• Bayerisch-Schwaben • Story Lines

    Das Kulinarische Erbe von Bayerisch-Schwaben

    Schon der Name verspricht quasi doppelten Genuss: Bayerische und schwäbische Spezialitäten auf einem Teller vereint. Beide Kulturen stehen für eine köstliche, gutbürgerliche Küche. Dabei ist Bayerisch-Schwaben mehr als der Mix aus Knödeln und Spätzle. Ein Blick auf die Jahrhunderte alten Spezialitäten der Region, von Nördlinger Stabenwurst über Rieser Bauerntorte und Ox aus dem Wittelsbacher Land bis hin zum Augsburger Zwetschgendatschi oder Lechtaler Lamm.

    Spezialitäten aus dem Ries

    Der Norden Bayerisch-Schwabens gilt als die Kornkammer der Region. Hier, wo vor Tausenden von Jahren ein Meteorit einschlug und das Landschaftsbild für immer veränderte, ist die Erde fruchtbar. Schon die Römer bauten im Ries Getreide an, um damit die Soldaten am nahen Limes mit Brot zu versorgen. Heute ist die Region für den Geopark Ries bekannt, den man alleine, mit Ranger, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Und auch kulinarisch gibt es hier zwei leckere Besonderheiten, die man sich bei einem Besuch keinesfalls entgehen lassen sollte.  Rezepte und mehr Informationen zum Kulinarischen Erbe in Bayerisch-Schwaben.

    Die Nördlinger Stabenwurst

    Aus Nördlingen kommt die Stabenwurst, die seit dem 15. Jahrhundert auf dem „Stabenfest“ verkauft wird. Staben sind mit Blumen geschmückte Stäbe, die von Kindern bei einem Umzug durch die Stadt getragen werden. Die Nördlinger Stabenwürste haben einen Durchmesser von knapp zwei Zentimetern. Mit einer Länge von bis zu 25 Zentimeter sind sie deutlich länger als herkömmliche Rostbratwürste. Die Stabenwurst wird roh verkauft und sollte daher noch am Tag ihrer Herstellung gegrillt oder gebraten werden. In Nördlingen kann man sie auf dem Wochemarkt kaufen oder in den örtlichen Metzgereien Schlecht, Goschenhofer, Trüdinger oder Hülsenbeck. Im nahen Harburg verkauft diese Spezialität die Landmetzgerei Münzinger.

    Die Rieser Bauerntorte

    Perfekt für den gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ist die Rieser Bauerntorte, die ihre Heimat ebenfalls im Nördlinger Ries hat. Der Kuchen aus Hefeteig ist rund und flach, mit Apfelmus gefüllt und wird meist zu besonderen Anlässen wie Taufen, Hochzeiten oder Geburtstagen gebacken. Das Rezept für diesen gedeckten Apfelkuchen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Damals schnitten die Katholiken und Evangelen unterschiedliche Muster in den Teigdeckel, die katholische Bauerntorte bekam ein Rautenmuster, der Deckel der evangelischen Variante wurde meist individuell und etwas kunstvoller verziert. Wer die original Rieser Bauerntorte vor Ort kosten möchte, kann sie zum Beispiel in der Bäckerei Weißgerber in Wallerstein oder in Mayer's Backstube in Harburg kaufen.

    Ochsenbraten aus dem Wittelsbacher Land

    Das Wittelsbacher Land im östlichen Bayerisch-Schwaben wartet mit einer Spezialität auf, die ihren Ursprung im späten Mittelalter hat. Damals stieg die Einwohnerzahl der großen Städte wie Augsburg und Nürnberg stark an und damit auch der Lebensmittelbedarf. Der Handel mit Ochsen aus Ungarn florierte. Bis zu 8000 Grauochsen wurden jährlich aus der ungarischen Tiefebene rund 600 Kilometer weit bis Augsburg getrieben. Heute kann man diesen „altbaierischen Oxenweg“ zu Fuß oder mit dem Rad erkunden – oder eben kulinarisch. In vielen Gasthäusern der Region, wie etwa dem Gasthof Goldener Stern in Rohrbach oder in Kühners Landhaus in Kissing stehen spezielle Ochsengerichte auf der Speisekarte.

    Der Zwetschgendatschi aus Augsburg

    Datschiburg wird Augsburg manchmal liebevoll genannt – auf Grund der örtlichen Spezialität, dem Zwetschgendatschi. Das alte Dialektwort ‚datschen' oder ‚detschen' bedeutet ‚hineindrücken'. Und damit ist der Zwetschgendatschi auch schon erklärt: Die kleinen Pflaumen werden aufgeschnitten, entkernt und auf den Hefeteig auf dem Kuchenblech gedrückt. Das kreative Auge erkennt in der aufgeschnittenen Zwetschge die Zirbelnuss des Augsburger Wappens. Die „Datschiburger“ backen ihren Datschi übrigens im Spätsommer, wenn die Früchte richtig reif und saftig sind, und servieren ihn noch warm mit Sahne und Zimt bestreut (Rezept). Manch einer kauft ihn aber auch, zum Beispiel im Café Dichtl oder der Konditorei Euringer.

    Spätzle aus dem Schwäbischen Donautal

    Spätzle sind in allen Teilen Schwabens so etwas wie ein Grundnahrungsmittel, egal ob als Beilage zu Fleischgerichten oder als Hautspeise mit Käse oder sogar in der süßen Variante. So unterschiedlich sie zubereitet werden sind auch ihre Namen. Je nach Region heißen sie Spatzen, Spätzen, Späätzla, Knöpflein oder Knöpfle. Und sie werden ebenso unterschiedlich hergestellt: geschabt, gepresst, gehobelt oder geschnitten. Sie können klein und fast rund oder länglich sein. Bekannt sind die Spätzle mindestens seit dem 17. Jahrhundert. Sie tauchen sogar im Märchen der „7 Schwaben“ auf. Frische Spätzle zu kaufen gibt es beispielsweise bei Settele in Neu-Ulm oder in Inas Landküche in Holzheim. Zum Spätzle-Rezept.

    Das Weidelamm aus dem Lechtal

    Südlich von Augsburg, auf den Heiden entlang des Lechs, grasen seit Jahrhunderten Schafe. In der Blütezeit der Wanderschäferei, im 19. Jahrhundert, waren es jährlich über 50.000 Tiere. So entstand die typische offene Lechtal-Landschaft mit über 500 Pflanzen- und seltenen Insektenarten. Heute sind es nicht mehr ganz so viele Schafe, wie damals. Natürlich hat sich aus dieser Tradition auch eine Spezialität entwickelt: das Lechtaler Lamm. Die Wirte der Region zaubern daraus so köstliche Gerichte wie etwa eine Lammhaxe mit Kirschsoße. Frisches Lechtal Lammfleisch gibt es unter anderem beim Schäfer Hartl in Affing-Mühlhausen oder in der Metzgerei Hörmann in Rehling. Zum Rezept für Lammhaxe mit Kirschsoße

    Das Augsburger Bier

    Lange bevor es die Stadt München überhaupt gab, wurde in Augsburg bereits Bier gebraut. Im Jahr 1156 erhielt Augsburg das Stadtrecht und eine Rechtsverordnung, in der auch die Bierqualität des Augsburger Bieres erwähnt wurde. Das „Augsburger Reinheitsgebot“ ist damit 360 Jahre älter als das Bayerische Reinheitsgebot, das Herzog Wilhelm IV. von Bayern 1516 erließ. Bis heute genießt das Augsburger Bier einen exzellenten Ruf und sollte bei einem Besuch in der Fuggerstadt unbedingt probiert werden, zum Beispiel im Brauhaus Riegele, einer der ältesten Privatbrauereien Augsburgs (seit 1386), oder beim Hasen-Bräu, wo seit 1464 aus den klassischen Zutaten Malz, Hefe, Hopfen und Wasser Bier gebraut wird.

Das Kulinarische Erbe von Bayerisch-Schwaben • Medien-Informationen

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Das Kulinarische Erbe von Bayerisch-Schwaben • Hintergrundtexte

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Das Kulinarische Erbe von Bayerisch-Schwaben • Story Lines

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Das Kulinarische Erbe von Bayerisch-Schwaben • Pressestimmen

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Das Kulinarische Erbe von Bayerisch-Schwaben • Bilder

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Das Kulinarische Erbe von Bayerisch-Schwaben • Multimedia

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    Das Kulinarische Erbe von Bayerisch-Schwaben

    Schon der Name verspricht quasi doppelten Genuss: Bayerische und schwäbische Spezialitäten auf einem Teller vereint. Beide Kulturen stehen für eine köstliche, gutbürgerliche Küche. Dabei ist Bayerisch-Schwaben mehr als der Mix aus Knödeln und Spätzle. Ein Blick auf die Jahrhunderte alten Spezialitäten der Region, von Nördlinger Stabenwurst über Rieser Bauerntorte und Ox aus dem Wittelsbacher Land bis hin zum Augsburger Zwetschgendatschi oder Lechtaler Lamm.

    Spezialitäten aus dem Ries

    Der Norden Bayerisch-Schwabens gilt als die Kornkammer der Region. Hier, wo vor Tausenden von Jahren ein Meteorit einschlug und das Landschaftsbild für immer veränderte, ist die Erde fruchtbar. Schon die Römer bauten im Ries Getreide an, um damit die Soldaten am nahen Limes mit Brot zu versorgen. Heute ist die Region für den Geopark Ries bekannt, den man alleine, mit Ranger, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Und auch kulinarisch gibt es hier zwei leckere Besonderheiten, die man sich bei einem Besuch keinesfalls entgehen lassen sollte.  Rezepte und mehr Informationen zum Kulinarischen Erbe in Bayerisch-Schwaben.

    Die Nördlinger Stabenwurst

    Aus Nördlingen kommt die Stabenwurst, die seit dem 15. Jahrhundert auf dem „Stabenfest“ verkauft wird. Staben sind mit Blumen geschmückte Stäbe, die von Kindern bei einem Umzug durch die Stadt getragen werden. Die Nördlinger Stabenwürste haben einen Durchmesser von knapp zwei Zentimetern. Mit einer Länge von bis zu 25 Zentimeter sind sie deutlich länger als herkömmliche Rostbratwürste. Die Stabenwurst wird roh verkauft und sollte daher noch am Tag ihrer Herstellung gegrillt oder gebraten werden. In Nördlingen kann man sie auf dem Wochemarkt kaufen oder in den örtlichen Metzgereien Schlecht, Goschenhofer, Trüdinger oder Hülsenbeck. Im nahen Harburg verkauft diese Spezialität die Landmetzgerei Münzinger.

    Die Rieser Bauerntorte

    Perfekt für den gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen ist die Rieser Bauerntorte, die ihre Heimat ebenfalls im Nördlinger Ries hat. Der Kuchen aus Hefeteig ist rund und flach, mit Apfelmus gefüllt und wird meist zu besonderen Anlässen wie Taufen, Hochzeiten oder Geburtstagen gebacken. Das Rezept für diesen gedeckten Apfelkuchen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Damals schnitten die Katholiken und Evangelen unterschiedliche Muster in den Teigdeckel, die katholische Bauerntorte bekam ein Rautenmuster, der Deckel der evangelischen Variante wurde meist individuell und etwas kunstvoller verziert. Wer die original Rieser Bauerntorte vor Ort kosten möchte, kann sie zum Beispiel in der Bäckerei Weißgerber in Wallerstein oder in Mayer's Backstube in Harburg kaufen.

    Ochsenbraten aus dem Wittelsbacher Land

    Das Wittelsbacher Land im östlichen Bayerisch-Schwaben wartet mit einer Spezialität auf, die ihren Ursprung im späten Mittelalter hat. Damals stieg die Einwohnerzahl der großen Städte wie Augsburg und Nürnberg stark an und damit auch der Lebensmittelbedarf. Der Handel mit Ochsen aus Ungarn florierte. Bis zu 8000 Grauochsen wurden jährlich aus der ungarischen Tiefebene rund 600 Kilometer weit bis Augsburg getrieben. Heute kann man diesen „altbaierischen Oxenweg“ zu Fuß oder mit dem Rad erkunden – oder eben kulinarisch. In vielen Gasthäusern der Region, wie etwa dem Gasthof Goldener Stern in Rohrbach oder in Kühners Landhaus in Kissing stehen spezielle Ochsengerichte auf der Speisekarte.

    Der Zwetschgendatschi aus Augsburg

    Datschiburg wird Augsburg manchmal liebevoll genannt – auf Grund der örtlichen Spezialität, dem Zwetschgendatschi. Das alte Dialektwort ‚datschen' oder ‚detschen' bedeutet ‚hineindrücken'. Und damit ist der Zwetschgendatschi auch schon erklärt: Die kleinen Pflaumen werden aufgeschnitten, entkernt und auf den Hefeteig auf dem Kuchenblech gedrückt. Das kreative Auge erkennt in der aufgeschnittenen Zwetschge die Zirbelnuss des Augsburger Wappens. Die „Datschiburger“ backen ihren Datschi übrigens im Spätsommer, wenn die Früchte richtig reif und saftig sind, und servieren ihn noch warm mit Sahne und Zimt bestreut (Rezept). Manch einer kauft ihn aber auch, zum Beispiel im Café Dichtl oder der Konditorei Euringer.

    Spätzle aus dem Schwäbischen Donautal

    Spätzle sind in allen Teilen Schwabens so etwas wie ein Grundnahrungsmittel, egal ob als Beilage zu Fleischgerichten oder als Hautspeise mit Käse oder sogar in der süßen Variante. So unterschiedlich sie zubereitet werden sind auch ihre Namen. Je nach Region heißen sie Spatzen, Spätzen, Späätzla, Knöpflein oder Knöpfle. Und sie werden ebenso unterschiedlich hergestellt: geschabt, gepresst, gehobelt oder geschnitten. Sie können klein und fast rund oder länglich sein. Bekannt sind die Spätzle mindestens seit dem 17. Jahrhundert. Sie tauchen sogar im Märchen der „7 Schwaben“ auf. Frische Spätzle zu kaufen gibt es beispielsweise bei Settele in Neu-Ulm oder in Inas Landküche in Holzheim. Zum Spätzle-Rezept.

    Das Weidelamm aus dem Lechtal

    Südlich von Augsburg, auf den Heiden entlang des Lechs, grasen seit Jahrhunderten Schafe. In der Blütezeit der Wanderschäferei, im 19. Jahrhundert, waren es jährlich über 50.000 Tiere. So entstand die typische offene Lechtal-Landschaft mit über 500 Pflanzen- und seltenen Insektenarten. Heute sind es nicht mehr ganz so viele Schafe, wie damals. Natürlich hat sich aus dieser Tradition auch eine Spezialität entwickelt: das Lechtaler Lamm. Die Wirte der Region zaubern daraus so köstliche Gerichte wie etwa eine Lammhaxe mit Kirschsoße. Frisches Lechtal Lammfleisch gibt es unter anderem beim Schäfer Hartl in Affing-Mühlhausen oder in der Metzgerei Hörmann in Rehling. Zum Rezept für Lammhaxe mit Kirschsoße

    Das Augsburger Bier

    Lange bevor es die Stadt München überhaupt gab, wurde in Augsburg bereits Bier gebraut. Im Jahr 1156 erhielt Augsburg das Stadtrecht und eine Rechtsverordnung, in der auch die Bierqualität des Augsburger Bieres erwähnt wurde. Das „Augsburger Reinheitsgebot“ ist damit 360 Jahre älter als das Bayerische Reinheitsgebot, das Herzog Wilhelm IV. von Bayern 1516 erließ. Bis heute genießt das Augsburger Bier einen exzellenten Ruf und sollte bei einem Besuch in der Fuggerstadt unbedingt probiert werden, zum Beispiel im Brauhaus Riegele, einer der ältesten Privatbrauereien Augsburgs (seit 1386), oder beim Hasen-Bräu, wo seit 1464 aus den klassischen Zutaten Malz, Hefe, Hopfen und Wasser Bier gebraut wird.

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 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad WeiĂźenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose BroschĂĽren ĂĽber das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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