• Pfronten • Medien-Informationen

    Pioniergeist damals wie heute: Pfrontens Mächler

    Pfronten als Inspirationsstätte für Künstler, Handwerker und Tüftler

    Pfronten/München, 12. September 2024

    Die Pfrontener genossen im Mittelalter einzigartige Freiheiten und Rechte. Sie waren nicht an eine Zunft gebunden und konnten somit ihre handwerklichen und künstlerischen Talente frei entfalten. Das Mächlertum war geboren und die Grundlage für kreatives Schaffen gelegt. Pfrontens Mächler sind noch heute aktiv und während verschiedener Workshops, Führungen sowie im Rahmen offener Werkstätten erhalten Besucher einen Einblick in ihre Arbeit – vom Unternehmen mit Weltruf bis zum kleinen Familienbetrieb.

    Die Geschichte des Mächlertums in Pfronten

    Die Landwirtschaft prägte über Jahrhunderte das Allgäu und somit auch Pfronten. In den langen und kalten Wintermonaten suchten seine Bewohner nach einer sinnvollen Nebenbeschäftigung, die sie im Bauen und Reparieren von Werkzeugen fanden. Doch im Vergleich zu anderen Dörfern und Gemeinden in der Region, gab es in Pfronten eine Besonderheit: Das „Pfrontar Urbar“, das alte Pfarrrecht von Pfronten, gewährte einzigartige Freiheiten und Rechte. Die Bewohner hatten das Recht Land zu besitzen und waren frei von Zwängen regulierender Zünfte. Diese Rechtssammlung wird noch heute als eine der Grundlagen für die Entwicklung des Mächlertums angesehen, denn der Entfaltung von Talenten waren damit keine Grenzen gesetzt. In den folgenden Jahren blühte das Handwerk in Pfronten auf und die Mächler – jene Bastler, Tüftler und Spezialisten – genossen große Anerkennung sowie einen Ruf, der weit über die Grenzen des Allgäus hinausging. Es entstanden Unternehmen wie die Gebrüder Haff GmbH oder die Deckel AG, die 1993 mit der Deckel Maho AG zur DMG MORI Pfronten GmbH fusionierte. Seit dem 19. Jahrhundert ist Pfronten ein Zentrum für Feinmechanik und der Wirtschaftszweig nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber, sondern gleichfalls ein Stück Geschichte. Als Mächler werden auch heute noch Menschen mit besonderen Fähigkeiten in einem Gebiet bezeichnet, Spezialisten, Bastler und Tüftler, die mit viel Geduld, Geschick, Kreativität und Leidenschaft Besonderes anfertigen.

    Pfrontens Mächler im 21. Jahrhundert

    In ihren Werkstätten sowie auch während zahlreicher Führungen und Workshops laden Tüftler, Handwerker und Künstler heutzutage zum Mitmachen ein. In der Handweberei Hechenberger beispielsweise werden Teppiche nach den individuellen Wünschen der Kundschaft von Hand aus hochwertiger Wolle gewebt. Auch aus gebrauchten Textilien entstehen hier Unikate, die Allgäuer Bändelteppiche, die hier „Blacha“ genannt werden. Mit Markus Nöß, dem Schuhmachermeister aus Pfronten, lernen Teilnehmer bei einem fünftägigen Haferlschuhworkshop in der familieneigenen Traditionswerkstätte, worauf es bei der Herstellung der allgäuerischen Maßschuhe ankommt. Einzigartige Schmuckstücke aus Glas entstehen zudem beim gemeinsamen Glasperlendrehen am Brenner der Glasbläserwerkstatt von Alexander Endres. Die Keramik-Gesellin Judith Lomba bietet in ihrer Töpferei im Pfrontener Ortsteil Ried Töpferkurse an. Und auch beim BaumArt Kreativworkshop oder im Atelier Farbkraft entstehen unter Anleitung lokaler Künstler ganz besondere Kunstwerke – auf Bäumen sowie ganz traditionell auf Leinwänden. Wer die Pfarrkirche St. Nikolaus besucht, findet dort Gemälde und Schnitzereien der Pfrontener Mächler vor. Kein geringerer als Märchenkönig Ludwig II. beauftragte den Pfrontener Familienbetrieb Eberle mit dem Bau seiner Prunkkutsche und auch im Schloss Neuschwanstein selbst stellte das heutige Unternehmen Glas Eberle ihr Können in der Glasmalerei unter Beweis.

    Fortschritt und Tradition

    Bei zwei Ortswanderungen mit einem Pfrontener Original, Mathias Eckart, erhalten Teilnehmer tiefe Einblicke in die von den Mächlern, der Metallindustrie sowie Feinmechanik geprägte Ortsgeschichte. Der ausgebildete Wanderführer gibt spannende Einblicke in das Dorfleben damals sowie heute und stellt bei der dreieinhalbstündigen Tour „Pfrontner G’schichtla und Geschichte“ die Verbindung zwischen Dorfleben, Traditionen, Mächlertum und der Pionierarbeit in der Feinmechanik her. Teilnehmer können an mehreren Mittwochvormittagen im Jahr hinter die Kulissen des Technologiestandortes Pfronten blicken. Die Führung „Von der Feinmechanikerbude zu DMG Mori Pfronten“ ist die einzige Möglichkeit einen Einblick in den Weltkonzern der DMG MORI Pfronten GmbH zu erhaschen, denn der Pfrontener Traditionsbetrieb ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Pfronten als Inspirationsstätte für Künstler, Handwerker und Tüftler • Medien-Informationen

Inhalt erscheint in Kürze.

Pfronten als Inspirationsstätte für Künstler, Handwerker und Tüftler • Hintergrundtexte

Inhalt erscheint in Kürze.
Medien-Informationen  
  • Pfronten • Medien-Informationen

    Pioniergeist damals wie heute: Pfrontens Mächler

    Pfronten als Inspirationsstätte für Künstler, Handwerker und Tüftler

    Pfronten/München, 12. September 2024

    Die Pfrontener genossen im Mittelalter einzigartige Freiheiten und Rechte. Sie waren nicht an eine Zunft gebunden und konnten somit ihre handwerklichen und künstlerischen Talente frei entfalten. Das Mächlertum war geboren und die Grundlage für kreatives Schaffen gelegt. Pfrontens Mächler sind noch heute aktiv und während verschiedener Workshops, Führungen sowie im Rahmen offener Werkstätten erhalten Besucher einen Einblick in ihre Arbeit – vom Unternehmen mit Weltruf bis zum kleinen Familienbetrieb.

    Die Geschichte des Mächlertums in Pfronten

    Die Landwirtschaft prägte über Jahrhunderte das Allgäu und somit auch Pfronten. In den langen und kalten Wintermonaten suchten seine Bewohner nach einer sinnvollen Nebenbeschäftigung, die sie im Bauen und Reparieren von Werkzeugen fanden. Doch im Vergleich zu anderen Dörfern und Gemeinden in der Region, gab es in Pfronten eine Besonderheit: Das „Pfrontar Urbar“, das alte Pfarrrecht von Pfronten, gewährte einzigartige Freiheiten und Rechte. Die Bewohner hatten das Recht Land zu besitzen und waren frei von Zwängen regulierender Zünfte. Diese Rechtssammlung wird noch heute als eine der Grundlagen für die Entwicklung des Mächlertums angesehen, denn der Entfaltung von Talenten waren damit keine Grenzen gesetzt. In den folgenden Jahren blühte das Handwerk in Pfronten auf und die Mächler – jene Bastler, Tüftler und Spezialisten – genossen große Anerkennung sowie einen Ruf, der weit über die Grenzen des Allgäus hinausging. Es entstanden Unternehmen wie die Gebrüder Haff GmbH oder die Deckel AG, die 1993 mit der Deckel Maho AG zur DMG MORI Pfronten GmbH fusionierte. Seit dem 19. Jahrhundert ist Pfronten ein Zentrum für Feinmechanik und der Wirtschaftszweig nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber, sondern gleichfalls ein Stück Geschichte. Als Mächler werden auch heute noch Menschen mit besonderen Fähigkeiten in einem Gebiet bezeichnet, Spezialisten, Bastler und Tüftler, die mit viel Geduld, Geschick, Kreativität und Leidenschaft Besonderes anfertigen.

    Pfrontens Mächler im 21. Jahrhundert

    In ihren Werkstätten sowie auch während zahlreicher Führungen und Workshops laden Tüftler, Handwerker und Künstler heutzutage zum Mitmachen ein. In der Handweberei Hechenberger beispielsweise werden Teppiche nach den individuellen Wünschen der Kundschaft von Hand aus hochwertiger Wolle gewebt. Auch aus gebrauchten Textilien entstehen hier Unikate, die Allgäuer Bändelteppiche, die hier „Blacha“ genannt werden. Mit Markus Nöß, dem Schuhmachermeister aus Pfronten, lernen Teilnehmer bei einem fünftägigen Haferlschuhworkshop in der familieneigenen Traditionswerkstätte, worauf es bei der Herstellung der allgäuerischen Maßschuhe ankommt. Einzigartige Schmuckstücke aus Glas entstehen zudem beim gemeinsamen Glasperlendrehen am Brenner der Glasbläserwerkstatt von Alexander Endres. Die Keramik-Gesellin Judith Lomba bietet in ihrer Töpferei im Pfrontener Ortsteil Ried Töpferkurse an. Und auch beim BaumArt Kreativworkshop oder im Atelier Farbkraft entstehen unter Anleitung lokaler Künstler ganz besondere Kunstwerke – auf Bäumen sowie ganz traditionell auf Leinwänden. Wer die Pfarrkirche St. Nikolaus besucht, findet dort Gemälde und Schnitzereien der Pfrontener Mächler vor. Kein geringerer als Märchenkönig Ludwig II. beauftragte den Pfrontener Familienbetrieb Eberle mit dem Bau seiner Prunkkutsche und auch im Schloss Neuschwanstein selbst stellte das heutige Unternehmen Glas Eberle ihr Können in der Glasmalerei unter Beweis.

    Fortschritt und Tradition

    Bei zwei Ortswanderungen mit einem Pfrontener Original, Mathias Eckart, erhalten Teilnehmer tiefe Einblicke in die von den Mächlern, der Metallindustrie sowie Feinmechanik geprägte Ortsgeschichte. Der ausgebildete Wanderführer gibt spannende Einblicke in das Dorfleben damals sowie heute und stellt bei der dreieinhalbstündigen Tour „Pfrontner G’schichtla und Geschichte“ die Verbindung zwischen Dorfleben, Traditionen, Mächlertum und der Pionierarbeit in der Feinmechanik her. Teilnehmer können an mehreren Mittwochvormittagen im Jahr hinter die Kulissen des Technologiestandortes Pfronten blicken. Die Führung „Von der Feinmechanikerbude zu DMG Mori Pfronten“ ist die einzige Möglichkeit einen Einblick in den Weltkonzern der DMG MORI Pfronten GmbH zu erhaschen, denn der Pfrontener Traditionsbetrieb ist normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.

Pfronten als Inspirationsstätte für Künstler, Handwerker und Tüftler • Medien-Informationen

Inhalt erscheint in Kürze.

Pfronten als Inspirationsstätte für Künstler, Handwerker und Tüftler • Hintergrundtexte

Inhalt erscheint in Kürze.

 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad Weißenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose Broschüren über das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

Zum mediacenter