• Ferienregion Fichtelgebirge • Hintergrundtexte

    Das Fichtelgebirge-Basistext

    Die Ferienregion Fichtelgebirge liegt in Oberfranken/Nordbayern und reicht von Bayreuth im Westen bis zur tschechischen Grenze im Osten, im Norden bis nach Hof und im Süden bis nach Waldsassen in die nördliche Oberpfalz. Das wald- und gesteinsreiche Fichtelgebirge erhebt sich hufeisenförmig auf über 1.000 Meter und lockt ganzjährig Urlauber in das beliebte Natur-, Gesundheit- und Aktivgebiet. Entlang des Fränkischen Gebirgswegs sowie des Main-Radwegs erstreckt sich die unberührte Natur und Felsenlandschaft des Geoparks Bayern-Böhmen. Mit dem vielfältigen Angebot an Verleihstationen ist das Gebiet rund um die höchsten Gipfel Nordbayerns ideal für E-Biker. Darüber hinaus verbindet das Gesamtnetz an Fahrrad- und Wanderbussen von 3F-mobil die weitverzweigten Wege der Region.

    Kulturliebhabern ist die Region insbesondere durch die jährlich stattfindenden Wagner- und Luisenburg-Festspiele bekannt. Genussreisende werden verwöhnt mit lokalen Speisen wie Sauerbraten mit Lebkuchensoße, Kronfleisch oder mit Kräuterspezialitäten. Entlang der Porzellanstraße geben renommierte Hersteller wie Rosenthal, Schönwald oder Hutschenreuther Einblicke in die lange Tradition der Porzellanherstellung und bieten hochwertiges Porzellan im Direktverkauf.

    1. Lage
    Das Fichtelgebirge liegt in Oberfranken/Nordbayern. Die Ferienregion erstreckt sich im Westen über Bayreuth bis nach Hof, führt entlang der Grenze zur Tschechischen Republik bis nach Waldsassen und wieder westlich bis nach Bayreuth. Das Gebiet umfasst 54 Gemeinden, darunter die Städte Arzberg, Bischofsgrün, Marktredwitz, Fichtelberg, Rehau, Selb, Weißenstadt oder Wunsiedel. Die Kommunen sind auf die fünf Landkreise Wunsiedel, Bayreuth, Hof, Tirschenreuth und Kulmbach sowie die beiden Regierungsbezirke Oberfranken und Oberpfalz verteilt. Das Fichtelgebirge erhebt sich in Form eines nach Nordosten hin geöffneten Hufeisens auf über 1.000 Meter. Als europäische Hauptwasserscheide wird das Fichtelgebirge auch als Nabel Deutschlands beschrieben. Hier im Fichtelgebirge entspringen in einem Umkreis von 15 Kilometern die Quellen der vier bedeutenden Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und verbinden die Region mit den großen Strömen und Meeren Europas. Zu den größten Seen der Region gehören der Weißenstädter See, die Förmitztalsperre, der Untreusee, der Fichtelsee und der Nageler See.

    2. Geschichte
    Das Fichtelgebirge blickt auf eine lange geschichtliche Besonderheit zurück: Bezeichnend für die Region ist die Jahrhunderte andauernde, fehlende politische und wirtschaftliche Einheit. Im 15. Jahrhundert entstanden die sechs Verwaltungsbezirke Wunsiedel, Hohenberg, Weißenstadt, Kirchenlamitz, Thierstein und Selb und bildeten das sogenannte „Sechsämterland“. Das Sechsämterland ist heute geografisch nahezu identisch mit dem Landkreis Wunsiedel.
    Während die „steinreiche Ecke Bayerns“ im Mittelalter zum lukrativsten Bergbaugebiet Europas avancierte und vor allem der Abbau von Eisenerz zur wirtschaftlichen Bedeutung der Region beitrug, ist in den letzten 200 Jahren ein anderes Gut zur wichtigsten Einnahmequelle geworden – das Porzellan. Die aufstrebende Porzellanindustrie des 19. Jahrhunderts trug maßgeblich zur Industrialisierung der Region bei. Noch heute verleihen namhafte Hersteller wie Rosenthal oder Hutschenreuther durch die Produktion des „Weißen Goldes“ der Region entlang der Porzellanstraße hohes internationales Ansehen.

    3. Sport und Aktivitäten
    Wandern und Bewegung in der Natur:
    Die Aktivregion Fichtelgebirge besitzt ein 3.600 Kilometer umfassendes Wanderwegenetz. Stille Täler, dunkle Fichten- und Buchenwälder, einzigartige Stein- und Felsformationen laden zum Entdecken und Erholen ein. Der 425 Kilometer lange Qualitätswanderweg „Fränkischer Gebirgsweg“ verbindet das Fichtelgebirge mit den drei Wandergebieten Naturpark Frankenwald, Fränkische Schweiz und Frankenalb. Auf weitestgehend Natur belassenen Wegen mit detaillierter Beschilderung wandern Aktivurlauber vorbei an Burgruinen, prunkvollen Schlössern und harmonisch in die Landschaft eingebetteten Kirchen. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten laden zu mehrtägigen Touren über die Gipfel des Waldsteins, des Epprechtsteins, des Kornberges oder der Kösseine ein. Der Fränkische Gebirgsweg verläuft sanft an- und absteigend, während der Schneeberg und der Ochsenkopf mit über 1.000 Metern Höhe für aktive Gipfelstürmer ideale Voraussetzungen bieten.
    Rundwanderwege sowie mehrere Themenwanderwege erinnern an berühmte Besucher wie Johann Wolfgang von Goethe oder Jean Paul. Der 200 Kilometer lange Jean-Paul-Wanderweg führt durch Orte und Landschaften, die das Leben des in Wunsiedel geborenen Dichters prägten. Mehr als 150 Aphorismen- und Texttafeln mit Zitaten des Dichters säumen den Wegesrand von Joditz und Schwarzenbach an der Saale über Wunsiedel bis Bayreuth und widmen jedem Streckenabschnitt unterschiedliche literarische Themen.
    Darüber hinaus gibt es im Fichtelgebirge noch weitere vom deutschen Wanderverband zertifizierte Qualitätswege, wie den Goldsteig, das Fränkische Steinreich, den Panoramaweg in Bischofsgrün, den Rundwanderweg „Weißmain-Ochsenkopf-Steig“ und den ersten nach den Kriterien des deutschen Wanderverbandes zertifizierten Winterwanderweg in Deutschland.

    Inmitten der Erlebnisregion Ochsenkopf stehen die erste Sommersprungschanze der westlichen Welt, die Rollerski-Bahn und die Sommerrodelbahn Bischofsgrün. Die über einen Kilometer lange Strecke mit zehn Steilkurven bietet rasanten Rodelspaß für Groß und Klein. Dazu findet sich an gleicher Stelle der Alpin Coaster, eine wetterunabhängige schienengeführte Ganzjahresrodelbahn. Adrenalinkicks finden Aktivurlauber auf der Dévalkart-Bahn in Warmensteinach. Dévalkarts sind unmotorisierte kleine Fahrzeuge, die an einem Skilift den Berg hinaufgezogen werden, um anschließend den Hang hinunter zu fahren, wobei die Geschwindigkeit und Richtung je nach Actionlust vom Fahrer allein gesteuert wird.

    Tourenradfahren, Mountainbiken, E-Biken:
    Aktivurlauber erkunden die Region auf zahlreichen Rad-, E-Bike- und Mountainbiketouren unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Der Main-Radweg ermöglicht Genussradeln auf über 600 Kilometern Gesamtlänge abseits der Hauptstraßen und führt entlang des im Fichtelgebirge entspringenden Weißen Mains bis zur Mündung nach Mainz. Bahntrassenradeln, auch auf gemieteten E-Bikes, ist entlang alter Bahntrassen zwischen Tröstau im Fichtelgebirge und Asch in Tschechien möglich. Der Brückenradweg Bayern-Böhmen ist 42 Kilometer lang und mit dem Main-Radweg sowie dem Wallenstein-Radweg verbunden. Vier Flüsse fließen hier in die vier Himmelsrichtungen und bilden ein einzigartiges Radwegenetz europäischen Ausmaßes: Der Main entspringt am Ochsenkopf und fließt nach Westen in den Rhein; die Naab hat ihre Quelle ebenfalls am Ochsenkopf und fließt nach Süden in die Donau; die Saale entspringt am Waldstein und fließt nach Norden in die Elbe; die Egerquelle befindet sich am Nordhang des Schneeberges und mündet bei Litomerice in die Elbe. Mountainbiketouren führen auf den Großen Waldstein, auf den Schneeberg, die Kösseine oder durch den Steinwald. Das Cube- Testcenter Bullhead House mit Mountainbike-Schule gewährleistet für jeden Sportler das passende Fahrrad und den passenden Kurs. Gänzlich auf E-Bikes eingestellt ist das Café und Guiding Unternehmen Fichtelrad, das an der Talstation Nord und in Weißenstadt einen großen Verleih und geführte E-Bike Touren anbietet.

    Eine besondere Attraktion für Mountainbiker sind die single trails am Ochsenkopf. Darunter eine 2,3 Kilometer lange Downhillstrecke, die sich für Profi-Mountainbiker ebenso wie für weniger geübte Fahrer eignet. Zahlreiche für das Fichtelgebirge typische Fels-, Wurzel- und Steinpassagen sind in die wechselnden Steil- und Flachpassagen eingebaut und bieten abwechslungsreichen Nervenkitzel. Der Technik Parcours am unteren Abschnitt des Geländes dient dem Anfänger als Einstieg und geübten Fahrern zur technischen Verfeinerung. Weiterhin bietet das Fichtelgebirge große E-Mountainbike Verleihstationen mit Guiding an. Darüber hinaus verbindet das Gesamtnetz an Fahrradbussen von Fichtelgebirge-mobil und Frankenwald-mobil die weitverzweigten Wege der Region.
    Ein neues hochmodernes Mountainbike-Zentrum gibt es auf dem Kornberg.

    Wintersport:
    Die Skigebiete der Aktivregion Ochsenkopf liefern auf bis zu 1.000 Metern Höhe Pistenspaß, auch dank Beschneiungsanlagen auf dem Ochsenkopf Nordhang sowie in Mehlmeisel, Bischofsgrün und Warmensteinach. Die Skipisten sind teilweise mit Flutlichtanlagen ausgestattet und ermöglichen Skivergnügen bis spät in den Abend. In der Skischule Nordbayern lernen Anfänger mit einer weltweit einzigartigen Lehrmethode mit Lerngarantie innerhalb einer Woche das Skifahren. Ökologisch geführte Skiwanderungen, nachhaltige Schneeschuh-Rundwanderungen und Einsteiger- Schnuppertouren führen durch die urigen verschneiten Wälder der Erlebnisregion.

    Langläufern stehen über 255 Kilometer DSV-klassifizierte Loipen zur Verfügung. Eine flexible Routenplanung und Übersicht dieser, bietet die neue interaktive Karte. Der Nordic-Park Fichtelgebirge bietet von einfachen Wanderloipen und Fitnessloipen bis hin zu anspruchsvollen Sportloipen jedem Aktivurlauber das passende Niveau. Neben Eisstockschießen und Eislaufen begeistern die traditionellen Winterrodelhänge und Naturrodelbahnen nahe der Luisenburg in Wunsiedel, Fleckl und im Familienland Mehlmeisel, wo auch Familienabfahrten auf Groß und Klein warten. Beim Schneemannsfest in Bischofsgrün, wird alljährlich Deutschlands größter Schneemann gebaut und anschließend gebührend gefeiert. Die Adventszeit ist geprägt von einigen traditionellen und modernen Weihnachtsmärkten. So bestaunen Besucher in Marktredwitz beim traditionellen „Krippenschauen“ teils wohnzimmergroße Landschaftskrippen auf dem Marktredwitzer Krippenweg oder vergnügen sich auf modernen Veranstaltungen wie dem Bayreuther Winterdorf.

    4. Kultur
    Kunst und Kultur prägen die Freizeitgestaltung in der Ferienregion Fichtelgebirge. Die renommierten Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth finden seit 1876 alljährlich von Ende Juli bis Ende August im Festspielhaus auf dem Grünen Hügel statt. Das UNESCO Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus, einer der imposantesten Theaterbauten des 18. Jahrhunderts, zeugt noch heute vom Leben und den künstlerischen Neigungen der Markgräfin Wilhelmine, der Schwester von Friedrich dem Großen. Seit über 60 Jahren fördert das Festival Junger Künstler in Bayreuth und Warmensteinach aufstrebende nationale und internationale Nachwuchskünstler. Auf Deutschlands ältester Naturbühne in Wunsiedel – die seit 1914 von professionellen Schauspielern bespielt wird – finden jährlich von Ende Mai bis Ende August die Luisenburg-Festspiele statt. Das Event ist mit 150.000 Zuschauern pro Saison das kulturelle Highlight der Region. Anschließende Entspannung findet der Kulturbesucher im nahe gelegenen Bürgerpark auf dem Katharinenberg Wunsiedel, der ältesten von Bürgern errichteten Parkanlage in Bayern. Ebenso in Wunsiedel feiern die Bürger am Wochenende vor Johanni (24. Juni) alljährlich das Brunnenfest. Sie schmücken in aufwendiger Kleinarbeit 36 Brunnen mit Blumen, Lämpchen und Kerzen. Bei Einbruch der Dunkelheit ziehen Musikanten von Brunnen zu Brunnen und bringen ein Ständchen dar.

    Während der Sommermonate bespielt die Studiobühne Bayreuth die historischen Spielstätten der Markgräfin Wilhelmine wie beispielsweise das Römische Theater in der Eremitage und das Hoftheater im Steingraeber-Palais mit klassischen Stücken der Theaterliteratur. Die Felsenbühne Waldstein begeistert mit historischem Freilichttheater inmitten der Natur des Großen Waldstein. Die Aufführungen des Bad Bernecker Kultursommers in den Kolonnaden im Kurpark und auf der Romantikbühne des Ortes sprechen neben Theaterbegeisterten auch Musical-, Chansons-, und Kabarettfans sowie kleine Gäste an. Liebhaber des Volkstheaters kommen von Arzberg über Kemnath und Marktredwitz bis Zell im Fichtelgebirge auf ihre Kosten, denn alle Mitgliedergemeinden betreiben eigene, kleine Theatergruppen, die das volkstümliche, ursprüngliche Theater liebevoll am Leben erhalten.

    Berühmte Namen wie Jean-Paul und Franz Liszt sind eng mit der kulturellen Landschaft des Fichtelgebirges verbunden. Literaturbegeisterte tauchen im Jean-Paul-Museum in Bayreuth in die romantische Welt des Dichters ein. Das Franz-Liszt-Museum beleuchtet das Leben und Schaffen des berühmten Komponisten und Schwiegervaters von Richard Wagner. Filmfans freuen sich während der Internationalen Grenzland-Filmtage in Selb über 50 Kurz-, Kinder-, Spiel- und Dokumentarfilme sowie über die Neuheiten der Filmbranche auf den Hofer Filmtagen. Weitere Kulturhighlights sind etwa die überregional bekannten Hofer Symphoniker und das Theater in Hof.

    In der Basilika Waldsassen, eine der bedeutendsten Barockkirchen Süddeutschlands, genießen Besucher bei den Basilikakonzerten die einmalige Verbindung von Musik und Architektur und entdecken bei einer Führung durch die angrenzende Klosterbibliothek die kostbare Schnitzkunst des berühmten Bibliothekssaals. Architekturinteressierte erleben im Freilandmuseum Grassemann in Warmensteinach die typische, bis ins 19. Jahrhundert vorherrschende Bauweise des einstöckigen Holzhauses. Die authentische Inneneinrichtung illustriert den Lebensalltag der Fichtelgebirgs-Bewohner aus vergangener Zeit. Das Oberfränkische Bauernhofmuseum Kleinlosnitz ist ein Freilichtmuseum zur Regionalgeschichte der Landwirtschaft. Kern des Museums ist der Dietel-Hof, einer der letzten weitestgehend original erhaltenen Vierseithöfe in Oberfranken. Das Bauernhofmuseum zeigt in seinen verschiedenen Ausstellungen die bäuerliche Innenausstattung der Wohnräume und Gerätschaften zur historischen Bearbeitung von Feldern und Wiesen. Der langen Tradition der Landwirtschaft in der Region widmet sich das Volkskundliche Gerätemuseum in Arzberg. Das Fichtelgebirgsmuseum – Bayerns größtes Regionalmuseum – gewährt Besuchern Einblicke in die Geschichte, Natur, Lebensweise und Brauchtümer der Region. Das Erika-Fuchs-Haus, Museum für Comic und Sprachkunst, in Schwarzenbach an der Saale zeigt in der Dauerausstellung das Leben und Werk der Wahlfichtelgebirglerin Erika Fuchs, die Comicgeschichten rund um Donald Duck und Mickey Maus übersetzt hat, und stellt ihr Schaffen in den Kontext allgemeiner Comicgeschichte.

    5. Kulinarisches
    Wildwachsende Kräuter und Blüten wie Giersch, Bärwurz oder Hirschholunder säumen das Wiesenbild des Fichtelgebirges und werden von hiesigen Köchen zu hochwertigen Kreationen wie fränkischen Kartoffelpralinen und Wiesenkräutersalat mit Löwenzahnöl verarbeitet. Regelmäßig stattfindende Seminare mit qualifizierten Referenten, Kochkurse, Kräuterführungen und Exkursionen machen die Genussregion Fichtelgebirge mit ihrer Qualitätsgastronomie erleb- und erschmeckbar. Qualitätsbewusste Genießer lernen die Gegend mit ihren regionalen Speisen wie Fichtelgebirgsforelle oder Sauerbraten mit Lebkuchensoße kennen. Die Lebkuchenmanufaktur Leupoldt in Weißenstadt stellt seit über 100 Jahren den würzigen Soßenkuchen her, der unabdingbar für echten fränkischen Sauerbraten ist. Hochwertige Vollkornbrote und Pumpernickel vornehmlich aus Roggen werden von der Weißenstädter Firma PEMA produziert, deren Produkte durch die regionale Herkunft des Getreides und die traditionsbewusste Herstellung geprägt sind. Concept Stores wie „Laura“ und „Franz“ vertreiben diese Produkte und bieten zugleich Verkostungen, Videopräsentationen, Kochvorführungen, Ernährungsinformationen und die Vermittlung von Produktkenntnissen. Ein besonderes Highlight stellt dabei das poetisch-pädagogische Informationszentrum Rogg-In dar, welches das „Gold der Region“ für Groß und Klein in einem modern gestalteten Museum zeigt. Das Gebiet rund um Wunsiedel, das ehemalige Sechsämterland, verdankt seine Bekanntheit heute vor allem einem lokalen Produkt: Der Wunsiedeler Pharmazeut und Destillateur Gottlieb Vetter entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts einen regionalen Kräuterlikör, dessen Namen auf die markgräfliche Verwaltungsordnung zurückgeht – der Sechsämtertropfen. In Oberfranken gibt es die meisten Bäckereien, Konditoreien, Metzgereien und Brauereien der Welt. Zudem trägt die Gegend den Titel „Immaterielles Kulturerbe Genussregion Oberfranken“. Feine Spirituosen aus typischen Fichtelgebirgspflanzen erwerben Gäste zum Beispiel in Sack’s Destille in Weißenstadt, die seit 135 Jahren regionale Destilate produziert. Nach einem selbst auferlegten Reinheitsgebot enthalten die mehrfach ausgezeichneten Schnäpse wie Fichtelgold oder Vogelbeerenschnaps neben Beeren, Obst und Kräutern ausschließlich reinen Alkohol und Wasser aus dem Granitgebirge. Mit dem „Illegal Gin“ hat Destillateur Marcel Völkel nun auch Gin aus dem Fichtelgebirge im Sortiment.

    6. Die Geolandschaft Fichtelgebirge
    Das Fichtelgebirge mit seinen seltenen Mineralienvorkommen ist unter Gesteins- und Mineraliensammlern ein besonderes Ausflugsziel. 90 Prozent aller weltweit vorkommenden Gesteinsarten, darunter Marmor, Basalt, Lehm, Speckstein oder Ton, finden sich im Fichtelgebirge. Fast die Hälfte der Fläche des Fichtelgebirges, 380 Quadratkilometer, besteht aus dem markantesten Stein der Region, dem Granit, für den die Wollsackverwitterung ein typisches Erscheinungsbild ist. Diese Verwitterungsart bewirkt, dass sich das Gestein in Form von gefüllten Wollsäcken stapelt. Heute ist das Phänomen der rundlichen Wollsackverwitterung besonders im größten Felsenlabyrinth Europas in Wunsiedel sowie am Großen Waldstein sichtbar.

    Dank seiner natürlichen Gesteinsvorkommen avancierte das Fichtelgebirge während des Mittelalters zum bedeutendsten Bergbaugebiet in Europa. Die Weiterverarbeitung der Produkte erfolgte in Hammerwerken, die zur Kühlung der Schmelzöfen stets nahe an natürlichen Wasservorkommen errichtet wurden. Das Hammerschloss bei Tröstau zeugt von der langen Bergbautradition, die erst während des Dreißigjährigen Kriegs ihren Niedergang erfuhr.

    Nähere Informationen über die Gewinnung, Verarbeitung und den Transport des „Werkstoffes Granit“ verrät der eigens angelegte Steinbruchweg rund um den Epprechtstein. Der knapp vier Kilometer lange Rundweg führt vorbei an den insgesamt sechs Steinbrüchen und verschiedenen Stationen wie etwa der Verladerampe. Am Ende des Ausflugs wartet das 34 mal 34 Meter große Granitlabyrinth mit 180 Granitquadern auf Versuchsfreudige.

    Geologische Lehrpfade wie der Alexander von Humboldt-Lehrpfad in Goldkronach beleuchten die Geschichte des Bergbaus und die Entstehung des Gebirges. Der bekannte deutsche Naturforscher war von 1793 bis 1796 im Bergamtsrevier Goldkronach tätig und verschaffte der Bevölkerung Arbeit und Wohlstand, in dem er den Abbau von Gestein wiederaufnehmen ließ. Der Humboldtweg führt durch das ehemalige Bergbaugebiet zu 40 noch heute existierenden Bergbaustationen wie der Schmutzler- und Fürstenzeche oder dem Bergbau- und Heimatmuseum.
    Das 500 Jahre alte Bergwerk Gleißinger Fels in Fichtelberg ist das einzige begehbare Silbereisen-bergwerk der Welt. Nach einer aufwändigen Renovierung und dem Neubau eines modernen Besucher-zentrums eröffnete es erst vor kurzem wieder seine Pforten. Gemeinsam mit einem erfahrenen Guide geht es während der 45-minütigen Führung rund 40 Meter hinab in den guterhaltenen Stollen, wo enge Gänge und eindrucksvolle Blicke in die Tiefe auf die kleinen und großen Teilnehmer warten.

    7. Die Familienregion Fichtelgebirge
    Familien erwartet im Fichtelgebirge eine große Auswahl an abwechslungsreichen Aktivitäten. Zahlreiche Wanderwege und Radtouren sind für Familien geeignet, spannende Museen machen Lust auf Kultur und entführen beispielsweise im Erika-Fuchs-Haus in die Welt von Donald Duck. Im Wildpark Waldhaus Mehlmeisel erleben Besucher kleine und große Waldbewohner live in Aktion. Freibäder in der Natur, Moorbäder sowie zahlreiche Seen sorgen für die nötige Abkühlung im Sommerurlaub. In der kalten Jahreszeit versprechen Rodelhänge und familienfreundliche Skigebiete einen gelungenen Aufenthalt.

    8. Die Porzellanwelt Fichtelgebirge
    Die lange Porzellantradition des Fichtelgebirges ist europaweit einzigartig. Im Jahr 1814 gründete Carolus Magnus Hutschenreuther die erste Porzellanmanufaktur in Nordbayern. Seither gilt das Fichtelgebirge als Heimat des „Weißen Goldes“. Entlang der Porzellanstraße finden sich international bekannte Hersteller wie Rosenthal, Hutschenreuther, Walküre, Seltmann, Arzberg, Bauscher und Dibbern. Die knapp 20 regionalen Hersteller produzieren heute 80 Prozent des gesamten Gastronomie-Porzellans in Deutschland. Alle renommierten Marken laden im Fichtelgebirge zu hochwertigen Werksverkäufen und Betriebsbesichtigungen ein.

    In Selb und Hohenberg an der Eger befindet sich Europas größtes Porzellanmuseum: Das staatliche Museum für Porzellan. Das Porzellanikon Selb ist in einer 1969 stillgelegten ehemaligen Rosenthal-Fabrik untergebracht und beherbergt auf 8.000 Quadratmetern das Europäische Industrie Museum für Porzellan, das Europäische Museum für Technische Keramik und das Rosenthal Museum. Unter dem Motto „Vier Museen, zwei Standorte, ein Thema“ beleuchten die Spezialmuseen nicht nur die Entstehungs- und Produktionsgeschichte des Porzellans in Europa und im deutschsprachigen Raum, sondern informieren auch umfassend über die technischen Rahmenbedingungen in den Manufakturen und Industriebetrieben.

    Porzellan zum Anfassen gibt es bei Modellier- und Malkursen oder auf dem Porzellinerfest in der Selber Innenstadt. Der längste und größte Porzellanflohmarkt Europas findet jährlich jeweils am ersten Augustwochenende statt und bietet neben Kaufmöglichkeiten auch umfassende Informationen rund um das Weiße Gold.

    9. Unterkünfte
    Im Fichtelgebirge finden Gäste für jeden Geldbeutel und Geschmack die passende Bleibe. So erleben sie echte Gastfreundschaft in den familiengeführten Pensionen, fühlen sich in den liebevoll gestalteten Gast- und Ferienhäusern aus heimischen Holz wie zu Hause, übernachten in urigen Hütten, sind der Natur auf idyllischen Campingplätzen nah, erleben Abenteuer auf kinderfreundlichen Bauernhöfen, genießen komfortable Auszeiten in luxuriösen Chalets und erholen sich in den Spa-Bereichen erstklassiger Resorts. Dank der unmittelbaren Nähe aller Unterkünfte zu zahlreichen Erlebnissen in der Mittelgebirgsregion kommen aktive Urlauber beim Wandern, Radeln oder Skifahren genauso auf ihre Kosten wie Wellnessfans in den hiesigen Thermen oder Kulturliebhaber bei verschiedenen Aufführungen und Museumsbesuchen.
    Campingfans haben im Fichtelgebirge vielfältige Auswahlmöglichkeiten und genießen Komfort in familiärer Atmosphäre inmitten der beeindruckenden Natur. So befinden sich ganzjährig geöffnete Sommer- und Wintercampingplätze in idyllischer Lage direkt an schönen Fichtelgebirgsseen oder umgeben von Fichtenwäldern und Wiesentälern.

    10. Shopping
    Entlang der Autobahnen A9 und A93 befinden sich die Outletmeilen Oberfrankens. Verkehrsgünstig gelegen, betreiben bekannte Marken wie beispielsweise arena Bademoden, feiler Frottier, sigikid und Schiesser eigene Werksverkäufe mit bis zu 70 Prozent Ersparnis.

    Die Outlets der renommierten Porzellanhersteller wie Rosenthal, Arzberg und Hutschenreuther in Selb laden zu preisbewussten Einkäufen ein. Hochwertige Ware der letzten Saison, vom Einzelstück bis zum neuen Service sowie Aktionsware, werden zu stark reduzierten Preisen verkauft. Auf dem Gelände der ehemaligen Heinrich Porzellanfabrik finden Besucher das OutletCenter Selb. Bis 2023 wird die Verkaufsfläche von knapp 7.000 auf 11.800 Quadratmeter erweitert, auf der dann 60 Marken-Shops verschiedenster Branchen und eine vielfältige Gastronomie auf die Besucher warten.

    In Schwarzenbach finden Klamottenliebhaber Textilien aus heimischer Produktion in der Manufaktur „anna blume“ oder erwerben dort liebevoll bedruckte „Fichtelsachen“ von Cap bis Zip-Hoodie mit Sprüchen wie „Life is better in the Fichtelmountains“ bei der Textilveredelung „shirteria“. Nachhaltige sportliche Kleidung, fair und vegan im Fichtelgebirge produziert, gibt es bei bleed clothing in Helmbrechts.

    Naschkatzen kaufen in der Nascherie Münchberg edle Trüffelpralinen, handgeschöpfte Schokolade und Feingebäck direkt beim Hersteller. Feine Spirituosen wie Fichtelgold, Kräuterlikör, Berggeist oder Magenbitter aus der Region gibt es in Sack’s Destille in Weißenstadt.

    11. Anreise
    Mit dem Auto:
    Autobahn A9 bis Ausfahrt Bad Berneck/Himmelkron, Bayreuth oder Marktschorgast oder Autobahn A 93 bis Ausfahrt Hof, Wunsiedel oder Marktredwitz mit Anschluss an die Bundesstraßen B303 und B15.

    Mit dem Zug:
    Das Fichtelgebirge ist hervorragend mit der Bahn zu erreichen. So bieten die Eisenbahnknotenpunkte Marktredwitz oder Bayreuth Anbindung an Eger, Regensburg, Nürnberg, München, Hof, Dresden, Leipzig sowie an die regionalen Bahnhöfe Neuenmarkt-Wirsberg, Münchberg, Selb und Mitterteich.

    Mit dem Bus:
    Das Fichtelgebirge ist an das Fernbusnetz mit Haltestellen in Bayreuth, Hof, Marktredwitz und Münchberg angeschlossen. Von Bayreuth fährt der OVF in allen wichtigen Gemeinden der Region (www.ovf.de). Eine Gesamtübersicht der Verkehrsanbindungen bietet die Verkehrsgemeinschaft Fichtelgebirge (www.vgf-web.de). Weiterhin ist das Fichtelgebirge in die Verkehrsgemeinschaft Nürnberg eingebunden und bietet Zugang in die große fränkische Metropolregion. Das Gesamtnetz an Fahrrad- und Wanderbussen von Fichtelgebirge-mobil und Frankenwald-mobil verbindet zudem die weitverzweigten Wege der Region.

    12. Über die Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V.
    Die Tourismuszentrale ist zuständig für die touristische Vermarktung der Ferienregion Fichtelgebirge. Die Vereinsmitglieder sind die fünf Landkreise und die 54 Kommunen sowie weitere Einzelmitglieder zusammengesetzt aus Hotels, Museen, Institutionen sowie gewerblichen Betrieben. Geschäftsführer der Tourismuszentrale ist Ferdinand Reb.

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