• Südpfalz • Medien-Informationen

    Queichwiesenbewässerung neuerdings Immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe

    Alte Festungen und nasse Wiesen: Kulturelles Erbe in der Südpfalz erleben

    Germersheim/München, 28. Februar 2024

    Neu und doch ganz alt: Die Queichwiesenbewässerung in der Südpfalz ist jetzt als Teil der traditionellen Bewässerung in Europa von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt worden. Die landwirtschaftliche Kulturtechnik zeugt von einer jahrhundertealten Tradition und Geschichte, die in der Südpfalz unter anderem noch rund um Bellheim aufzuspüren ist. Nur wenige Kilometer entfernt erwartet Besucher mit der Festung Germersheim eine imposante und gut erhaltende Festungsanlage, die als größtes bayerisches Festungsbauwerk außerhalb des Freistaats gilt und einst als Bollwerk gegen Frankreich errichtet wurde. Ein weiteres kulturelles Erbe kann im Rahmen einer Wanderung erlebt werden und vermittelt ganz nebenbei spannende Einblicke in die Flora und Fauna der naturreichen Region: Der Schaidter Westwallweg führt entlang eines großen militärischen Verteidigungssystems, das auf der Westgrenze des Deutschen Reiches von Holland bis nach Basel verlief und zahlreiche historische Relikte im Landschaftsbild hinterlassen hat.

    500 Jahre zum Eintauchen: Die traditionelle Queichwiesenbewässerung entdecken

    Seit mehr als fünf Jahrhunderten bewirtschaften Landwirte die umgebenden Wiesen des kleinen Flusses Queich, einem Nebenfluss des Rheins, mit einer ganz besonderen Wiesenbewässerung. Diese erfolgt in der Südpfalz über eine Staugraben-Berieselung, bei der gestautes Wasser über Kanäle auf die Wiesen geleitet wird. Die bewährte Kulturtechnik hat dazu beigetragen, dass aufgrund des wechselfeuchten Standorts rund um den Fluss eine besonders artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vorzufinden ist. Dank des Erhalts der Wiesenbewässerung können Naturinteressierte in den späten Frühjahrs- und Sommermonaten die größte rheinland-pfälzische Weißstorchpopulation beobachten, wenn sie hier für ihre Jungen Nahrung suchen. Wer das Naturschauspiel erleben oder tiefer in die Geschichte der Bewässerung eintauchen möchte, kann etwa mit dem Rad auf der Storchentour oder auf dem Queichwiesen-Rundwanderweg die Wiesenlandschaft erleben. Zudem finden rund um die offiziellen Bewässerungszeiten geführte Wanderungen und Exkursionen statt, die anschaulich über das Immateriellen Weltkulturerbe informieren – zum Beispiel am 20. oder 25. April 2024. Weitere Informationen, Ausflüge und Anmeldung unter www.queichwiesen.de.

    „Leben am Strom“: Wie und wo der Rhein seine Spuren hinterlassen hat

    Der größte deutsche Fluss, der Rhein, prägt die Südpfalz und ihre Bewohner seit Jahrhunderten. Dass sich das Rheinbett über die Jahre veränderte, der Fluss wichtiger Transportweg war und ein Leben ohne einen Hochwasserschutz in der Region heute nicht mehr denkbar ist, vermitteln gleich mehrere Ausstellungshäuser und Wanderwege. Das Informationszentrum „Haus Leben am Strom“ in Neupotz veranschaulicht auf kurzweilige Weise, wie Menschen in der Südpfalz früher wie heute gegen Hochwasser ankämpften und wie sich Hochwassermaßnahmen gewandelt haben. Im Rheinauemuseum in Neuburg lässt sich die Veränderung des Rheinverlaufes und ganzer Ortschaften nachvollziehen. Bereits im Mittelalter wurde der Rhein auch dazu genutzt, um Waren per Schiff zu verbringen – zunächst mit Hilfe des sogenannten Treidelns, später auch mit der Berufsschifffahrt. Der Premium-Rundwanderweg „Treidlerweg“ in den Hördter Rheinauen verspricht auf rund zwölf Kilometern historische und gleichwohl aktive Momente in einer seltenen, noch gänzlich ökologisch intakten Auenlandschaft. Im Informationszentrum Hördter Rheinauen können Gäste an Mitmachstationen auf spannende und interaktive Weise Informationen zum Klima- und Hochwasserschutz sowie die hiesige Pflanzen- und Tierwelt mit allen Sinnen erfahren.

    Ein bayerischer König auf Abwegen: Die Festung Germersheim

    Wer die Südpfalz besucht, wird immer wieder auf Relikte aus der Geschichte der Region stoßen. Im Mittelpunkt des historischen Erlebens steht die Festung Germersheim, die mit ihren gut erhaltenen Gemäuern aus dem Jahre 1861 einst von König Ludwig I. gebaut wurde – und noch heute im vollen Glanz erstrahlt. Germersheim selbst spielte im Krieg 1870/71 aufgrund seiner Lage eine zentrale und strategische wichtige Rolle, die Festung wurde jedoch nie angegriffen und wird deshalb auch als „Friedliche Festung“ bezeichnet. Bei einem geführten Rundgang durch die kleinen verwinkelten Gassen, durch unterirdische Minengänge und über parkähnlich angelegte Exerzierplätze lässt sich ein Blick in die Vergangenheit der Südpfalz werfen. Die Festungsführungen, welche zum Teil auch einen Schlenker durch die Stadt versprechen, finden immer am ersten und vierten Sonntag im Monat um 14 Uhr statt und beginnen am Weißenburger Tor (nach Voranmeldung). Daneben ergänzen thematische Rundgänge wie „Mit der Bauersfrau durch die Festung“ oder mit kulinarischem Schwerpunkt zu ausgewählten Terminen das Erlebnisangebot. Wer auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen möchte, sollte einen Spaziergang auf dem Rundwanderweg „Festung und Natur“ einplanen. Weitere Informationen, Rundgänge und Anmeldung zu geführten Touren unter www.germersheim-erleben.eu.

    Natur trifft Geschichte: Unterwegs auf dem Westwallweg

    Egal ob im Zuge einer Wanderung oder bei einem kurzen Spaziergang – auf dem Westwallwanderweg lässt sich ein Stück deutscher Geschichte erleben. Direkt an der Grenze zum Elsass gelegen, geht es auf dem Schaidter Westwallweg durch den naturnahen Bienwald am Rande des Pfälzerwalds und vorbei an steinernen Zeugen der jüngeren Vergangenheit. Der Bau des Westwalls hatte 1936 nach der Besetzung der entmilitarisierten Zone begonnen, allein zwischen Oberotterbach und Schaidt entstanden rund 650 Kleinbunkeranlagen, die einst Soldaten, Munitions- und Lebensmittelvorräte beherbergten. Heute dienen viele der unter Denkmalschutz stehenden Bunkerruinen als Lebensräume für Wildkatzen, Fledermäuse oder Eidechsen. Tafeln am Wegesrand informieren über das kulturelle Erbe und auch über die Auswirkungen der historischen Befestigungslinie auf die Pflanzen- und Tierwelt. Wer sich auf die Entdeckungstour begeben möchte, kann sich interaktiv von einer App des Anbieters Actionbound über den Westwallweg lotsen lassen.

    Tipp: Ab Frühjahr 2024 gibt es die Möglichkeit, die Kultur- und Naturerlebnisregion Südpfalz auf zwei Rädern und mit spannenden Informationen aus erster Hand kennenzulernen. Die mit dem German SDG-Award für ein nachhaltiges Engagement ausgezeichneten, geführten Touren werden zu verschiedenen Terminen zwischen Mai und Oktober angeboten und greifen Themen wie die Nutzung regionaler Bau- und Rohstoffe oder das Leben der Menschen mit dem Rhein und den Auen auf. Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.global-lokal-erleben.de

Alte Festungen und nasse Wiesen: Kulturelles Erbe in der Südpfalz erleben • Medien-Informationen

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    Queichwiesenbewässerung neuerdings Immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe

    Alte Festungen und nasse Wiesen: Kulturelles Erbe in der Südpfalz erleben

    Germersheim/München, 28. Februar 2024

    Neu und doch ganz alt: Die Queichwiesenbewässerung in der Südpfalz ist jetzt als Teil der traditionellen Bewässerung in Europa von der UNESCO zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt worden. Die landwirtschaftliche Kulturtechnik zeugt von einer jahrhundertealten Tradition und Geschichte, die in der Südpfalz unter anderem noch rund um Bellheim aufzuspüren ist. Nur wenige Kilometer entfernt erwartet Besucher mit der Festung Germersheim eine imposante und gut erhaltende Festungsanlage, die als größtes bayerisches Festungsbauwerk außerhalb des Freistaats gilt und einst als Bollwerk gegen Frankreich errichtet wurde. Ein weiteres kulturelles Erbe kann im Rahmen einer Wanderung erlebt werden und vermittelt ganz nebenbei spannende Einblicke in die Flora und Fauna der naturreichen Region: Der Schaidter Westwallweg führt entlang eines großen militärischen Verteidigungssystems, das auf der Westgrenze des Deutschen Reiches von Holland bis nach Basel verlief und zahlreiche historische Relikte im Landschaftsbild hinterlassen hat.

    500 Jahre zum Eintauchen: Die traditionelle Queichwiesenbewässerung entdecken

    Seit mehr als fünf Jahrhunderten bewirtschaften Landwirte die umgebenden Wiesen des kleinen Flusses Queich, einem Nebenfluss des Rheins, mit einer ganz besonderen Wiesenbewässerung. Diese erfolgt in der Südpfalz über eine Staugraben-Berieselung, bei der gestautes Wasser über Kanäle auf die Wiesen geleitet wird. Die bewährte Kulturtechnik hat dazu beigetragen, dass aufgrund des wechselfeuchten Standorts rund um den Fluss eine besonders artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vorzufinden ist. Dank des Erhalts der Wiesenbewässerung können Naturinteressierte in den späten Frühjahrs- und Sommermonaten die größte rheinland-pfälzische Weißstorchpopulation beobachten, wenn sie hier für ihre Jungen Nahrung suchen. Wer das Naturschauspiel erleben oder tiefer in die Geschichte der Bewässerung eintauchen möchte, kann etwa mit dem Rad auf der Storchentour oder auf dem Queichwiesen-Rundwanderweg die Wiesenlandschaft erleben. Zudem finden rund um die offiziellen Bewässerungszeiten geführte Wanderungen und Exkursionen statt, die anschaulich über das Immateriellen Weltkulturerbe informieren – zum Beispiel am 20. oder 25. April 2024. Weitere Informationen, Ausflüge und Anmeldung unter www.queichwiesen.de.

    „Leben am Strom“: Wie und wo der Rhein seine Spuren hinterlassen hat

    Der größte deutsche Fluss, der Rhein, prägt die Südpfalz und ihre Bewohner seit Jahrhunderten. Dass sich das Rheinbett über die Jahre veränderte, der Fluss wichtiger Transportweg war und ein Leben ohne einen Hochwasserschutz in der Region heute nicht mehr denkbar ist, vermitteln gleich mehrere Ausstellungshäuser und Wanderwege. Das Informationszentrum „Haus Leben am Strom“ in Neupotz veranschaulicht auf kurzweilige Weise, wie Menschen in der Südpfalz früher wie heute gegen Hochwasser ankämpften und wie sich Hochwassermaßnahmen gewandelt haben. Im Rheinauemuseum in Neuburg lässt sich die Veränderung des Rheinverlaufes und ganzer Ortschaften nachvollziehen. Bereits im Mittelalter wurde der Rhein auch dazu genutzt, um Waren per Schiff zu verbringen – zunächst mit Hilfe des sogenannten Treidelns, später auch mit der Berufsschifffahrt. Der Premium-Rundwanderweg „Treidlerweg“ in den Hördter Rheinauen verspricht auf rund zwölf Kilometern historische und gleichwohl aktive Momente in einer seltenen, noch gänzlich ökologisch intakten Auenlandschaft. Im Informationszentrum Hördter Rheinauen können Gäste an Mitmachstationen auf spannende und interaktive Weise Informationen zum Klima- und Hochwasserschutz sowie die hiesige Pflanzen- und Tierwelt mit allen Sinnen erfahren.

    Ein bayerischer König auf Abwegen: Die Festung Germersheim

    Wer die Südpfalz besucht, wird immer wieder auf Relikte aus der Geschichte der Region stoßen. Im Mittelpunkt des historischen Erlebens steht die Festung Germersheim, die mit ihren gut erhaltenen Gemäuern aus dem Jahre 1861 einst von König Ludwig I. gebaut wurde – und noch heute im vollen Glanz erstrahlt. Germersheim selbst spielte im Krieg 1870/71 aufgrund seiner Lage eine zentrale und strategische wichtige Rolle, die Festung wurde jedoch nie angegriffen und wird deshalb auch als „Friedliche Festung“ bezeichnet. Bei einem geführten Rundgang durch die kleinen verwinkelten Gassen, durch unterirdische Minengänge und über parkähnlich angelegte Exerzierplätze lässt sich ein Blick in die Vergangenheit der Südpfalz werfen. Die Festungsführungen, welche zum Teil auch einen Schlenker durch die Stadt versprechen, finden immer am ersten und vierten Sonntag im Monat um 14 Uhr statt und beginnen am Weißenburger Tor (nach Voranmeldung). Daneben ergänzen thematische Rundgänge wie „Mit der Bauersfrau durch die Festung“ oder mit kulinarischem Schwerpunkt zu ausgewählten Terminen das Erlebnisangebot. Wer auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen möchte, sollte einen Spaziergang auf dem Rundwanderweg „Festung und Natur“ einplanen. Weitere Informationen, Rundgänge und Anmeldung zu geführten Touren unter www.germersheim-erleben.eu.

    Natur trifft Geschichte: Unterwegs auf dem Westwallweg

    Egal ob im Zuge einer Wanderung oder bei einem kurzen Spaziergang – auf dem Westwallwanderweg lässt sich ein Stück deutscher Geschichte erleben. Direkt an der Grenze zum Elsass gelegen, geht es auf dem Schaidter Westwallweg durch den naturnahen Bienwald am Rande des Pfälzerwalds und vorbei an steinernen Zeugen der jüngeren Vergangenheit. Der Bau des Westwalls hatte 1936 nach der Besetzung der entmilitarisierten Zone begonnen, allein zwischen Oberotterbach und Schaidt entstanden rund 650 Kleinbunkeranlagen, die einst Soldaten, Munitions- und Lebensmittelvorräte beherbergten. Heute dienen viele der unter Denkmalschutz stehenden Bunkerruinen als Lebensräume für Wildkatzen, Fledermäuse oder Eidechsen. Tafeln am Wegesrand informieren über das kulturelle Erbe und auch über die Auswirkungen der historischen Befestigungslinie auf die Pflanzen- und Tierwelt. Wer sich auf die Entdeckungstour begeben möchte, kann sich interaktiv von einer App des Anbieters Actionbound über den Westwallweg lotsen lassen.

    Tipp: Ab Frühjahr 2024 gibt es die Möglichkeit, die Kultur- und Naturerlebnisregion Südpfalz auf zwei Rädern und mit spannenden Informationen aus erster Hand kennenzulernen. Die mit dem German SDG-Award für ein nachhaltiges Engagement ausgezeichneten, geführten Touren werden zu verschiedenen Terminen zwischen Mai und Oktober angeboten und greifen Themen wie die Nutzung regionaler Bau- und Rohstoffe oder das Leben der Menschen mit dem Rhein und den Auen auf. Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.global-lokal-erleben.de

Alte Festungen und nasse Wiesen: Kulturelles Erbe in der Südpfalz erleben • Medien-Informationen

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 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad Weißenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose Broschüren über das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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