• Südpfalz • Medien-Informationen

    Südpfalz statt Karibik – 400 Jahre Tabakanbau

    „Little Kuba“ am Rhein

    Germersheim/München, 12. Juni 2018

    Weite Tabakplantagen, die in der warmen Mittagssonne ihren markanten herben Duft verströmen und dazwischen die unverwechselbaren Trockenschuppen mit den Holzlamellen – überraschend anders präsentiert sich die Südpfalz in den Verbandsgemeinden Jockgrim und Kandel. Dort fühlt sich so mancher Urlaubsgast wie im karibischen Kuba. Mit ihrer 400 Jahre alten Geschichte ist Hatzenbühl die älteste Tabakgemeinde Deutschlands. Egal, ob unterwegs auf dem Tabakrundweg, entlang der 40 kilometerlangen Tabaktour oder beim Tabakeinlesewettbewerb auf dem Sommernachtsfest – in der Südpfalz wandeln Interessierte ganzjährig auf den geschichtsreichen Pfaden der Tabakpflanze.

    Dem Tabak auf der Spur
    Vier Jahrhunderte lang prägte der Tabakanbau die Familien in der Gemeinde Hatzenbühl und hatte eine große soziale und wirtschaftliche Bedeutung für die Menschen in der Südpfalz. Auch heute identifiziert sich die Region noch stark mit dem Tabak und bietet interessierten Besuchern zahlreiche Möglichkeiten, die Tradition mit allen Sinnen zu erleben: Mehr über den Anbau erfahren Gäste etwa auf dem zwei kilometerlangen Tabakrundweg in Hatzenbühl. Informationstafeln entlang des Weges führen von der Einsaat bis zur Ernte durch das Tabakjahr und geben jede Menge Wissenswertes über die exotische Pflanze preis. Führungen auf dem Tabakrundweg können unter der +49 (0)7275-9181007 oder per Mail an tabakrundweg@hatzenbuehl.de vereinbart werden. Für Radler empfiehlt sich die 40 Kilometer lange Südpfalz-Tabaktour. Entlang der Tabakfelder mit ihrem intensiven Duft geht es von Ottersheim und Bellheim über Rülzheim bis nach Hatzenbühl und weiter nach Herxheim/Hayna. Dabei entdecken die Aktivurlauber alte Fachwerkhäuser, malerische Bauerndörfer und machen unterwegs bei den Direktvermarktern einen Zwischenstopp. Zudem veranstaltet die Gemeinde Hatzenbühl jährlich im August ein Sommernachtsfest, auf dem sich alles rund um das Nachtschattengewächs dreht. Bei einem Tabakeinlesewettbewerb messen sich Teilnehmer in ihrer Geschicklichkeit, wenn sie möglichst flink die großen Blätter auf traditionelle Weise mit einer 30 zentimeterlangen Nadel zu einem Bandelier auffädeln. Alle zwei Jahre wird dort außerdem die neue Tabakkönigin der Südpfalz als deutschlandweite Repräsentantin gewählt. Ein Stückchen duftendes „Südpfalz-Feeling“ nehmen sich Pflanzenfreunde in Form von Tabaksamen als Andenken mit nach Hause. Diese sind in der Verbandsgemeindeverwaltung Jockgrim kostenlos erhältlich.

    Wie der Tabak in die Südpfalz kam
    Nach der Einführung der Tabakpflanze nach Europa Ende des 15. Jahrhunderts wurde der südpfälzische Pfarrer Anselm Anselmann knapp hundert Jahre später auf das exotische Nachtschattengewächs aufmerksam. Der markanten Pflanze mit ihren lichtgrünen ledrigen Blättern, den rosafarbenen Blütenkronen und dem herben Duft wurden bereits damals heilende Kräfte zugesprochen. 1573 baute der Geistliche erstmals Tabak im heimischen Pfarrgarten an. Dank des mediterranen Klimas mit 1.800 Sonnenstunden im Jahr und den besonderen Bodenverhältnissen, bietet die Südpfalz sehr gute Bedingungen für den Tabakanbau und so mauserte sich die kleine Gemeinde bis zum späten 20. Jahrhundert mit 265 Hektar Anbaufläche zur größten Tabakgemeinde der Nation. Bis heute bauen einige wenige Betriebe die Nutzpflanze an und aufmerksame Beobachter entdecken die mehr als 300 typischen Tabakschuppen der Region, in denen einst die Blätter nach der Ernte zum Trocknen gelagert wurden. Heute bilden die Orte Neupotz und Kandel das Zentrum des modernen Tabakanbaus. Die hochwertigen Erzeugnisse aus der aufwändigen Landwirtschaft sind etwa in Form von Pfalzzigarillos und der Pfalz-Zigarre im Pfalzshop, in regionalen Tabakläden und im Einzelhandel erhältlich.

    Weitere Informationen gibt es bei Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V. unter +49 (0) 7274 53300 oder auf www.suedpfalz-tourismus.de. Weitere News, Bilder und Videos auf Facebook.

    Bilder zum Download, Hintergrundinformationen und zusätzliche Pressetexte im Online Media-Center unter www.piroth-kommunikation.com.

    Bildrechte:
    Tabakfeld mit Trockenschuppen: © Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V.
    Tabakeinlesewettbewerb: © Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V.
    Tabakernte: © Südpfalz Tourismus Verbandsgemeinde Kandel e.V.

„Little Kuba“ am Rhein • Medien-Informationen

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„Little Kuba“ am Rhein • Hintergrundtexte

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„Little Kuba“ am Rhein • Story Lines

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„Little Kuba“ am Rhein • Pressestimmen

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Medien-Informationen  
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    Südpfalz statt Karibik – 400 Jahre Tabakanbau

    „Little Kuba“ am Rhein

    Germersheim/München, 12. Juni 2018

    Weite Tabakplantagen, die in der warmen Mittagssonne ihren markanten herben Duft verströmen und dazwischen die unverwechselbaren Trockenschuppen mit den Holzlamellen – überraschend anders präsentiert sich die Südpfalz in den Verbandsgemeinden Jockgrim und Kandel. Dort fühlt sich so mancher Urlaubsgast wie im karibischen Kuba. Mit ihrer 400 Jahre alten Geschichte ist Hatzenbühl die älteste Tabakgemeinde Deutschlands. Egal, ob unterwegs auf dem Tabakrundweg, entlang der 40 kilometerlangen Tabaktour oder beim Tabakeinlesewettbewerb auf dem Sommernachtsfest – in der Südpfalz wandeln Interessierte ganzjährig auf den geschichtsreichen Pfaden der Tabakpflanze.

    Dem Tabak auf der Spur
    Vier Jahrhunderte lang prägte der Tabakanbau die Familien in der Gemeinde Hatzenbühl und hatte eine große soziale und wirtschaftliche Bedeutung für die Menschen in der Südpfalz. Auch heute identifiziert sich die Region noch stark mit dem Tabak und bietet interessierten Besuchern zahlreiche Möglichkeiten, die Tradition mit allen Sinnen zu erleben: Mehr über den Anbau erfahren Gäste etwa auf dem zwei kilometerlangen Tabakrundweg in Hatzenbühl. Informationstafeln entlang des Weges führen von der Einsaat bis zur Ernte durch das Tabakjahr und geben jede Menge Wissenswertes über die exotische Pflanze preis. Führungen auf dem Tabakrundweg können unter der +49 (0)7275-9181007 oder per Mail an tabakrundweg@hatzenbuehl.de vereinbart werden. Für Radler empfiehlt sich die 40 Kilometer lange Südpfalz-Tabaktour. Entlang der Tabakfelder mit ihrem intensiven Duft geht es von Ottersheim und Bellheim über Rülzheim bis nach Hatzenbühl und weiter nach Herxheim/Hayna. Dabei entdecken die Aktivurlauber alte Fachwerkhäuser, malerische Bauerndörfer und machen unterwegs bei den Direktvermarktern einen Zwischenstopp. Zudem veranstaltet die Gemeinde Hatzenbühl jährlich im August ein Sommernachtsfest, auf dem sich alles rund um das Nachtschattengewächs dreht. Bei einem Tabakeinlesewettbewerb messen sich Teilnehmer in ihrer Geschicklichkeit, wenn sie möglichst flink die großen Blätter auf traditionelle Weise mit einer 30 zentimeterlangen Nadel zu einem Bandelier auffädeln. Alle zwei Jahre wird dort außerdem die neue Tabakkönigin der Südpfalz als deutschlandweite Repräsentantin gewählt. Ein Stückchen duftendes „Südpfalz-Feeling“ nehmen sich Pflanzenfreunde in Form von Tabaksamen als Andenken mit nach Hause. Diese sind in der Verbandsgemeindeverwaltung Jockgrim kostenlos erhältlich.

    Wie der Tabak in die Südpfalz kam
    Nach der Einführung der Tabakpflanze nach Europa Ende des 15. Jahrhunderts wurde der südpfälzische Pfarrer Anselm Anselmann knapp hundert Jahre später auf das exotische Nachtschattengewächs aufmerksam. Der markanten Pflanze mit ihren lichtgrünen ledrigen Blättern, den rosafarbenen Blütenkronen und dem herben Duft wurden bereits damals heilende Kräfte zugesprochen. 1573 baute der Geistliche erstmals Tabak im heimischen Pfarrgarten an. Dank des mediterranen Klimas mit 1.800 Sonnenstunden im Jahr und den besonderen Bodenverhältnissen, bietet die Südpfalz sehr gute Bedingungen für den Tabakanbau und so mauserte sich die kleine Gemeinde bis zum späten 20. Jahrhundert mit 265 Hektar Anbaufläche zur größten Tabakgemeinde der Nation. Bis heute bauen einige wenige Betriebe die Nutzpflanze an und aufmerksame Beobachter entdecken die mehr als 300 typischen Tabakschuppen der Region, in denen einst die Blätter nach der Ernte zum Trocknen gelagert wurden. Heute bilden die Orte Neupotz und Kandel das Zentrum des modernen Tabakanbaus. Die hochwertigen Erzeugnisse aus der aufwändigen Landwirtschaft sind etwa in Form von Pfalzzigarillos und der Pfalz-Zigarre im Pfalzshop, in regionalen Tabakläden und im Einzelhandel erhältlich.

    Weitere Informationen gibt es bei Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V. unter +49 (0) 7274 53300 oder auf www.suedpfalz-tourismus.de. Weitere News, Bilder und Videos auf Facebook.

    Bilder zum Download, Hintergrundinformationen und zusätzliche Pressetexte im Online Media-Center unter www.piroth-kommunikation.com.

    Bildrechte:
    Tabakfeld mit Trockenschuppen: © Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V.
    Tabakeinlesewettbewerb: © Südpfalz-Tourismus Landkreis Germersheim e.V.
    Tabakernte: © Südpfalz Tourismus Verbandsgemeinde Kandel e.V.

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 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad Weißenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose Broschüren über das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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