Thema: Service
  • Tipps rund um RettungsmaĂźnahmen und Erste Hilfe

    Unfall auf der Skipiste?

    MĂĽnchen, 18. Dezember 2019

    Pistenspaß, rasante Abfahrten und weißes Bergpanorama – dank schneereicher Tage sind die ersten Skigebiete rund um die Stubaier Alpen in Südtirol sowie einige Pisten in Österreich und der Schweiz dieses Jahr bereits vorzeitig in die Skisaison gestartet. Damit beginnt für Freunde des Skisports nicht nur die schönste Zeit des Jahres, sondern auch die Hochsaison für Bergwacht und Sanitäter. Von Jahr zu Jahr steigt die Anzahl der Unfälle auf den Skipisten. So kam es laut Erhebungen der statistischen Auswertungsstelle für Ski-Unfälle (ASU) in der Saison 2018/2019 zu rund 45.000 Unfällen bei deutschen Skifahrern, was einen Anstieg um etwa 4,6 Prozent im Vergleich zur Vorsaison bedeutet. Mit welchen Erste-Hilfe-Maßnahmen sich Helfer bei einem Ski-Unglück richtig verhalten, wann eine Bergrettung hinzugezogen werden sollte und wer für die Kosten aufkommt, weiß Birgit Dreyer, die Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung (ERV).

    Erste Hilfe: Das ist zu tun

    Egal, ob Unfallbeteiligter oder nur Zeuge – auf der Piste ist eine schnelle Erste Hilfe das A und O. In erster Linie gilt für alle Betroffenen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Um weitere Folge-Unfälle zu vermeiden und andere Fahrer zu warnen, sollten Helfer zunächst die Unfallstelle absichern, indem sie Ski und Stöcke um den Verunglückten in Kreuzform hangaufwärts in den Schnee stecken. „Danach geht es an die Erste Hilfe“, so Dreyer. „Ist die Person bei Bewusstsein und atmet? Wo tut es weh? Können alle Gliedmaßen bewegt werden? Diese Fragen sollten zuerst geklärt werden, um sich einen Überblick über den Ernst der Lage zu verschaffen.“ Im Zweifelsfall sowie natürlich in schweren Notsituationen muss sofort die Bergrettung informiert werden. Danach bringen Helfer den Verunfallten idealerweise in eine bequeme Lage und versuchen, ihm eine textile Unterlage zu verschaffen, um ihn vor Unterkühlung zu schützen. Ganz wichtig: Klagt der Verletze über taube Beine oder Arme, ist es essentiell, ihn nicht zu bewegen oder aufzusetzen, denn eine falsche Bewegung kann bei Wirbel- und Kopfverletzungen fatale gesundheitliche Folgen haben. Wenn keine regelmäßige Atmung festgestellt wird, müssen sofort lebensrettende Maßnahmen wie Herzdruckmassage mit Beatmung eingeleitet werden. Übrigens: Unfallzeugen sind rechtlich dazu verpflichtet zu helfen, ansonsten begehen sie, wie im Straßenverkehr auch, Fahrerflucht – und das ist strafbar.

    Bergrettung: ja oder nein?

    Für einen Laien ist es oft schwierig, Verletzungen richtig einzuschätzen. Auf den ersten Blick harmlos erscheinende Schürfwunden können mit inneren Verletzungen oder einer Gehirnerschütterung einhergehen. Da kein Unfall dem anderen gleicht, sollte im Zweifelsfall immer die Bergwacht gerufen werden. In ganz Europa gilt die Notrufnummer 112. Jede Skination hat zusätzlich noch eine weitere Notruf-Nummer, wobei beide Nummern gleich effektiv sind. „Am Telefon gilt es dann noch mal, ruhig und sachlich zu bleiben“, rät die Reiseexpertin. „Dem Notdienst sollten Anrufer die fünf W-Fragen beantworten: Wo befindet sich der Verunglückte, was ist passiert, wie viele Personen sind beteiligt, welche Verletzung liegt vor und wer ruft an?“ Mit diesen Informationen kann die Bergwacht über das weitere Vorgehen entscheiden. „Die Rettung erfolgt insbesondere dann, wenn eine lebensbedrohliche Situation sowie ernste Verletzungen oder Beschwerden vorliegen, und der Verunglückte nicht mehr mobil ist“, erklärt Dreyer. „Das ist beispielsweise der Fall bei stark blutenden Verletzungen, bei mutmaßlichen Mehrfach-Brüchen, bei Bewusstlosigkeit oder bei einem Herzinfarkt.“ Je nach Transport-fähigkeit des Betroffenen und Unwegsamkeit des Geländes erfolgt die Bergung mit dem Akia, einem bootsförmigen Wannen-Schlitten aus Metall, mit einer Gebirgstrage oder dem Helikopter. So übergeben Retter den Verletzten im Tal an den Notdienst oder transportieren ihn auf direktem Weg mit dem Rettungshubschrauber ins nächste Krankenhaus.

    Wer trägt die Rettungskosten?

    Wer die Kosten bei einem Skiunfall trägt, ist abhängig von der Verletzung und dem Unfallort. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen im Ausland nur die Behandlungskosten nach deutschem Tarif und das meist auch nicht in voller Höhe. „Für den Einsatz der Bergwacht und den Abtransport durch den Akia oder Helikopter kommt die Krankenkasse nicht auf“, erklärt Dreyer. „Verunglückte müssen die Kosten aus eigener Tasche zahlen und diese sind hoch: Eine Hubschrauber-Bergung kann über 5.000 Euro kosten.“ Deshalb raten Verbraucherschützer zu einer privaten Reisekrankenversicherung. Dabei gilt beim Abschluss darauf zu achten, in welchen Ländern die Versicherung greift und dass die im Notfall anfallenden Such-, Bergungs-, und Rettungskosten sowie die ärztlichen Heilbehandlungen und der Rücktransport abgedeckt sind.

    Weitere Infos gibt es unter www.ergo-reiseversicherung.de.

Unfall auf der Skipiste? • Medien-Informationen

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Unfall auf der Skipiste? • Hintergrundtexte

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    Unfall auf der Skipiste?

    MĂĽnchen, 18. Dezember 2019

    Pistenspaß, rasante Abfahrten und weißes Bergpanorama – dank schneereicher Tage sind die ersten Skigebiete rund um die Stubaier Alpen in Südtirol sowie einige Pisten in Österreich und der Schweiz dieses Jahr bereits vorzeitig in die Skisaison gestartet. Damit beginnt für Freunde des Skisports nicht nur die schönste Zeit des Jahres, sondern auch die Hochsaison für Bergwacht und Sanitäter. Von Jahr zu Jahr steigt die Anzahl der Unfälle auf den Skipisten. So kam es laut Erhebungen der statistischen Auswertungsstelle für Ski-Unfälle (ASU) in der Saison 2018/2019 zu rund 45.000 Unfällen bei deutschen Skifahrern, was einen Anstieg um etwa 4,6 Prozent im Vergleich zur Vorsaison bedeutet. Mit welchen Erste-Hilfe-Maßnahmen sich Helfer bei einem Ski-Unglück richtig verhalten, wann eine Bergrettung hinzugezogen werden sollte und wer für die Kosten aufkommt, weiß Birgit Dreyer, die Reiseexpertin der ERGO Reiseversicherung (ERV).

    Erste Hilfe: Das ist zu tun

    Egal, ob Unfallbeteiligter oder nur Zeuge – auf der Piste ist eine schnelle Erste Hilfe das A und O. In erster Linie gilt für alle Betroffenen, einen kühlen Kopf zu bewahren. Um weitere Folge-Unfälle zu vermeiden und andere Fahrer zu warnen, sollten Helfer zunächst die Unfallstelle absichern, indem sie Ski und Stöcke um den Verunglückten in Kreuzform hangaufwärts in den Schnee stecken. „Danach geht es an die Erste Hilfe“, so Dreyer. „Ist die Person bei Bewusstsein und atmet? Wo tut es weh? Können alle Gliedmaßen bewegt werden? Diese Fragen sollten zuerst geklärt werden, um sich einen Überblick über den Ernst der Lage zu verschaffen.“ Im Zweifelsfall sowie natürlich in schweren Notsituationen muss sofort die Bergrettung informiert werden. Danach bringen Helfer den Verunfallten idealerweise in eine bequeme Lage und versuchen, ihm eine textile Unterlage zu verschaffen, um ihn vor Unterkühlung zu schützen. Ganz wichtig: Klagt der Verletze über taube Beine oder Arme, ist es essentiell, ihn nicht zu bewegen oder aufzusetzen, denn eine falsche Bewegung kann bei Wirbel- und Kopfverletzungen fatale gesundheitliche Folgen haben. Wenn keine regelmäßige Atmung festgestellt wird, müssen sofort lebensrettende Maßnahmen wie Herzdruckmassage mit Beatmung eingeleitet werden. Übrigens: Unfallzeugen sind rechtlich dazu verpflichtet zu helfen, ansonsten begehen sie, wie im Straßenverkehr auch, Fahrerflucht – und das ist strafbar.

    Bergrettung: ja oder nein?

    Für einen Laien ist es oft schwierig, Verletzungen richtig einzuschätzen. Auf den ersten Blick harmlos erscheinende Schürfwunden können mit inneren Verletzungen oder einer Gehirnerschütterung einhergehen. Da kein Unfall dem anderen gleicht, sollte im Zweifelsfall immer die Bergwacht gerufen werden. In ganz Europa gilt die Notrufnummer 112. Jede Skination hat zusätzlich noch eine weitere Notruf-Nummer, wobei beide Nummern gleich effektiv sind. „Am Telefon gilt es dann noch mal, ruhig und sachlich zu bleiben“, rät die Reiseexpertin. „Dem Notdienst sollten Anrufer die fünf W-Fragen beantworten: Wo befindet sich der Verunglückte, was ist passiert, wie viele Personen sind beteiligt, welche Verletzung liegt vor und wer ruft an?“ Mit diesen Informationen kann die Bergwacht über das weitere Vorgehen entscheiden. „Die Rettung erfolgt insbesondere dann, wenn eine lebensbedrohliche Situation sowie ernste Verletzungen oder Beschwerden vorliegen, und der Verunglückte nicht mehr mobil ist“, erklärt Dreyer. „Das ist beispielsweise der Fall bei stark blutenden Verletzungen, bei mutmaßlichen Mehrfach-Brüchen, bei Bewusstlosigkeit oder bei einem Herzinfarkt.“ Je nach Transport-fähigkeit des Betroffenen und Unwegsamkeit des Geländes erfolgt die Bergung mit dem Akia, einem bootsförmigen Wannen-Schlitten aus Metall, mit einer Gebirgstrage oder dem Helikopter. So übergeben Retter den Verletzten im Tal an den Notdienst oder transportieren ihn auf direktem Weg mit dem Rettungshubschrauber ins nächste Krankenhaus.

    Wer trägt die Rettungskosten?

    Wer die Kosten bei einem Skiunfall trägt, ist abhängig von der Verletzung und dem Unfallort. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen im Ausland nur die Behandlungskosten nach deutschem Tarif und das meist auch nicht in voller Höhe. „Für den Einsatz der Bergwacht und den Abtransport durch den Akia oder Helikopter kommt die Krankenkasse nicht auf“, erklärt Dreyer. „Verunglückte müssen die Kosten aus eigener Tasche zahlen und diese sind hoch: Eine Hubschrauber-Bergung kann über 5.000 Euro kosten.“ Deshalb raten Verbraucherschützer zu einer privaten Reisekrankenversicherung. Dabei gilt beim Abschluss darauf zu achten, in welchen Ländern die Versicherung greift und dass die im Notfall anfallenden Such-, Bergungs-, und Rettungskosten sowie die ärztlichen Heilbehandlungen und der Rücktransport abgedeckt sind.

    Weitere Infos gibt es unter www.ergo-reiseversicherung.de.

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 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad WeiĂźenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose BroschĂĽren ĂĽber das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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