Thema: Aktiv
  • Was gilt es abseits der Piste zu beachten?

    Erhöhte Lawinengefahr im Frühling

    München, 24. März 2015
    Skifahren, Snowboarden und Tourengehen - Wintersport abseits der Piste wird immer beliebter. Um sich und andere dabei nicht unnötig in Gefahr zu bringen, ist es wichtig, das Schneeprofil richtig lesen zu können. Denn etwa bei Neuschnee oder jetzt bei wärmeren Temperaturen besteht ein erhöhtes Lawinenrisiko. "Die Sonne ist in den März- und Aprilwochen bereits sehr stark. Durch die intensivere Sonneneinstrahlung erhöht sich das Lawinenrisiko", so Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung). Die Erwärmung der oberen Schichten verringert die Schneefestigkeit und ein Abschmelzen sowie Abrutschen der Schneemasse ist die Folge. Rund 90 Prozent aller Lawinen werden durch Tiere oder Menschen ausgelöst. Hierzu reichen schon geringste Belastungen, die sich direkt auf die instabile Schneedecke auswirken. An besonders gefährdeten Hängen werden daher häufig kontrollierte Sprengungen vorgenommen, um präventiv eine Lawine auszulösen. "Wintersportler mit noch wenig Erfahrung sollten sich daher auf keinen Fall ohne geschulten Guide abseits der Wege und Pisten aufhalten", rät Dreyer. "Für Interessierte bieten verschiedene Vereine, Skiregionen oder auch Hotels spezielle Kurse an, in denen man das Wichtigste rund um Lawinen erlernen kann." Eine Übersicht zu sämtlichen Lawinen-Infostellen gibt es beispielsweise beim Deutschen Alpenverein unter: www.alpenverein.de/DAV-Services/Lawinen-Lage/

    Lawinenschutz ist wichtig
    Daher gehören fernab der Piste in jeden Rucksack von Freeridern, Tourengehern und Schneeschuhwanderern ein Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), eine Sonde für eine schnelle Feinortung und eine Schaufel - denn ohne Schaufel ist eine Bergung aus den sehr verdichteten Schneeschichten kaum möglich. Ein weiteres Hilfs- oder vielmehr Schutzmittel ist der sogenannte Lawinenairbag, der wie ein Rucksack getragen wird. Die beiden mit Stickstoff gefüllten Luftkammern, die im Notfall über eine Reißleine aktiviert werden, geben dem Gefährdeten Auftrieb und verringern so den "Verschüttungsgrad". Einige der Airbags haben mittlerweile auch abnehmbare Rückenprotektoren integriert, um so zusätzlich vor möglichen Sturzverletzungen zu schützen. Kommt es tatsächlich zu einem Unfall oder einem Lawinenabgang, hängt das Überleben der Opfer vom Zeitfaktor der Bergung ab und ein schnelles Reagieren ist dann unbedingt notwendig. Dabei entstehen schnell hohe Kosten. "Ein Helikopter-Einsatz kostet etwa 80 Euro pro Minute und bei einer üblichen Bergungszeit von bis zu 60 Minuten geht das in die Tausende", weiß Dreyer. Doch wie gut sind Betroffene hier abgesichert? Viele Krankenkassen übernehmen die anfallenden Kosten nur anteilig und auch bei einer Unfallversicherung gilt es genau zu prüfen, wann diese greift und wann nicht. Eine weitere Möglichkeit der Absicherung, die nur wenige Wintersportler auf dem Radar haben, besteht im Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sichert zum Beispiel bei der ERV auch die Such-, Rettungs- und Bergungskosten in Höhe von bis zu 10.000 Euro ab.

    Richtig angezogen
    Auch in puncto Kleidung gibt es einiges zu beachten. Zwar denken viele schon an die Sonnencreme, doch ein umfangreicher Schutz für die Augen ist ebenso wichtig. Durch den reflektierenden Schnee und die Sonnenstrahlen von oben, kann die Augenoberfläche aus Hornhaut und Bindehaut wie beim Sonnenbrand der Haut verbrennen und führt im schlimmsten Fall zu irreparablen Horn- und Netzhautschäden. Am besten ist also eine Rundumschutzbrille mit Belüftungssystem, da bei offenen Brillen an den Seiten noch bis zu 40 Prozent der schädlichen UV-Strahlen eindringen können.

    Trotz milder Temperaturen sollten die Wintersportler auch nicht auf die Funktionsunterwäsche verzichten, denn genau ihre Atmungsaktivität und Schweißabsorption hilft, das unerwünschte Schwitzen zu vermeiden. Hierzu gibt es auch "Light-Versionen" aus Kunstfasern wie Polyamid für die milderen Tage. Grundsätzlich gilt aber nach wie vor das Zwiebel-Prinzip - bestehend aus mehreren dünnen Schichten, denn auch wenn es warm erscheint, oben auf dem Berg, im Schatten oder bei der rasanten Abfahrt ist es oft sehr kühl. Beim Thema Helm gibt es insbesondere abseits der Piste keine Kompromisse, auch wenn es warm ist, sollte nicht auf den Kopfschutz verzichtet werden - atmungsaktives Innenfutter sowie Luftschlitze zur Temperaturregulation schaffen hier erfrischende Abhilfe.


    Unfallrisiken auf der Piste senken

    Bei milden Temperaturen ist es auch für Skifahrer, Snowboarder & Co. auf der Piste wichtig, ihren Fahrstil den veränderten Schneeverhältnissen anzupassen. Unterwegs in der weißen Pracht verletzt sich in etwa jeder tausendste Skifahrer. Hauptursache ist dabei die unterschätzte Geschwindigkeit der Bretter. "Viele Unfälle passieren morgens, wenn die Leute noch nicht richtig warm sind - und am Nachmittag, wenn die Kräfte nachlassen. Manchmal sind es aber auch nur Unaufmerksamkeiten, zum Beispiel wenn sich bei langsamer Fahrt die Skier überkreuzen", erklärt Dreyer. Generell gilt die Faustregel: Je schwerer der Schnee ist, desto mehr sind die unteren Extremitäten wie Knie und Knöchel betroffen. Je härter die Piste ist, desto häufiger trifft es bei einem Unfall die oberen Körperbereiche wie etwa Schulter oder Schlüsselbein. Für einen möglichst unfallfreien Tag helfen daher schon einfache Tipps:

    1. Nicht immer sind Fahrfehler Unfallursache - deshalb vorher immer die Einstellung der Bindung überprüfen (lassen)
    2. Beim Wintersport hängt viel an einer guten Muskulatur - also gut aufwärmen, da der Körper während der Liftfahrt meist auskühlt
    3. Rücksichtsvoll, umsichtig und in angepasster Geschwindigkeit fahren
    4. Beim Überholen von oben eine Fahrspur mit ausreichend Abstand wählen
    5. Vor dem Anfahren Blick nach oben und unten (nur an übersichtlichen / einsehbaren Stellen halten, Auf- und Abstieg am Pistenrand)
    6. Bei Anzeichen von Erschöpfung rechtzeitig Pausen einlegen, um dann wieder gestärkt und konzentriert weiterfahren zu können

    Und egal ob auf der Piste oder abseits davon unterwegs - für alle gilt: Immer darauf achten, dass beim Verlassen von Schirmbar, Hütte & Co. die Fahrtüchtigkeit noch gewährleistet ist, denn unabhängig vom eigenen Verletzungsrisiko ist klar, wer betrunken einen Unfall verursacht, hat schlechte Karten. Also lieber zuerst die Skier und Boards abschnallen und dann im Tal den Wintertag ausklingen lassen!

    Weitere Informationen zum Thema Reiseversicherung auf www.erv.de.

Erhöhte Lawinengefahr im Frühling • Medien-Informationen

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Erhöhte Lawinengefahr im Frühling • Hintergrundtexte

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Erhöhte Lawinengefahr im Frühling • Story Lines

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Erhöhte Lawinengefahr im Frühling • Pressestimmen

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Erhöhte Lawinengefahr im Frühling • Bilder

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    Erhöhte Lawinengefahr im Frühling

    München, 24. März 2015
    Skifahren, Snowboarden und Tourengehen - Wintersport abseits der Piste wird immer beliebter. Um sich und andere dabei nicht unnötig in Gefahr zu bringen, ist es wichtig, das Schneeprofil richtig lesen zu können. Denn etwa bei Neuschnee oder jetzt bei wärmeren Temperaturen besteht ein erhöhtes Lawinenrisiko. "Die Sonne ist in den März- und Aprilwochen bereits sehr stark. Durch die intensivere Sonneneinstrahlung erhöht sich das Lawinenrisiko", so Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung). Die Erwärmung der oberen Schichten verringert die Schneefestigkeit und ein Abschmelzen sowie Abrutschen der Schneemasse ist die Folge. Rund 90 Prozent aller Lawinen werden durch Tiere oder Menschen ausgelöst. Hierzu reichen schon geringste Belastungen, die sich direkt auf die instabile Schneedecke auswirken. An besonders gefährdeten Hängen werden daher häufig kontrollierte Sprengungen vorgenommen, um präventiv eine Lawine auszulösen. "Wintersportler mit noch wenig Erfahrung sollten sich daher auf keinen Fall ohne geschulten Guide abseits der Wege und Pisten aufhalten", rät Dreyer. "Für Interessierte bieten verschiedene Vereine, Skiregionen oder auch Hotels spezielle Kurse an, in denen man das Wichtigste rund um Lawinen erlernen kann." Eine Übersicht zu sämtlichen Lawinen-Infostellen gibt es beispielsweise beim Deutschen Alpenverein unter: www.alpenverein.de/DAV-Services/Lawinen-Lage/

    Lawinenschutz ist wichtig
    Daher gehören fernab der Piste in jeden Rucksack von Freeridern, Tourengehern und Schneeschuhwanderern ein Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS), eine Sonde für eine schnelle Feinortung und eine Schaufel - denn ohne Schaufel ist eine Bergung aus den sehr verdichteten Schneeschichten kaum möglich. Ein weiteres Hilfs- oder vielmehr Schutzmittel ist der sogenannte Lawinenairbag, der wie ein Rucksack getragen wird. Die beiden mit Stickstoff gefüllten Luftkammern, die im Notfall über eine Reißleine aktiviert werden, geben dem Gefährdeten Auftrieb und verringern so den "Verschüttungsgrad". Einige der Airbags haben mittlerweile auch abnehmbare Rückenprotektoren integriert, um so zusätzlich vor möglichen Sturzverletzungen zu schützen. Kommt es tatsächlich zu einem Unfall oder einem Lawinenabgang, hängt das Überleben der Opfer vom Zeitfaktor der Bergung ab und ein schnelles Reagieren ist dann unbedingt notwendig. Dabei entstehen schnell hohe Kosten. "Ein Helikopter-Einsatz kostet etwa 80 Euro pro Minute und bei einer üblichen Bergungszeit von bis zu 60 Minuten geht das in die Tausende", weiß Dreyer. Doch wie gut sind Betroffene hier abgesichert? Viele Krankenkassen übernehmen die anfallenden Kosten nur anteilig und auch bei einer Unfallversicherung gilt es genau zu prüfen, wann diese greift und wann nicht. Eine weitere Möglichkeit der Absicherung, die nur wenige Wintersportler auf dem Radar haben, besteht im Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese sichert zum Beispiel bei der ERV auch die Such-, Rettungs- und Bergungskosten in Höhe von bis zu 10.000 Euro ab.

    Richtig angezogen
    Auch in puncto Kleidung gibt es einiges zu beachten. Zwar denken viele schon an die Sonnencreme, doch ein umfangreicher Schutz für die Augen ist ebenso wichtig. Durch den reflektierenden Schnee und die Sonnenstrahlen von oben, kann die Augenoberfläche aus Hornhaut und Bindehaut wie beim Sonnenbrand der Haut verbrennen und führt im schlimmsten Fall zu irreparablen Horn- und Netzhautschäden. Am besten ist also eine Rundumschutzbrille mit Belüftungssystem, da bei offenen Brillen an den Seiten noch bis zu 40 Prozent der schädlichen UV-Strahlen eindringen können.

    Trotz milder Temperaturen sollten die Wintersportler auch nicht auf die Funktionsunterwäsche verzichten, denn genau ihre Atmungsaktivität und Schweißabsorption hilft, das unerwünschte Schwitzen zu vermeiden. Hierzu gibt es auch "Light-Versionen" aus Kunstfasern wie Polyamid für die milderen Tage. Grundsätzlich gilt aber nach wie vor das Zwiebel-Prinzip - bestehend aus mehreren dünnen Schichten, denn auch wenn es warm erscheint, oben auf dem Berg, im Schatten oder bei der rasanten Abfahrt ist es oft sehr kühl. Beim Thema Helm gibt es insbesondere abseits der Piste keine Kompromisse, auch wenn es warm ist, sollte nicht auf den Kopfschutz verzichtet werden - atmungsaktives Innenfutter sowie Luftschlitze zur Temperaturregulation schaffen hier erfrischende Abhilfe.


    Unfallrisiken auf der Piste senken

    Bei milden Temperaturen ist es auch für Skifahrer, Snowboarder & Co. auf der Piste wichtig, ihren Fahrstil den veränderten Schneeverhältnissen anzupassen. Unterwegs in der weißen Pracht verletzt sich in etwa jeder tausendste Skifahrer. Hauptursache ist dabei die unterschätzte Geschwindigkeit der Bretter. "Viele Unfälle passieren morgens, wenn die Leute noch nicht richtig warm sind - und am Nachmittag, wenn die Kräfte nachlassen. Manchmal sind es aber auch nur Unaufmerksamkeiten, zum Beispiel wenn sich bei langsamer Fahrt die Skier überkreuzen", erklärt Dreyer. Generell gilt die Faustregel: Je schwerer der Schnee ist, desto mehr sind die unteren Extremitäten wie Knie und Knöchel betroffen. Je härter die Piste ist, desto häufiger trifft es bei einem Unfall die oberen Körperbereiche wie etwa Schulter oder Schlüsselbein. Für einen möglichst unfallfreien Tag helfen daher schon einfache Tipps:

    1. Nicht immer sind Fahrfehler Unfallursache - deshalb vorher immer die Einstellung der Bindung überprüfen (lassen)
    2. Beim Wintersport hängt viel an einer guten Muskulatur - also gut aufwärmen, da der Körper während der Liftfahrt meist auskühlt
    3. Rücksichtsvoll, umsichtig und in angepasster Geschwindigkeit fahren
    4. Beim Überholen von oben eine Fahrspur mit ausreichend Abstand wählen
    5. Vor dem Anfahren Blick nach oben und unten (nur an übersichtlichen / einsehbaren Stellen halten, Auf- und Abstieg am Pistenrand)
    6. Bei Anzeichen von Erschöpfung rechtzeitig Pausen einlegen, um dann wieder gestärkt und konzentriert weiterfahren zu können

    Und egal ob auf der Piste oder abseits davon unterwegs - für alle gilt: Immer darauf achten, dass beim Verlassen von Schirmbar, Hütte & Co. die Fahrtüchtigkeit noch gewährleistet ist, denn unabhängig vom eigenen Verletzungsrisiko ist klar, wer betrunken einen Unfall verursacht, hat schlechte Karten. Also lieber zuerst die Skier und Boards abschnallen und dann im Tal den Wintertag ausklingen lassen!

    Weitere Informationen zum Thema Reiseversicherung auf www.erv.de.

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 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad WeiĂźenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose BroschĂĽren ĂĽber das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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