• Nördlicher Schwarzwald • Medien-Informationen

    UNESCO würdigt Flößereitradition als Immaterielles Kulturerbe

    Flussabwärts auf Entdeckungsreise mit den Flößern des Nördlichen Schwarzwalds

    München/Bad Liebenzell, 01. Februar 2023

    Wo einst mächtige Baumstämme flussabwärts trieben, bewahrt der Nördliche Schwarzwald einen Erfahrungsschatz, den die UNESCO kürzlich zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit ernannte: die jahrhundertealte Tradition der Flößerei. Vereine und Museen halten noch heute die einst so wichtige Zunft lebendig und bieten Besuchern Einblicke und Erlebnisse rund um die Holztransportmethode auf Wasserstraßen. Auf Führungen, Festen oder Ausstellungen kommen Klein und Groß der Flößerkunst in der „Internationalen Flößerstadt“ Altensteig ganz nahe.


    Unterwegs mit den „Schwarzwald-Surfern“ der örtlichen Flößerzunft

    Bis in die 1950-er Jahre wurden bis zu 30 Meter lange Tannen- und Fichtenstämme vom Nördlichen Schwarzwald auf Enz, Nagold und Murg bis in die Niederlande transportiert. Als wichtigster Holzlieferant Deutschlands prägte die Flößerei über 300 Jahre das Leben der Menschen in der Region und sorgte dafür, dass Städte wie Altensteig zu bekannten und reichen Handelsorten wurden. Eben hier werden heutzutage Flößerführungen von der Flößerzunft Oberes Nagoldtal angeboten, die an einer original nachgebauten Staustufe, der „Monhardter Wasserstube“, starten. An fünf Terminen zwischen Mai und Ende September lernen die Teilnehmer unter anderem den Bau der Flöße und die Geschichte des Holztransports näher kennen. Ein Höhepunkt der Führung ist das interaktive „Wiedendrehen“, bei der junge Tannen im Wiedofen gekocht und zu Seilen gedreht werden, die das Bindeglied der Flöße bilden. Auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Flößerfest in Altensteig können Besucher aus nah und fern außerdem dabei zusehen, wie die Flößer auf einer Flutwelle rasant auf der Nagold flussabwärts rauschen.  

    Vom Fluss in luftige Höhen: Flößer-Ausstellung im Alten Schloss

    Hoch über Altensteig thront das imposante Alte Schloss, welches das örtliche Heimat- und Geschichtsmuseum beherbergt. Familien und Kulturinteressierte erfahren hier mehr zur Geschichte der Region, die Kunst der Handarbeit sowie zu den typischen Schwarzwaldberufen. In einer eigenen Dauerausstellung spiegelt der Heimat- und Geschichtsverein Altensteig die Bedeutung der Schwarzwälder Flößerkunst umfänglich wider. So veranschaulicht etwa ein detailreiches Modell die Arbeit der Flößer an der Monhardter Wasserstube sowie deren Arbeit im und mit dem Wald.

    Aktiv unterwegs auf den Spuren der Flößer in Altensteig und Enzklösterle

    Auf der thematischen Wanderung „Auf Flößers Spuren“ geht es für Aktivurlauber durch das grüne Nagoldtal, von Altensteig nach Nagold. In rund fünf Stunden passieren sie dabei zahlreiche Highlights, wie die Monhardter Wasserstube oder die ehrwürdigen Gemäuer der Burgruine Hohennagold. Unweit entfernt führt „Jockele´s Flößerweg“ in mehreren Etappen rund um die Ortschaft Enzklösterle. Entlang der rund 23 Kilometer langen Tour gibt es nicht nur ein 15 Meter langes und sechs Tonnen schweres Schaufloß zu bestaunen, sondern auch die beiden ehemaligen Flößerseen Kaltenbachsee und Poppelsee.

Medien-Informationen  
  • Nördlicher Schwarzwald • Medien-Informationen

    UNESCO würdigt Flößereitradition als Immaterielles Kulturerbe

    Flussabwärts auf Entdeckungsreise mit den Flößern des Nördlichen Schwarzwalds

    München/Bad Liebenzell, 01. Februar 2023

    Wo einst mächtige Baumstämme flussabwärts trieben, bewahrt der Nördliche Schwarzwald einen Erfahrungsschatz, den die UNESCO kürzlich zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit ernannte: die jahrhundertealte Tradition der Flößerei. Vereine und Museen halten noch heute die einst so wichtige Zunft lebendig und bieten Besuchern Einblicke und Erlebnisse rund um die Holztransportmethode auf Wasserstraßen. Auf Führungen, Festen oder Ausstellungen kommen Klein und Groß der Flößerkunst in der „Internationalen Flößerstadt“ Altensteig ganz nahe.


    Unterwegs mit den „Schwarzwald-Surfern“ der örtlichen Flößerzunft

    Bis in die 1950-er Jahre wurden bis zu 30 Meter lange Tannen- und Fichtenstämme vom Nördlichen Schwarzwald auf Enz, Nagold und Murg bis in die Niederlande transportiert. Als wichtigster Holzlieferant Deutschlands prägte die Flößerei über 300 Jahre das Leben der Menschen in der Region und sorgte dafür, dass Städte wie Altensteig zu bekannten und reichen Handelsorten wurden. Eben hier werden heutzutage Flößerführungen von der Flößerzunft Oberes Nagoldtal angeboten, die an einer original nachgebauten Staustufe, der „Monhardter Wasserstube“, starten. An fünf Terminen zwischen Mai und Ende September lernen die Teilnehmer unter anderem den Bau der Flöße und die Geschichte des Holztransports näher kennen. Ein Höhepunkt der Führung ist das interaktive „Wiedendrehen“, bei der junge Tannen im Wiedofen gekocht und zu Seilen gedreht werden, die das Bindeglied der Flöße bilden. Auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Flößerfest in Altensteig können Besucher aus nah und fern außerdem dabei zusehen, wie die Flößer auf einer Flutwelle rasant auf der Nagold flussabwärts rauschen.  

    Vom Fluss in luftige Höhen: Flößer-Ausstellung im Alten Schloss

    Hoch über Altensteig thront das imposante Alte Schloss, welches das örtliche Heimat- und Geschichtsmuseum beherbergt. Familien und Kulturinteressierte erfahren hier mehr zur Geschichte der Region, die Kunst der Handarbeit sowie zu den typischen Schwarzwaldberufen. In einer eigenen Dauerausstellung spiegelt der Heimat- und Geschichtsverein Altensteig die Bedeutung der Schwarzwälder Flößerkunst umfänglich wider. So veranschaulicht etwa ein detailreiches Modell die Arbeit der Flößer an der Monhardter Wasserstube sowie deren Arbeit im und mit dem Wald.

    Aktiv unterwegs auf den Spuren der Flößer in Altensteig und Enzklösterle

    Auf der thematischen Wanderung „Auf Flößers Spuren“ geht es für Aktivurlauber durch das grüne Nagoldtal, von Altensteig nach Nagold. In rund fünf Stunden passieren sie dabei zahlreiche Highlights, wie die Monhardter Wasserstube oder die ehrwürdigen Gemäuer der Burgruine Hohennagold. Unweit entfernt führt „Jockele´s Flößerweg“ in mehreren Etappen rund um die Ortschaft Enzklösterle. Entlang der rund 23 Kilometer langen Tour gibt es nicht nur ein 15 Meter langes und sechs Tonnen schweres Schaufloß zu bestaunen, sondern auch die beiden ehemaligen Flößerseen Kaltenbachsee und Poppelsee.

 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad Weißenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose Broschüren über das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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