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    Hinweise für Reisende

    Die ERV zum Verhalten bei Tsunamis

    München, 08. November 2018

    Naturkatastrophen treffen Reisende meist unerwartet. So können zwar beispielsweise Unwetter oder Hurrikans durch gewisse Anzeichen und Wetterbedingungen vorhergesagt werden, andere Katastrophen wie Tsunamis entstehen dagegen wie aus dem Nichts. In diesen plötzlichen Notsituationen ist schnelles Handeln gefragt, um das eigene Leben – und das vieler anderer – zu retten. Birgit Dreyer, die Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung) weiß, was Reisende in gefährdeten Regionen und im tatsächlichen Notfall beachten sollten.

    Wie entsteht ein Tsunami?

    „Eine plötzliche Hebung oder Senkung des Meeresbodens kann Tsunamis zur Folge haben. Aber auch wenn große Erdmassen ins Wasser stürzen oder heftige Winde wüten, entstehen die mächtigen Wellen. Der häufigste Grund sind jedoch starke Erdbeben unter dem Meeresboden“, weiß die Reiseexpertin. Dabei schieben sich tektonische Platten der Erdkruste übereinander und verhaken sich. Dadurch kommt es zu Spannungen, die sich schlagartig entladen und so ein Seebeben auslösen. Ab einer Richtermagnitude von über 7,5 kann der riesige Wasserberg losrollen und sich nach allen Seiten hin ausbreiten.

    Wie sollen sich Urlauber im Falle eines drohenden Tsunamis verhalten?

    „Am Wichtigsten ist es, die Warnsignale zu erkennen, um noch rechtzeitig flüchten zu können – denn in dieser Extremsituation besteht höchste Lebensgefahr“, so die ERV-Reiseexpertin. Wie Reisende die drohende Tsunami-Gefahr am besten einschätzen können und welche Verhaltensregeln zu beachten sind, berichtet sie im folgenden Video: Video steht im Media Center zum Download zur Verfügung

    • Auf Warnungen der Behörden und natürliche Anzeichen achten
    • Ins Landesinnere oder auf eine Erhöhung flüchten
    • Erst bei offizieller Entwarnung Zufluchtsort verlassen

    In welchen Regionen ist die Tsunami-Gefahr am größten?

    „Grundsätzlich können Tsunamis in allen Ozeanen entstehen – auch im Mittelmeer“, meint Dreyer. Ganz besonders gefährdet ist aber der Randbereich des Pazifiks. Dieser besteht überwiegend aus Subduktionszonen, wo ozeanische und kontinentale Erdkrustenplatten aufeinandertreffen.

    Welche Folgen bringt der Tsunami mit sich?

    Schlagen die gigantischen Wassermassen auf Land zerstören sie Gebäude, Bäume, Autos, Brunnen und landwirtschaftliche Nutzflächen. Dabei dringen sie oft hunderte Meter oder sogar kilometerweit in flache Küstengebiete vor. Das Wasser fließt mehrmals vor und zurück, weshalb die Gebiete mit Sand und Schlamm überflutet werden. Verschwindet das Wasser wieder, drohen Trinkwasservergiftungen und der Ausbruch von Seuchen.

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