• Ferienregion Fichtelgebirge • Medien-Informationen

    Das Fichtelgebirge spüren statt sehen

    Wanderungen von und für Sehbehinderte

    Fichtelberg/München, 16. Januar 2013
    Das Plätschern der Quellflüsse, Grasnarben und Gestein an den Wegrändern oder unterschiedliche Strecken-Steigungen - Horst Zinnert orientiert sich während seiner Wanderungen im Naturpark Fichtelgebirge an natürlichen und akustischen Grenzen. Der gebürtige Bischofsgrüner ist seit seiner Kindheit ohne Augenlicht und führt jetzt andere Sehbehinderte auf Erlebnistouren der ganz eignen Art durch das Fichtelgebirge. Statt dem weiten Blick über Ochsenkopf & Co genießen die Wanderer beispielsweise den Duft der Tannennadeln oder das Gefühl über den weichen Waldboden zu laufen umso intensiver. Besonders das vielschichtige Gesteinsvorkommen von Granit über Phyllitschiefer bis hin zu Marmor und Speckstein lädt zu einer interessanten (Tast-) Sinnesreise in die steinreiche Ecke Bayerns. Zusammen mit ehrenamtlichen Begleitpersonen können Blinde und Sehbehinderte selbst Europas größtes Felsen-Labyrinth bewandern oder im Winter etwa auf den kilometerlangen Loipen langlaufen.

    Die Tourist Information Bischofsgrün unterstützt das Angebot mit Info-Broschüren in Braille-Schrift und organisiert Ortsführungen für eine leichtere Orientierung während des Urlaubaufenthalts. Darüber hinaus haben die Bischofsgrüner einen Ortsplan in Braille Schrift entwickelt. Die ersten Erkundungsspaziergänge fallen dadurch noch leichter und erhöhen die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit aller Gäste mit Sehbehinderung. Im Waldgasthof Karches, der Café-Pension Wiesengrund und dem Hotel & Gasthof Siebenstern stehen darüber hinaus die kulinarischen Köstlichkeiten auch in Braille Schrift auf den Speisekarten. "Sehbehinderte brauchen weniger Extra-Leistungen als viele glauben. Das Wichtigste sind Verständnis und eine erste Orientierung", erklärt Kerstin Zinnert, die Hotelchefin vom Hotel & Gasthof Siebenstern.

    So zeigt das Servicepersonal im Hotel Siebenstern beispielsweise am ersten Morgen wo alles am Frühstücksbuffet steht oder fragt beim Gast einfach häufiger nach, ob er noch etwas braucht. Die eigens zusammengestellte Wochenend-Pauschale von Familie Zinnert "Bischofsgrün anders sehen und mit allen Sinnen erleben" enthält neben dem Transfer vom Bahnhof zum Hotel und zurück, eine Ortsführung von ebenfalls Blinden bzw. bei Bedarf mit sehender Begleitung sowie einen Begrüßungssekt und abends ein typisch fränkisches Abendessen mit Schäuferla, Sauerkraut & Klößchen. Entspannung nach einer langen Wanderung verspricht der hoteleigne Whirlpool (einmal freie Nutzung). Das gesamte Paket mit zwei Übernachtungen und Halbpension ist ab 83 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar.

    Nähere Informationen bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder auf der neuen Website www.tz-fichtelgebirge.de sowie bei der Tourist Information Bischofsgrün unter +49 (0) 9276-1292 oder touristinfo@bischofsgruen.de. Weitere News, Bilder und Videos auf Facebook und Twitter.

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    Das Plätschern der Quellflüsse, Grasnarben und Gestein an den Wegrändern oder unterschiedliche Strecken-Steigungen - Horst Zinnert orientiert sich während seiner Wanderungen im Naturpark Fichtelgebirge an natürlichen und akustischen Grenzen. Der gebürtige Bischofsgrüner ist seit seiner Kindheit ohne Augenlicht und führt jetzt andere Sehbehinderte auf Erlebnistouren der ganz eignen Art durch das Fichtelgebirge. Statt dem weiten Blick über Ochsenkopf & Co genießen die Wanderer beispielsweise den Duft der Tannennadeln oder das Gefühl über den weichen Waldboden zu laufen umso intensiver. Besonders das vielschichtige Gesteinsvorkommen von Granit über Phyllitschiefer bis hin zu Marmor und Speckstein lädt zu einer interessanten (Tast-) Sinnesreise in die steinreiche Ecke Bayerns. Zusammen mit ehrenamtlichen Begleitpersonen können Blinde und Sehbehinderte selbst Europas größtes Felsen-Labyrinth bewandern oder im Winter etwa auf den kilometerlangen Loipen langlaufen.

    Die Tourist Information Bischofsgrün unterstützt das Angebot mit Info-Broschüren in Braille-Schrift und organisiert Ortsführungen für eine leichtere Orientierung während des Urlaubaufenthalts. Darüber hinaus haben die Bischofsgrüner einen Ortsplan in Braille Schrift entwickelt. Die ersten Erkundungsspaziergänge fallen dadurch noch leichter und erhöhen die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit aller Gäste mit Sehbehinderung. Im Waldgasthof Karches, der Café-Pension Wiesengrund und dem Hotel & Gasthof Siebenstern stehen darüber hinaus die kulinarischen Köstlichkeiten auch in Braille Schrift auf den Speisekarten. "Sehbehinderte brauchen weniger Extra-Leistungen als viele glauben. Das Wichtigste sind Verständnis und eine erste Orientierung", erklärt Kerstin Zinnert, die Hotelchefin vom Hotel & Gasthof Siebenstern.

    So zeigt das Servicepersonal im Hotel Siebenstern beispielsweise am ersten Morgen wo alles am Frühstücksbuffet steht oder fragt beim Gast einfach häufiger nach, ob er noch etwas braucht. Die eigens zusammengestellte Wochenend-Pauschale von Familie Zinnert "Bischofsgrün anders sehen und mit allen Sinnen erleben" enthält neben dem Transfer vom Bahnhof zum Hotel und zurück, eine Ortsführung von ebenfalls Blinden bzw. bei Bedarf mit sehender Begleitung sowie einen Begrüßungssekt und abends ein typisch fränkisches Abendessen mit Schäuferla, Sauerkraut & Klößchen. Entspannung nach einer langen Wanderung verspricht der hoteleigne Whirlpool (einmal freie Nutzung). Das gesamte Paket mit zwei Übernachtungen und Halbpension ist ab 83 Euro pro Person im Doppelzimmer buchbar.

    Nähere Informationen bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e.V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder auf der neuen Website www.tz-fichtelgebirge.de sowie bei der Tourist Information Bischofsgrün unter +49 (0) 9276-1292 oder touristinfo@bischofsgruen.de. Weitere News, Bilder und Videos auf Facebook und Twitter.

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 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad Weißenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose Broschüren über das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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