2016 – Wo geht die Reise hin?

Pünktlich zum Start in das neue Jahr lohnt sich ein Blick in die „Zukunft“. Digitaler Wandel, Hyper-Personalisierung und Echtzeit-Kommunikation sind die Schlagworte für 2016 – darin sind sich Branchen-Experten einig.

 

Shopping „TO GO“
Bereits 2015 hat mobiles Marketing durch das google-Update – dem sogenannten „Mobilegeddon“ –eine enorme Weiterentwicklung und Optimierung durchlebt. „Über 50 Prozent Besucher über mobile Endgeräte sind keine Ausnahme mehr, sondern die Regel“, so Marcus Tandler, Geschäftsführer bei OnPage.org.

Dass das Internet nicht mehr nur Informations-, sondern längst auch ein Vertriebsmedium ist, zeigen auch die aktuellen Zahlen der Online-Verkaufsplattform „Ebay“. Laut Deutschland-Chef Dr. Stephan Zoll, betrug der Anteil des mobilen Handelsvolumens im dritten Quartal 2015 bereits fast die Hälfte. Und die Tendenz ist steigend!

Der Kunde ist König
Durch die enorme Angebotsbreite und schnelle Vergleichbarkeit im Netz nimmt die Loyalität gegenüber Händlern – aber auch Plattformen – massiv ab. „Einer der wichtigen Trends für 2016 wird sein, das Geschäft noch stärker auf die Kundenerwartungen auszurichten“, ist sich Christoph Eltze, Geschäftsführer Digital Operations bei der Rewe Digital GmbH sicher. Sprich die Kommunikation muss weg von der bisherigen Marken- und Produktzentriertheit, hin zum kompromisslosen Fokus auf den Kunden. Unternehmen sollten sich nicht mehr länger fragen, was sie kommunizieren wollen, sondern vielmehr darauf eingehen, was den Kunden interessiert und was ihm einen Mehrwert bietet.

Kundenzentrierung, Big Data und Analytics of Everything sind demnach die neuen Parameter. „Personalisierung war gestern – die Zukunft heißt Hyper-Personalisierung“, so Roland Lauenroth, Marketing Manager, IBM Commerce Deutschland.  Durch die sogenannte Behaviour Analytics, mithilfe derer Kunden-, Markt- und Produktdaten in Beziehung zueinander gesetzt werden, um sie mit einer vorhersagenden und kognitiven Analyse auszuwerten, erhalten Anbieter laut Lauenroth noch nie dagewesene Einblicke in das Verhalten und die individuellen Wünsche der Kunden.

Den Kunden erwartet demnach ein immer besser auf ihn abgestimmtes Angebot an den unzähligen Touchpoints der Customer Journey. Und dort wo dem Kunde das Produkt begegnet, möchte er es am liebsten auch gleich kaufen – das gilt für die „reale“ als auch für die Online-Welt. Laut Sascha Martini, CEO bei Razorfisch, sind damit etwa auch Transaktionen über den Screen im Laden, an einer Bushaltestelle oder direkt über eine digitale Anzeige gut vorstellbar.  Mit dem neuen „Buy Button“ bei Pinterest wird dieses Modell auch bereits schon aktiv praktiziert.

Fail – but fail fast
„Die Zeit des Silo-Denkens ist 2016 endgültig vorbei“, beschwört Andreas Helios, Sr. Group Manager Enterprise Marketing Central Europe bei Adobe Systems. Das heißt Abteilungsgrenzen werden überwunden und der ganzheitliche, datengestützte Blick auf den Kunden wird endlich Realität.

Doch jedes „Geschäft“ hat sprichwörtlich seine eigenen Gesetze und Funktionsschemata. „Es gibt keine Muster oder Blaupausen, die kopiert werden können. Stattdessen muss ausprobiert werden, was funktioniert“, erklärt Gregor Bieler Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft Deutschland. Denn die fast grenzenlosen  Möglichkeiten im Real Time-Marketing seien noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft.

Es braucht den Mut zum Ausprobieren. „Fail, but fail fast“ ist demnach nicht nur die Devise für Start-ups, sondern gilt genauso für den Handel. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen Unternehmen sich diesen neuen Möglichkeiten gegenüber öffnen, proaktiver denken und handeln […].Warten war gestern. Stehen bleiben geht nicht“, so das Fazit von Volker Wiewer, Vice President International bei Teradata Applications.

Die ausführlichen Statements gibt es unter www.absatzwirtschaft.de

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