Thema: Landurlaub
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    Feierliche Weihnachtsbräuche zum Einstimmen

    Von heidnischen Traditionen und motorisierten Santas

    MĂĽnchen, 19. November 2020
    Wenn die Tage kürzer werden und der erste Schnee fällt, stehen für viele die schönsten Wochen des Jahres bevor: die Weihnachtszeit. Egal, ob mit Kinderschuhen auf dem Fenstersims, leckeren Klausenschnecken und traditionellem Christbaumschlagen oder ganz cool als Santa auf dem Motorrad − bis zum Heiligabend stimmen sich kleine und große Weihnachtsfans mit unterschiedlichen alten und neuen Traditionen auf das alljährliche, höchste Fest des Kirchenjahres ein. Wir stellen euch die schönsten Weihnachtsbräuche von Island bis zur Südsteiermark vor:

    Jólasveinar – die 13 isländischen Weihnachtskerle

    Die isländischen Traditionen sind geprägt von alten heidnischen Überlieferungen nordischer Götter und vom Glaube an Elfen und Trolle. So auch die Legende der Jólasveinar, was übersetzt in etwa „Weihnachtskerle“ bedeutet. Bei diesen 13 Kobolden handelt es sich um die Söhne eines Riesen-Ehepaares, dessen Existenz im 13. Jahrhundert begründet liegt. Die Riesengattin musste für ihren bettlägerigen Mann Nahrung beschaffen und tat das, indem sie unartige Kinder fing. Diese Legende wurde über Jahrhunderte als Erziehungsmaßnahme eingesetzt, im Laufe der Jahre aber entschärft und heute spielen nicht mehr die Riesen, sondern die Kobolde die Hauptrolle in diesem Brauchtum: Zwischen dem 12. und dem 24. Dezember stellen in Island die Kinder Schuhe auf den Fenstersims. Jeden Tag kommt einer der Koboldbrüder und legt den Braven Süßigkeiten oder kleine Geschenke in die Schuhe, die Unartigen erhalten Kartoffeln. Weitere Infos zu den Weihnachtsgesellen finden sich auf dem Blog des Islandreiseveranstalters Katla Travel.

    Mit einem etwas anderen Schlitten durch die Südpfalz

    Seit nun schon fünf Jahren fahren die 25 „Harley Davidson Riding Santas“ in Nikolauskostümen von der Südpfalz bis nach Speyer, um Spenden für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen zu sammeln. Auf ihrer Strecke, die unter anderem durch die Festungsstadt Germersheim führt, bitten die motorradfahrenden Nikoläuse um Geldgaben – gleichzeitig stehen rund 400 Sammeldosen in Geschäften und Weihnachtsmärkten der Region. Im letzten Jahr betrug die erreichte Summe über 50.000 Euro.

    Weihnachtsfackeln im Nördlichen Schwarzwald

    Jedes Jahr am Heiligen Abend locken die Altensteiger Weihnachtsfackeln Besucher in das historische Städtchen im Nördlichen Schwarzwald. Der alte Brauch hat wohl seinen Ursprung bei den heidnischen Kelten, die mit Feuer die Wintersonnwende zelebrierten. Heute versammeln sich Einheimische und Gäste am 24. Dezember um 18 Uhr auf den Hausbergen über der Stadt, um mit selbstgebauten Riesenfackeln sowie kleineren Handfackeln die Geburt Christi zu feiern. Die Fackeln werden aus geschlitztem Spreißelholz zu bis zu fünf Meter langen Bündeln zusammengeschnürt, am Abend schließlich an riesigen Holzstößen entzündet und auf den Hangwiesen hin und her geschwenkt. Der Anblick des wogenden Lichtermeers versetzt auch den letzten Zuschauer in weihnachtliche Stimmung.

    Klausenschnecken im ZweiTälerLand

    In Elzach im ZweiTälerLand ist die Zeit rund um den 6. Dezember mit Klausenmarkt, Hausbesuchen & Co. ganz dem Stadt- und Kirchenpatron St. Nikolaus gewidmet. Zum Nikolaustag finden Genießer dann in den lokalen Bäckereien die Klausenschnecken und Brezeln, die aus einer Art Wecken- und Hefeteig hergestellt werden. Noch bis zum 2. Weltkrieg wurde zwischen Nikolaus und Weihnachten in den Wirtschaften große Brezeln aus Hefeteig ausgewürfelt. Beim sogenannten „Barschen“ hatte jeder Teilnehmer drei Würfe und, wer die größte Augenzahl erreichte, hatte das Gebäck gewonnen. Heute findet sich dieser Brauch nur noch in wenigen Orten der Region zum Jahresanfang wieder, wenn um die Neujahrsbrezeln gewürfelt wird.

    Weihnachtsbaumolympiade in Albstadt

    In Albstadt-Pfeffingen treffen seit 2013 jedes Jahr Anfang Januar Weihnachtsbaumweitwerfer aufeinander. Die Jugendabteilung des lokalen Fußballvereins, FC 1919 Pfeffingen e. V., organisiert das etwas andere Sportevent und mittlerweile gehört die Gaudi für Jung und Alt fest in den regionalen Veranstaltungskalender. Mittlerweile wurde aus der Weihnachtsbaumweitwurfweltmeisterschaft eine ganze Olympiade und die Teilnehmer ab 15 Jahre messen sich in insgesamt fünf Disziplinen: dem klassischen Weihnachtsbaumweitwurf, dem Christbaumständerhochwurf, dem Weihnachtskugelweitwurf, dem Baumspitzenzielwerfen und zu guter Letzt dem Lamettawettknoten. Dabei dienen ausgediente Weihnachtsbäume und -schmuck als Sportgerät.

    Krippentradition in Bayerisch-Schwaben

    In Bayerisch-Schwaben hat das Krippenschauen oder auch „Krippleschauen“ große Tradition. Sowohl im „Schwäbischen Krippenparadies“ im Landkreis Günzburg also auch in den anderen Gegenden der Region bestaunen Besucher die besonderen Kunstwerke in zahlreichen Kirchen, Schaufenstern oder auch in privaten Ausstellungen. So präsentiert Josef Glogger etwa auf seinem Anwesen in Balzhausen eine mit rund 25.000 LEDs beleuchtete Krippe, und in Donauwörth schwimmt eine „Floßkrippe“ inmitten der Wörnitz. In Nördlingen spazieren Interessierte entlang des Krippenwegs vorbei an verschiedenen Krippenstilen und -figuren durch das mittelalterliche Zentrum.

    Die Klöpfelnächte im Chiemsee-Alpenland

    Das „Klöpfeln“ ist ein aus dem Mittelalter stammender heidnischer Brauch im süddeutschen Raum, in Österreich und der Schweiz: Traditionell wird nur an den drei Donnerstagen der Adventszeit in den frühen Abendstunden und nach Einbruch der Dämmerung geklöpfelt. Dabei gingen die Hirten und Armen von Hof zu Hof, sangen das Klöpfellied für gute Ernte und sprachen Glück- und Segenswünsche. Dafür erhielten sie von der Bäuerin allerlei Essbares. In den letzten Jahren haben die Trachtenvereine im Chiemsee-Alpenland den alten Brauch wiederbelebt. Kindergruppen sagen Klöpfelverse auf, singen Klöpfellieder und sammeln Spenden für einen guten Zweck. Zudem findet die ein oder andere Tafel Schokolade, eine Orange oder eine Tüte Selbstgebackenes ihren Weg in die Taschen der Kleinen.

    Traditionelles Christbaumschlagen im Allgäuer Bergwald in Pfronten

    Der frische Duft von Baumharz, stachelige Nadeln und jede Menge weihnachtliche Vorfreuden: Jedes Jahr am 23. Dezember findet in Pfronten das traditionelle Christbaumschlagen statt. Sowohl Einheimische als auch Gäste machen sich an diesem besonderen Tag vor Heilig Abend gemeinsam mit Revierförster Sebastian Baumeister auf den Weg durch die verschneiten Alpenwiesen zu den ausgewiesenen Flächen im Bergwald, wo sie sich unter den vielen wildgewachsenen Bergfichten ihren Weihnachtsbaum aussuchen. Dabei erfüllt dieser Brauch gleichzeitig auch einen guten Zweck, denn er kommt der Landschaftspflege zu Gute. Früher wurden die Alpenweiden intensiv als Mähwiesen genutzt. Dadurch entstanden lichte, offene Flächen zwischen den Bergwäldern, die einen wichtigen Lebensraum für seltene Orchideen-, Enzian- und Insektenarten darstellen und die den Raufußhühnern als Brutstätte dienen. Die Befreiung dieser Flächen von Gestrüpp und jährlich ein paar Fichten hilft bei der Erhaltung dieser Artenvielfalt. Gestärkt mit Kinderpunsch, Glühwein und Lebkuchen genießen große und kleine Christbaumfans die Pfrontener Tradition und stimmen sich auf das Weihnachtsfest ein.

    Frisch- und Gesund-Schlagen in der Südsteiermark zum „Fest der Unschuldigen Kinder“

    "Frisch und gsund, frisch und gsund, lang leben, gsund bleibn, s'Christkindl am Hochaltar wünscht eich a guats neigs Joar" ertönt es zum „Fest der Unschuldigen Kinder“ am 28. Dezember wieder, wenn die Jüngsten in der Südsteiermark einem alten Brauch nachgehen – dem Frisch- und Gesund-Schlagen, auch Schappen genannt. Dabei gehen sie von Haus zu Haus, ausgestattet mit einer Hasel- oder Weidenrute, und streichen den Erwachsenen dabei symbolisch über den Rücken. So wünschen sie ihnen nicht nur Glück und Gesundheit für das kommende Jahr, sondern dürfen sich im Gegenzug über Süßigkeiten, Nüsse oder kleine Geldgeschenke freuen. Ob unschuldig oder nicht – über die guten Wünsche der Kinder freut sich jedermann.

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    Feierliche Weihnachtsbräuche zum Einstimmen

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    MĂĽnchen, 19. November 2020
    Wenn die Tage kürzer werden und der erste Schnee fällt, stehen für viele die schönsten Wochen des Jahres bevor: die Weihnachtszeit. Egal, ob mit Kinderschuhen auf dem Fenstersims, leckeren Klausenschnecken und traditionellem Christbaumschlagen oder ganz cool als Santa auf dem Motorrad − bis zum Heiligabend stimmen sich kleine und große Weihnachtsfans mit unterschiedlichen alten und neuen Traditionen auf das alljährliche, höchste Fest des Kirchenjahres ein. Wir stellen euch die schönsten Weihnachtsbräuche von Island bis zur Südsteiermark vor:

    Jólasveinar – die 13 isländischen Weihnachtskerle

    Die isländischen Traditionen sind geprägt von alten heidnischen Überlieferungen nordischer Götter und vom Glaube an Elfen und Trolle. So auch die Legende der Jólasveinar, was übersetzt in etwa „Weihnachtskerle“ bedeutet. Bei diesen 13 Kobolden handelt es sich um die Söhne eines Riesen-Ehepaares, dessen Existenz im 13. Jahrhundert begründet liegt. Die Riesengattin musste für ihren bettlägerigen Mann Nahrung beschaffen und tat das, indem sie unartige Kinder fing. Diese Legende wurde über Jahrhunderte als Erziehungsmaßnahme eingesetzt, im Laufe der Jahre aber entschärft und heute spielen nicht mehr die Riesen, sondern die Kobolde die Hauptrolle in diesem Brauchtum: Zwischen dem 12. und dem 24. Dezember stellen in Island die Kinder Schuhe auf den Fenstersims. Jeden Tag kommt einer der Koboldbrüder und legt den Braven Süßigkeiten oder kleine Geschenke in die Schuhe, die Unartigen erhalten Kartoffeln. Weitere Infos zu den Weihnachtsgesellen finden sich auf dem Blog des Islandreiseveranstalters Katla Travel.

    Mit einem etwas anderen Schlitten durch die Südpfalz

    Seit nun schon fünf Jahren fahren die 25 „Harley Davidson Riding Santas“ in Nikolauskostümen von der Südpfalz bis nach Speyer, um Spenden für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen zu sammeln. Auf ihrer Strecke, die unter anderem durch die Festungsstadt Germersheim führt, bitten die motorradfahrenden Nikoläuse um Geldgaben – gleichzeitig stehen rund 400 Sammeldosen in Geschäften und Weihnachtsmärkten der Region. Im letzten Jahr betrug die erreichte Summe über 50.000 Euro.

    Weihnachtsfackeln im Nördlichen Schwarzwald

    Jedes Jahr am Heiligen Abend locken die Altensteiger Weihnachtsfackeln Besucher in das historische Städtchen im Nördlichen Schwarzwald. Der alte Brauch hat wohl seinen Ursprung bei den heidnischen Kelten, die mit Feuer die Wintersonnwende zelebrierten. Heute versammeln sich Einheimische und Gäste am 24. Dezember um 18 Uhr auf den Hausbergen über der Stadt, um mit selbstgebauten Riesenfackeln sowie kleineren Handfackeln die Geburt Christi zu feiern. Die Fackeln werden aus geschlitztem Spreißelholz zu bis zu fünf Meter langen Bündeln zusammengeschnürt, am Abend schließlich an riesigen Holzstößen entzündet und auf den Hangwiesen hin und her geschwenkt. Der Anblick des wogenden Lichtermeers versetzt auch den letzten Zuschauer in weihnachtliche Stimmung.

    Klausenschnecken im ZweiTälerLand

    In Elzach im ZweiTälerLand ist die Zeit rund um den 6. Dezember mit Klausenmarkt, Hausbesuchen & Co. ganz dem Stadt- und Kirchenpatron St. Nikolaus gewidmet. Zum Nikolaustag finden Genießer dann in den lokalen Bäckereien die Klausenschnecken und Brezeln, die aus einer Art Wecken- und Hefeteig hergestellt werden. Noch bis zum 2. Weltkrieg wurde zwischen Nikolaus und Weihnachten in den Wirtschaften große Brezeln aus Hefeteig ausgewürfelt. Beim sogenannten „Barschen“ hatte jeder Teilnehmer drei Würfe und, wer die größte Augenzahl erreichte, hatte das Gebäck gewonnen. Heute findet sich dieser Brauch nur noch in wenigen Orten der Region zum Jahresanfang wieder, wenn um die Neujahrsbrezeln gewürfelt wird.

    Weihnachtsbaumolympiade in Albstadt

    In Albstadt-Pfeffingen treffen seit 2013 jedes Jahr Anfang Januar Weihnachtsbaumweitwerfer aufeinander. Die Jugendabteilung des lokalen Fußballvereins, FC 1919 Pfeffingen e. V., organisiert das etwas andere Sportevent und mittlerweile gehört die Gaudi für Jung und Alt fest in den regionalen Veranstaltungskalender. Mittlerweile wurde aus der Weihnachtsbaumweitwurfweltmeisterschaft eine ganze Olympiade und die Teilnehmer ab 15 Jahre messen sich in insgesamt fünf Disziplinen: dem klassischen Weihnachtsbaumweitwurf, dem Christbaumständerhochwurf, dem Weihnachtskugelweitwurf, dem Baumspitzenzielwerfen und zu guter Letzt dem Lamettawettknoten. Dabei dienen ausgediente Weihnachtsbäume und -schmuck als Sportgerät.

    Krippentradition in Bayerisch-Schwaben

    In Bayerisch-Schwaben hat das Krippenschauen oder auch „Krippleschauen“ große Tradition. Sowohl im „Schwäbischen Krippenparadies“ im Landkreis Günzburg also auch in den anderen Gegenden der Region bestaunen Besucher die besonderen Kunstwerke in zahlreichen Kirchen, Schaufenstern oder auch in privaten Ausstellungen. So präsentiert Josef Glogger etwa auf seinem Anwesen in Balzhausen eine mit rund 25.000 LEDs beleuchtete Krippe, und in Donauwörth schwimmt eine „Floßkrippe“ inmitten der Wörnitz. In Nördlingen spazieren Interessierte entlang des Krippenwegs vorbei an verschiedenen Krippenstilen und -figuren durch das mittelalterliche Zentrum.

    Die Klöpfelnächte im Chiemsee-Alpenland

    Das „Klöpfeln“ ist ein aus dem Mittelalter stammender heidnischer Brauch im süddeutschen Raum, in Österreich und der Schweiz: Traditionell wird nur an den drei Donnerstagen der Adventszeit in den frühen Abendstunden und nach Einbruch der Dämmerung geklöpfelt. Dabei gingen die Hirten und Armen von Hof zu Hof, sangen das Klöpfellied für gute Ernte und sprachen Glück- und Segenswünsche. Dafür erhielten sie von der Bäuerin allerlei Essbares. In den letzten Jahren haben die Trachtenvereine im Chiemsee-Alpenland den alten Brauch wiederbelebt. Kindergruppen sagen Klöpfelverse auf, singen Klöpfellieder und sammeln Spenden für einen guten Zweck. Zudem findet die ein oder andere Tafel Schokolade, eine Orange oder eine Tüte Selbstgebackenes ihren Weg in die Taschen der Kleinen.

    Traditionelles Christbaumschlagen im Allgäuer Bergwald in Pfronten

    Der frische Duft von Baumharz, stachelige Nadeln und jede Menge weihnachtliche Vorfreuden: Jedes Jahr am 23. Dezember findet in Pfronten das traditionelle Christbaumschlagen statt. Sowohl Einheimische als auch Gäste machen sich an diesem besonderen Tag vor Heilig Abend gemeinsam mit Revierförster Sebastian Baumeister auf den Weg durch die verschneiten Alpenwiesen zu den ausgewiesenen Flächen im Bergwald, wo sie sich unter den vielen wildgewachsenen Bergfichten ihren Weihnachtsbaum aussuchen. Dabei erfüllt dieser Brauch gleichzeitig auch einen guten Zweck, denn er kommt der Landschaftspflege zu Gute. Früher wurden die Alpenweiden intensiv als Mähwiesen genutzt. Dadurch entstanden lichte, offene Flächen zwischen den Bergwäldern, die einen wichtigen Lebensraum für seltene Orchideen-, Enzian- und Insektenarten darstellen und die den Raufußhühnern als Brutstätte dienen. Die Befreiung dieser Flächen von Gestrüpp und jährlich ein paar Fichten hilft bei der Erhaltung dieser Artenvielfalt. Gestärkt mit Kinderpunsch, Glühwein und Lebkuchen genießen große und kleine Christbaumfans die Pfrontener Tradition und stimmen sich auf das Weihnachtsfest ein.

    Frisch- und Gesund-Schlagen in der Südsteiermark zum „Fest der Unschuldigen Kinder“

    "Frisch und gsund, frisch und gsund, lang leben, gsund bleibn, s'Christkindl am Hochaltar wünscht eich a guats neigs Joar" ertönt es zum „Fest der Unschuldigen Kinder“ am 28. Dezember wieder, wenn die Jüngsten in der Südsteiermark einem alten Brauch nachgehen – dem Frisch- und Gesund-Schlagen, auch Schappen genannt. Dabei gehen sie von Haus zu Haus, ausgestattet mit einer Hasel- oder Weidenrute, und streichen den Erwachsenen dabei symbolisch über den Rücken. So wünschen sie ihnen nicht nur Glück und Gesundheit für das kommende Jahr, sondern dürfen sich im Gegenzug über Süßigkeiten, Nüsse oder kleine Geldgeschenke freuen. Ob unschuldig oder nicht – über die guten Wünsche der Kinder freut sich jedermann.

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 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad WeiĂźenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose BroschĂĽren ĂĽber das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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