpfte Schokolade und Feingebäck direkt beim Hersteller. Feine Spirituosen wie Fichtelgold, Kräuterlikör, Berggeist oder Magenbitter aus der Region erwirbt man in Sack's Destille in Weißenstadt.

9. Anreise

Mit dem Auto:
Autobahn A9 bis Ausfahrt Bad Berneck / Himmelkron, Bayreuth oder Marktschorgast oder Autobahn A 93 bis Ausfahrt Hof, Wunsiedel oder Marktredwitz mit Anschluss an die Bundesstraßen B303 und B15.

Mit dem Zug:
Eisenbahnknotenpunkte Marktredwitz oder Bayreuth mit Anbindung an Eger, Regensburg, Nürnberg, München, Hof, Dresden, Leipzig, sowie regionale Bahnhöfe Neuenmarkt-Wirsberg, Münchberg, Selb und Mitterteich.

Mit dem Bus:
Das Fichtelgebirge ist an das Busnetz des "Berlin Linien Express" angeschlossen. Von Bayreuth fährt der OMF in allen wichtigen Gemeinden der Region (www.ovf.de). Eine Gesamtübersicht der Verkehrsanbindungen bietet die Verkehrsgemeinschaft Fichtelgebirge (www.vgf-web.de). Weiterhin ist das Fichtelgebirge in die Verkehrsgemeinschaft Nürnberg eingebunden und bietet Zugang in die große fränkische Metropolregion.

10. Über die Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V.

Die Tourismuszentrale ist zuständig für die touristische Vermarktung der Ferienregion Fichtelgebirge. Der Verein wurde am 24. Juni 2010 gegründet und ist seit 01.01.2011 als Nachfolgeorganisation der TI Fichtelgebirge operativ tätig. Die Vereinsmitglieder sind die fünf Landkreise und die 48 Kommunen sowie 40 weitere Einzelmitglieder zusammengesetzt aus Hotels, Museen, Institutionen sowie
gewerblichen Betrieben. Geschäftsführer der Tourismuszentrale ist Ferdinand Reb.

11. Veranstaltungen

Veranstaltungen 2014 im Fichtelgebirge (Auswahl):

  • 29. Bischofsgrüner Schneemannfest am 3. März 2014 am Marktplatz in Bischofsgrün
  • Selber Kunstnacht am 8. März 2014
  • Grenzland-Filmtage in Selb vom 24. bis zum 27. April 2014
  • Luisenfestspiele vom 26. Mai bis zum 30. August 2014 in Wunsiedel
  • Neueröffnung des pädagogisch-poetischen Informationszentrums für Roggen-Kultur Rogg In am 27. Juni 2014
  • Porzellan für die Welt - 200 Jahre Porzellan der bayerischen Fabriken vom 18. Juli bis zum 30. November 2014 im Porzellanikon Selb und Hohenberg/Eger
  • Fest der Porzelliner mit Europas größtem Porzellanflohmarkt am 2. August 2014
  • Festival-Mediaval - Europas größtes Mittelalterfestival  vom 12.- 14. September 2014 auf dem Festgelände Goldberg in Selb
  • "Wilde Wochen" vom 27. September bis zum 2. November 2014
  • JEAN PAUL TAGE BAD BERNECK vom 10. bis zum 12. Oktober 2014 unter der künstlerischen Leitung von Jürgen Schatz

12. Links

www.tz-fichtelgebirge.de
www.fraenkischer-gebirgsweg.de
www.jeanpaul-oberfranken.de
www.skischule-nordbayern.de
www.mainradweg.com
www.luisenburg-aktuell.de
www.bayreuther-festspiele.de
www.essbares-fichtelgebirge.de
www.geopark-bayern.de
www.porzellanikon.org
www.porzellanstrasse.de

13. Weitere Informationen

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