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    Die Bayerische Landesausstellung 2020 und das Erbe ber√ľhmter Adelsdynastien

    Auf den Spuren von Wittelsbachern, Fuggern & Co. in Bayerisch-Schwaben

    Augsburg/M√ľnchen, 13. Januar 2020

    In Bayerisch-Schwaben wartet 2020 ein einmaliges Ausstellungshighlight auf Kultur-Fans: Das Haus der Bayerischen Geschichte gastiert mit der neuen Bayerischen Landesausstellung „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte“ von April bis November in Friedberg und Aichach. An den zwei Standorten tauchen Besucher in die Geschichte der Wittelsbacher Städtegründungen und des Städtelands Bayern ein. Während im frisch renovierten Friedberger Schloss zahlreiche Originalobjekte und historische Exponate aus dem Mittelalter im Mittelpunkt stehen, setzt die Ausstellung im FeuerHaus Aichach auf multimediale Inszenierungen und virtuelle Erzählwelten. Aber auch abseits der Landesausstellung begeben sich Urlauber und Ausflügler in Bayerisch-Schwaben auf die Spuren bedeutender Adelsdynastien. So stoßen sie in Augsburg auf das Erbe der Fugger, erkunden Günzburg als das „kleine Wien“ zu Zeiten der Habsburger bei einer Hörwanderung oder genießen im Donau-Ries fürstliche Bierspezialitäten.

    Die Wittelsbacher: Bayerische Landesausstellung 2020

    Vom 29. April bis zum 8. November widmet sich die Bayerische Landesausstellung 2020 in Aichach und Friedberg dem Thema „Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte“. Der Aufstieg der späteren Kurfürsten- und Königsfamilie nahm schließlich hier im Wittelsbacher Land seinen Anfang. Im FeuerHaus Aichach erleben Interessierte in verschiedenen Ausstellungssequenzen und mit Hilfe multimedialer Inszenierungen die Historie der Wittelsbacher und ihrer Städte. Dabei werden zudem Planstädte und Visionen von gestern, heute und morgen beleuchtet. In acht historischen Prunkräumen des Friedberger Schlosses bestaunen Besucher hingegen hochwertige Exponate aus internationalen Sammlungen. Diese erzählen die Gründungsgeschichte der altbayerischen Städte von der Zeit der frühen Wittelsbacher bis zur napoleonischen Zeitenwende nach 1800. Darüber hinaus finden im Rahmen der Bayerischen Landesausstellung zahlreiche Veranstaltungen wie etwa themenspezifische Stadtführungen, Konzerte und Theaterstücke sowie Vorträge rund um Aichach und Friedberg statt. Im Wittelsbacher Land „erfahren“ Gäste zudem Wissenswertes über das Hochadelsgeschlecht auf den 55 Kilometern der „Wittelsbacher Radtour“ oder tauchen mit der Bayerisch-Schwaben Lauschtour „Rund ums Sisi-Schloss“ in die Geschichte der späteren Kaiserin und ihrer Familie ein. Mit dem Kombiticket erkunden Gäste sowohl beide Teile der Landesausstellung als auch die Dauerausstellung des Museums im Wittelsbacher Schloss Friedberg sowie das Stadtmuseum und das Wittelsbachermuseum Aichach. Für die umweltfreundliche An- und Abreise ist ebenfalls gesorgt: Züge, Busse und Radwege verbinden die beiden Ausstellungsorte miteinander.

    Die Fugger & Welser: ein reiches Erbe

    In Augsburg folgen Urlauber dem Nachlass der Fugger & Welser auf Schritt und Tritt. Interessierte begeben sich während spezieller Stadtführungen auf die Spuren der bedeutenden Augsburger Kaufmannsfamilien, erfahren im Fugger & Welser Erlebnismuseum spannend aufbereitete Hintergründe oder spazieren durch die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. Die Fuggerei wurde 1521 von Jakob Fugger „dem Reichen“ gestiftet und auch heute noch leben hier 150 bedürftige Augsburger für eine Jahreskaltmiete von 0,88 Euro. Eine Schauwohnung, die zwei neuen Museen – das „Museum der Bewohner“ und das „Museum des Alltags“ – sowie der Weltkriegsbunker vermitteln einen Eindruck von der Idee, der Geschichte und dem Leben in der Fuggerei. Fuggersche Geschichte gibt es noch vielerorts in Bayerisch-Schwaben zu entdecken – zum Beispiel in Weißenhorn, neben Augsburg der einzige Ort, der den Titel „Fuggerstadt“ tragen darf.

    Die Habsburger: „Klein Wien“ in Bayerisch-Schwaben

    In Günzburg finden Gäste ein Stück Österreich in Bayerisch-Schwaben, das sich seit kurzem auch mit einer neuen Lauschtour erleben lässt. Der Hörspaziergang begleitet die Zuhörer zurück in die 500-jährige Epoche der Habsburger und erklärt beispielsweise, was es mit dem österreichischen Doppeladler am Eingangsportal des Rathauses auf sich hat oder warum in der Donaustadt eine der wichtigsten Münzprägestätten des Habsburger Reiches entstand. Insgesamt zehn Lauschpunkte umfasst die neue Audiotour „Günzburger Stadtrundgang: Das kleine Wien in Bayerisch-Schwaben“.

    Das Fürstenhaus Oettingen-Wallerstein: Burgromantik und Bierspezialitäten

    Im Norden Bayerisch-Schwabens lassen sich Urlauber mit fürstlichen Bierspezialitäten verwöhnen und bestaunen eine der größten, ältesten und besterhaltenen Burganlagen Süddeutschlands: die Harburg. Die Anlage mit ihren zahlreichen Gebäuden aus diversen Stilepochen war über 700 Jahre im Besitz des Fürstenhauses Oettingen-Wallerstein und begeistert Besucher bei regelmäßigen Schlossführungen. Heute zählt die Fürstenfamilie zum ältesten, noch bestehenden Hochadel Europas und betreibt neben vielem anderen ein Brauhaus in Wallerstein an der Romantischen Straße und die Waldschänke „Eisbrunn“ mit typischen Rieser Schmankerln. Im malerischen Oettingen am nördlichen Riesrand bestaunen Ausflügler, wie die Geschichte des Fürstenhauses mit seinen diversen Linien und Konfessionen das außergewöhnliche, geteilte Stadtbild prägte: mit Barockfassaden auf den „evangelischen“ und Fachwerk-Bauten auf den „katholischen “ Straßenseiten.

     


    Copyright der Bilder: Bayerische Landesausstellung 2020 © Haus der Bayerischen Geschichte; Burgkirche in Oberwittelsbach © Florian Trykowski; Fuggerei © Florian Trykowski

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