• Bayerisch-Schwaben • Medien-Informationen

    Geschichte zum Lauschen, Wandern und Radeln

    Sisi, Luther & Napoleon: auf Zeitreisen in Bayerisch-Schwaben

    Augsburg/MĂĽnchen, 15. Dezember 2022

    Von den Kelten und Römern über Herrscher wie die Wittelsbacher oder Napoleon – von der dunklen Epoche des Mittelalters bis zu klugen und mutigen Persönlichkeiten, die die Menschheitsgeschichte prägten – Bayerisch-Schwaben blickt als Heimat alter Zivilisationen und Austragungsstätte wichtiger Schlachten auf eine bewegte Historie zurück. Und noch heute erleben Besucher Geschichte hautnah. Mit der kostenlosen Bayerisch-Schwaben-Lauschtour-App sowie auf zahlreichen Themenwegen lauschen, wandern und radeln Geschichtsinteressierte entlang der bedeutendsten Geschichtsdenkmäler der Region.

    Römer und Reformation in Augsburg

    Einst kamen die Römer über die Alpenpässe und gründeten die Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum. Heute radeln Outdoor-Fans auf dem markierten Fernradweg „Via Claudia Augusta“ bis nach Italien. Alternativ fahren sie auf einem Teil dieses historischen Weges im Landkreis Augsburg, genauer gesagt auf dem „Lechfeld“. Über jenen Schauplatz, wo vor über 1.000 Jahren eine gewaltige Schlacht stattfand, bei der König Otto I. die Ungarn besiegte, führt der kulturhistorische Radweg „Auf römischen Spuren“. Entlang des Weges warten unter anderem ein römisches Grabdenkmal im Stadtteil Oberhausen oder das Römische Museum im Zeughaus. Im Oktober 1518 wurde Martin Luther im Augsburger Stadtpalast Jakob Fuggers drei Mal verhört. Er sollte den Mönch aus Wittenberg vom Widerruf seiner 95 verbreiteten Thesen überzeugen, was Luther ablehnte. Diese Geschehnisse machten die heutige UNESCO-Welterbestadt zu einer der bedeutendsten Städte der deutschen Reformationsgeschichte. Die Fuggerhäuser, die Kirche St. Anna mit dem Museum Lutherstiege sowie viele weitere Orte in Augsburg erinnern an diese Zeit. Mit der Lauschtour „Luther in Augsburg“ erkunden Interessierte bei einem Spaziergang durch das historische Zentrum Augsburgs die wichtigsten Schauplätze und erhalten dabei persönliche Erklärungen von Augsburger Pfarrerinnen und Pfarrern.

    Hexen und Fürsten im Donau-Ries

    Die gut erhaltene Altstadt Nördlingens erinnert noch heute an ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte. So wurden im 16. Jahrhundert 33 Frauen und ein Mann wegen Hexerei hingerichtet. Die Lauschtour Hexen in Nördlingen widmet sich dieser Epoche und führt Besucher zu den Schauplätzen der Nördlinger Hexenprozesse. So geht es entlang der Stadtmauer, die als einzige Stadtmauer Deutschlands einen vollständig erhaltenen, rundum begehbaren und überdachten Wehrgang besitzt, bis zum Spitzturm, der als Verlies für mutmaßliche Hexen genutzt wurde. Und auch eine Holztür am Rathaus, die zur einstigen Folterkammer der Hexenjäger führt, erinnert an diese Zeit. Vorbei am Stadt-Archiv, wo heute noch tausende Akten ab dem 13. Jahrhundert lagern, kommen sie am Maria-Holl-Brunnen an, der an eine Frau erinnert, die aufgrund ihrer Standhaftigkeit das Ende der Hexenprozesse einleitete. Ganz in der Nähe am nördlichen Riesrand und Ufer der Wörnitz gelegen, befindet sich die ehemalige Residenzstadt Oettingen. Das prunkvolle Oettinger Residenzschloss der Fürsten von Oettingen-Spielberg besichtigen Interessierte auf vielfältigen Führungen. Auf dem Oettinger Fürstenweg wandern Aktive auf einem Teil des ehemaligen fürstlichen Herrschaftsgebietes. So geht es auf dem 20 Kilometer langen Rundweg durch die hügelige Landschaft an Waldrändern, Äckern und Streuobstwiesen entlang in Richtung des Jagdschlosses Hirschbrunn.

    Kelten und Habsburger in und um Günzburg

    Die 700-jährige Herrschaftszeit der Habsburger prägte viele Städte Bayerisch-Schwabens. So schuf das Adelsgeschlecht ein „Klein-Wien“ in Günzburg an der Donau. Die kostenlose Lauschtour Günzburger Stadtrundgang führt Besucher zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie dem Schloss, dem Unteren Tor oder der prächtigen Frauenkirche. Unterwegs erfahren sie, warum am Rathaus eine der wichtigsten Münzprägestätten des Habsburger Reiches entstanden ist und welche Bedeutung der österreichische Doppeladler am Eingangsportal hat. Beim Gang durch die malerischen Gässchen der Altstadt tauchen Interessierte in das Leben der Bürger aus dem 18. Jahrhundert ein. Vor den Habsburgern, genauer gesagt vor über 2.000 Jahren, machten es sich bereits die Kelten im schönen Landkreis Günzburg gemütlich. Mit der Kelten-Lauschtour begeben sich Hobbyhistoriker auf die Spuren dieses mysteriösen Volkes. Sie besichtigen Spuren von über 2.500 Jahre alten Grabhügeln sowie Überreste einer Viereckschanze und machen Halt an einer alten Eiche, die den Kelten vermutlich einst als Opferstätte diente. Darüber hinaus informiert ein rekonstruiertes Gehöft über die Lebensweise der Kelten.

    Das Erbe der Wittelsbacher

    Wer die Wittelsbacher Geschichte lieber auf dem Rad entdecken möchte, der startet auf der rund 56 Kilometer langen Wittelsbacher Spuren-Tour. Wahlweise mit Start und Ziel in Aichach oder Friedberg kommen Aktive vorbei an den wichtigsten Stationen des Herrschaftsgeschlechts, wie am Aichacher Rathaus, dem Oberen und Unteren Tor Aichach und dem Burgplatz in Oberwittelsbach. Unterwegs passieren sie unter anderem weitere Schlösser in Kühbach und Affing. In Friedberg erwartet sie zudem am Rande der Altstadt das Wittelsbacher Schloss, das im 13. Jahrhundert zur Gründung der Stadt führte, während in Aichach das Sisi Schloss zum Stopp einlädt. Das idyllisch gelegene Wasserschloss, das Herzog Max von Bayern als Jagdschloss nutze, beherbergt jährlich wechselnde Ausstellungen und eine Dauerausstellung zum Leben der Kaiserin. Die Lauschtour „Rund ums Sisi-Schloss Aichach“ begleitet Zuhörer zudem in den idyllischen Schlossgarten mit der über 400 Jahre alten Eiche. Dabei lauschen sie spannenden Geschichten aus dem Leben der Adelsfamilie.

    Spätrenaissance und Wasserlehre im Dillinger Land

    Das prächtige Höchstädter Schlosses im Landkreis Dillingen zählt zu den wertvollsten Bauten aus der deutschen Spätrenaissance. Innerhalb des Besitzes des ehemaligen Fürstentums Pfalz-Neuburg, wurde es Ende des 16. Jahrhunderts als Witwensitz für die Herzogstochter Anna von Jülich-Kleve-Berg erbaut, die dort von 1615 bis 1632 lebte. Auf dem vier Kilometer langen „Herzogin-Anna-Rundweg“ wandern Geschichtsinteressierte über Holzbohlenwege und eine kleine Hängebrücke durch den Auwald rund ums Schloss und erfahren auf Infotafeln Wissenswertes über Flora und Fauna des Waldes sowie die Geschichte des Schlosses. Der katholische Priester, Naturheilkundler und Hydrotherapeut Sebastian Kneipp begründete sein Gesundheitskonzept während seiner Studienzeit in Dillingen an der Donau. Heute kühlen sich Besucher der Stadt an zahlreichen Kneipp-Becken ab und begeben sich auf den zweiteiligen „Kneipp Rundweg“ durch die Altstadt. Mit der Lauschtour „Kneipp-Tour durch Dillingen“ reisen Hörer zudem zurück zu den Karriereanfängen des „Wasserdoktors“ ins Jahr 1844 und nutzen unter anderem die Natur-Kneipp-Anlage, an der der junge Kneipp 1849 zum ersten Mal in die Donau stieg, um sich selbst zu kurieren.

     

    Patrizier und Napoleon in Neu-Ulm

    Noch bevor die Region rechts der Donau im heutigen Landkreis Neu-Ulm zu Bayern gehörte, hatten die privilegierten Patrizier-Familien im so genannten „Ulmer Winkel“ das Sagen. Dort errichteten sie im 16. Jahrhundert ihre Schlösser. Auf dem zwölf Kilometer langen Rundweg „Auf den Spuren der Patrizier im "Ulmer Winkel"“ wandern Naturfreunde auf Wald- und Feldwegen vorbei an den Schlössern Reutti und Jedelhausen sowie bei einer längeren Tour auch nach Neubronn und Tiefenbach. Ein paar Jahrhunderte später stattete Napoleon der Gegend einen Besuch ab. 1805 gewann er auf dem Klosterberg Elchingen eine seiner wichtigsten Schlachten gegen die Österreicher. Damals wurde er zum Herzog von Elchingen ernannt und noch heute erinnert der Name „Elchingen“ auf dem Triumphbogen in Paris an dieses geschichtliche Ereignis. Rund um das Kloster begeben sich Interessierte mit der Lauschtour Napoleon in Elchingen zum damaligen Austragungsort der Schlacht und vorbei am Ney-Loch und der Gedenktafel am Martinstor. Auf den Spuren des französischen Herrschers darf auch ein Besuch in der Klosterkirche nicht fehlen, die heute noch fast so aussehen soll wie am Tag, als Napoleon sie beeindruckt betrat. Lauscher spazieren durch den Klostergarten, der 2006 nach dem Vorbild eines mittelalterlichen Klostergartens neu angelegt wurde und lassen den Blick vom Aussichtspunkt in die fernen Alpen schweifen.

    Weitere Informationen zu diesen und vielen weiteren Themen in Bayerisch-Schwaben gibt es beim Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V. – c/o Destinationsmarketing Bayerisch-Schwaben unter +49 (0)821 450 401 0 oder auf www.bayerisch-schwaben.de Weitere News, Bilder und Videos auf Facebook, Instagram, YouTube oder auf dem Blog.

Sisi, Luther & Napoleon: auf Zeitreisen in Bayerisch-Schwaben • Medien-Informationen

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Sisi, Luther & Napoleon: auf Zeitreisen in Bayerisch-Schwaben • Hintergrundtexte

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Medien-Informationen  
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    Geschichte zum Lauschen, Wandern und Radeln

    Sisi, Luther & Napoleon: auf Zeitreisen in Bayerisch-Schwaben

    Augsburg/MĂĽnchen, 15. Dezember 2022

    Von den Kelten und Römern über Herrscher wie die Wittelsbacher oder Napoleon – von der dunklen Epoche des Mittelalters bis zu klugen und mutigen Persönlichkeiten, die die Menschheitsgeschichte prägten – Bayerisch-Schwaben blickt als Heimat alter Zivilisationen und Austragungsstätte wichtiger Schlachten auf eine bewegte Historie zurück. Und noch heute erleben Besucher Geschichte hautnah. Mit der kostenlosen Bayerisch-Schwaben-Lauschtour-App sowie auf zahlreichen Themenwegen lauschen, wandern und radeln Geschichtsinteressierte entlang der bedeutendsten Geschichtsdenkmäler der Region.

    Römer und Reformation in Augsburg

    Einst kamen die Römer über die Alpenpässe und gründeten die Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum. Heute radeln Outdoor-Fans auf dem markierten Fernradweg „Via Claudia Augusta“ bis nach Italien. Alternativ fahren sie auf einem Teil dieses historischen Weges im Landkreis Augsburg, genauer gesagt auf dem „Lechfeld“. Über jenen Schauplatz, wo vor über 1.000 Jahren eine gewaltige Schlacht stattfand, bei der König Otto I. die Ungarn besiegte, führt der kulturhistorische Radweg „Auf römischen Spuren“. Entlang des Weges warten unter anderem ein römisches Grabdenkmal im Stadtteil Oberhausen oder das Römische Museum im Zeughaus. Im Oktober 1518 wurde Martin Luther im Augsburger Stadtpalast Jakob Fuggers drei Mal verhört. Er sollte den Mönch aus Wittenberg vom Widerruf seiner 95 verbreiteten Thesen überzeugen, was Luther ablehnte. Diese Geschehnisse machten die heutige UNESCO-Welterbestadt zu einer der bedeutendsten Städte der deutschen Reformationsgeschichte. Die Fuggerhäuser, die Kirche St. Anna mit dem Museum Lutherstiege sowie viele weitere Orte in Augsburg erinnern an diese Zeit. Mit der Lauschtour „Luther in Augsburg“ erkunden Interessierte bei einem Spaziergang durch das historische Zentrum Augsburgs die wichtigsten Schauplätze und erhalten dabei persönliche Erklärungen von Augsburger Pfarrerinnen und Pfarrern.

    Hexen und Fürsten im Donau-Ries

    Die gut erhaltene Altstadt Nördlingens erinnert noch heute an ein dunkles Kapitel der Stadtgeschichte. So wurden im 16. Jahrhundert 33 Frauen und ein Mann wegen Hexerei hingerichtet. Die Lauschtour Hexen in Nördlingen widmet sich dieser Epoche und führt Besucher zu den Schauplätzen der Nördlinger Hexenprozesse. So geht es entlang der Stadtmauer, die als einzige Stadtmauer Deutschlands einen vollständig erhaltenen, rundum begehbaren und überdachten Wehrgang besitzt, bis zum Spitzturm, der als Verlies für mutmaßliche Hexen genutzt wurde. Und auch eine Holztür am Rathaus, die zur einstigen Folterkammer der Hexenjäger führt, erinnert an diese Zeit. Vorbei am Stadt-Archiv, wo heute noch tausende Akten ab dem 13. Jahrhundert lagern, kommen sie am Maria-Holl-Brunnen an, der an eine Frau erinnert, die aufgrund ihrer Standhaftigkeit das Ende der Hexenprozesse einleitete. Ganz in der Nähe am nördlichen Riesrand und Ufer der Wörnitz gelegen, befindet sich die ehemalige Residenzstadt Oettingen. Das prunkvolle Oettinger Residenzschloss der Fürsten von Oettingen-Spielberg besichtigen Interessierte auf vielfältigen Führungen. Auf dem Oettinger Fürstenweg wandern Aktive auf einem Teil des ehemaligen fürstlichen Herrschaftsgebietes. So geht es auf dem 20 Kilometer langen Rundweg durch die hügelige Landschaft an Waldrändern, Äckern und Streuobstwiesen entlang in Richtung des Jagdschlosses Hirschbrunn.

    Kelten und Habsburger in und um Günzburg

    Die 700-jährige Herrschaftszeit der Habsburger prägte viele Städte Bayerisch-Schwabens. So schuf das Adelsgeschlecht ein „Klein-Wien“ in Günzburg an der Donau. Die kostenlose Lauschtour Günzburger Stadtrundgang führt Besucher zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie dem Schloss, dem Unteren Tor oder der prächtigen Frauenkirche. Unterwegs erfahren sie, warum am Rathaus eine der wichtigsten Münzprägestätten des Habsburger Reiches entstanden ist und welche Bedeutung der österreichische Doppeladler am Eingangsportal hat. Beim Gang durch die malerischen Gässchen der Altstadt tauchen Interessierte in das Leben der Bürger aus dem 18. Jahrhundert ein. Vor den Habsburgern, genauer gesagt vor über 2.000 Jahren, machten es sich bereits die Kelten im schönen Landkreis Günzburg gemütlich. Mit der Kelten-Lauschtour begeben sich Hobbyhistoriker auf die Spuren dieses mysteriösen Volkes. Sie besichtigen Spuren von über 2.500 Jahre alten Grabhügeln sowie Überreste einer Viereckschanze und machen Halt an einer alten Eiche, die den Kelten vermutlich einst als Opferstätte diente. Darüber hinaus informiert ein rekonstruiertes Gehöft über die Lebensweise der Kelten.

    Das Erbe der Wittelsbacher

    Wer die Wittelsbacher Geschichte lieber auf dem Rad entdecken möchte, der startet auf der rund 56 Kilometer langen Wittelsbacher Spuren-Tour. Wahlweise mit Start und Ziel in Aichach oder Friedberg kommen Aktive vorbei an den wichtigsten Stationen des Herrschaftsgeschlechts, wie am Aichacher Rathaus, dem Oberen und Unteren Tor Aichach und dem Burgplatz in Oberwittelsbach. Unterwegs passieren sie unter anderem weitere Schlösser in Kühbach und Affing. In Friedberg erwartet sie zudem am Rande der Altstadt das Wittelsbacher Schloss, das im 13. Jahrhundert zur Gründung der Stadt führte, während in Aichach das Sisi Schloss zum Stopp einlädt. Das idyllisch gelegene Wasserschloss, das Herzog Max von Bayern als Jagdschloss nutze, beherbergt jährlich wechselnde Ausstellungen und eine Dauerausstellung zum Leben der Kaiserin. Die Lauschtour „Rund ums Sisi-Schloss Aichach“ begleitet Zuhörer zudem in den idyllischen Schlossgarten mit der über 400 Jahre alten Eiche. Dabei lauschen sie spannenden Geschichten aus dem Leben der Adelsfamilie.

    Spätrenaissance und Wasserlehre im Dillinger Land

    Das prächtige Höchstädter Schlosses im Landkreis Dillingen zählt zu den wertvollsten Bauten aus der deutschen Spätrenaissance. Innerhalb des Besitzes des ehemaligen Fürstentums Pfalz-Neuburg, wurde es Ende des 16. Jahrhunderts als Witwensitz für die Herzogstochter Anna von Jülich-Kleve-Berg erbaut, die dort von 1615 bis 1632 lebte. Auf dem vier Kilometer langen „Herzogin-Anna-Rundweg“ wandern Geschichtsinteressierte über Holzbohlenwege und eine kleine Hängebrücke durch den Auwald rund ums Schloss und erfahren auf Infotafeln Wissenswertes über Flora und Fauna des Waldes sowie die Geschichte des Schlosses. Der katholische Priester, Naturheilkundler und Hydrotherapeut Sebastian Kneipp begründete sein Gesundheitskonzept während seiner Studienzeit in Dillingen an der Donau. Heute kühlen sich Besucher der Stadt an zahlreichen Kneipp-Becken ab und begeben sich auf den zweiteiligen „Kneipp Rundweg“ durch die Altstadt. Mit der Lauschtour „Kneipp-Tour durch Dillingen“ reisen Hörer zudem zurück zu den Karriereanfängen des „Wasserdoktors“ ins Jahr 1844 und nutzen unter anderem die Natur-Kneipp-Anlage, an der der junge Kneipp 1849 zum ersten Mal in die Donau stieg, um sich selbst zu kurieren.

     

    Patrizier und Napoleon in Neu-Ulm

    Noch bevor die Region rechts der Donau im heutigen Landkreis Neu-Ulm zu Bayern gehörte, hatten die privilegierten Patrizier-Familien im so genannten „Ulmer Winkel“ das Sagen. Dort errichteten sie im 16. Jahrhundert ihre Schlösser. Auf dem zwölf Kilometer langen Rundweg „Auf den Spuren der Patrizier im "Ulmer Winkel"“ wandern Naturfreunde auf Wald- und Feldwegen vorbei an den Schlössern Reutti und Jedelhausen sowie bei einer längeren Tour auch nach Neubronn und Tiefenbach. Ein paar Jahrhunderte später stattete Napoleon der Gegend einen Besuch ab. 1805 gewann er auf dem Klosterberg Elchingen eine seiner wichtigsten Schlachten gegen die Österreicher. Damals wurde er zum Herzog von Elchingen ernannt und noch heute erinnert der Name „Elchingen“ auf dem Triumphbogen in Paris an dieses geschichtliche Ereignis. Rund um das Kloster begeben sich Interessierte mit der Lauschtour Napoleon in Elchingen zum damaligen Austragungsort der Schlacht und vorbei am Ney-Loch und der Gedenktafel am Martinstor. Auf den Spuren des französischen Herrschers darf auch ein Besuch in der Klosterkirche nicht fehlen, die heute noch fast so aussehen soll wie am Tag, als Napoleon sie beeindruckt betrat. Lauscher spazieren durch den Klostergarten, der 2006 nach dem Vorbild eines mittelalterlichen Klostergartens neu angelegt wurde und lassen den Blick vom Aussichtspunkt in die fernen Alpen schweifen.

    Weitere Informationen zu diesen und vielen weiteren Themen in Bayerisch-Schwaben gibt es beim Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben e.V. – c/o Destinationsmarketing Bayerisch-Schwaben unter +49 (0)821 450 401 0 oder auf www.bayerisch-schwaben.de Weitere News, Bilder und Videos auf Facebook, Instagram, YouTube oder auf dem Blog.

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 Wasser vom Dach Europas – alles im Fluss im Fichtelgebirge

Wie Quellen, Seen und Flüsse das Leben, die Kultur und die Traditionen in der Mittelgebirgsregion prägen

München/Fichtelberg – xxx. Im Fichtelgebirge begegnen Besucher dem Wasser überall: Bäche, Quellen und Seen prägen seit Jahrhunderten nicht nur die Landschaft, sondern auch die Kultur und Traditionen dieser Mittelgebirgsregion. Zugleich entspringen hier vier bedeutende Flüsse – Weißer Main, Eger, Fichtelnaab und Sächsische Saale – und mit der Europäischen Hauptwasserscheide verläuft über die Gipfel eine der wichtigsten Trennlinien zwischen Schwarzem Meer und Nordsee. Für die Jahre 2026 und 2027 stellt die Tourismuszentrale Fichtelgebirge das Lebenselixier unter dem Motto „Wasser vom Dach Europas“ in den Mittelpunkt. Eine bewusste Erinnerung daran, wie kostbar es ist und wie sehr es angesichts zunehmender Trockenperioden und globaler Wasserknappheit an Wert gewinnt. Das Jahresthema lädt dazu ein, die Region auf vielfältige Weise zu erleben: bei ausgedehnten Wanderungen, abwechslungsreichen Radtouren, entspannenden Aufenthalten in Heilbädern oder beim Erkunden der Museen vor Ort. Auch themenspezifische Veranstaltungen oder stille Momente an einem der zahlreichen Seen eröffnen immer wieder neue Blickwinkel auf die Bedeutung der Wasserlandschaften. Die begleitende Broschüre liefert praktische Tipps und inspirierende Einblicke, die das Fichtelgebirge aus einer frischen Perspektive erfahrbar machen und das Bewusstsein für den Schutz dieser lebenswichtigen Ressource schärfen.

Heilendes Nass in Bad WeiĂźenstadt und Bad Alexandersbad

In Bad Weißenstadt, seit Juli dieses Jahres offiziell als Heilbad anerkannt, und in Bad Alexandersbad, Bayerns kleinstem Heilbad, erleben Gäste die wohltuende Kraft des Wassers. Sanfte Spaziergänge durch die Kurparks oder achtsame Waldbad-Erlebnisse, begleitet von erfahrenen Waldgesundheitstrainern, schenken Ruhe und Erholung für Körper und Geist. In den Thermalbädern fließt mineralreiches Wasser, das nicht nur entspannt, sondern auch die regionale Heiltradition erlebbar macht. Ergänzt werden die Anwendungen durch wohltuende Moorbäder, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung geschätzt werden.

Rad- und Wanderwege – Wasser in Bewegung

Das Wasser im Fichtelgebirge lässt sich auf vielfältige Weise aktiv erkunden. Radfahrer folgen dem insgesamt 270 Kilometer langen Egerradweg, von dem 50 Kilometer durch das Fichtelgebirge führen. Der Fernradweg im deutsch-tschechischen Grenzraum erstreckt sich von der Quelle der Eger am Nordwesthang des 1.051 Meter hohen Schneebergs bis zur Mündung des Flusses. Ähnlich wie auf dem Mainradweg – von Bischofsgrün bis Mainz– führt die Strecke entlang idyllischer Flüsse, durch Wiesen und Wälder und vorbei an charmanten Ortschaften. Auf der sogenannten Perlenroute ist der Name Programm. Einerseits bieten die Flüsse Schwesnitz und Perlenbach Einblicke in die Natur, denn die neben dem Radweg fließenden Gewässer beherbergen eines der größten Vorkommen von Flussperlmuscheln in ganz Europa. Andererseits spielt die Route auf die kulturelle Geschichte der Region an: Entlang der Eisenbahnstrecke Oberkotzau–Rehau–Schönwald–Selb–Asch reihen sich die Orte wie auf einer Perlenkette aneinander, in denen einst prägnante Porzellan- und Textilfabriken entstanden. Wanderer hingegen entdecken auf dem Quellenweg die Ursprünge der vier Flüsse Main, Naab, Saale und Eger und erleben so die natürliche Vielfalt des Fichtelgebirges.

Fichtelsee und die Wasser-Schätze der Region

Der Fichtelsee im gleichnamigen Luftkurort liegt idyllisch in der Senke zwischen Schneeberg und Ochsenkopf. Das Naturbad lädt Besucher zum Schwimmen, Stand-up-Paddling, Bootfahren und zu entspannten Spaziergängen ein. Am nördlichen Ufer beginnt das Naturschutzgebiet Seelohe, eine Verlandungszone mit typischer Hochmoorvegetation. Dort befindet sich auch die Quellfassung des Jean-Paul-Brunnens, eine kleine Pyramide aus Granit, die auf einem steinernen Sockel steht. Der Nageler See beim Kräuterdorf Nagel gehört zu den ältesten Seen des Fichtelgebirges und diente bereits 1694 als Mühlweiher. Heute ist der See ein beliebtes Ausflugsziel: Besucher genießen die Liegewiese, den Spielplatz, gastronomische Angebote, ein Volleyballfeld, einen Wassererlebnisbereich für Kinder sowie eine Kneippanlage – ein Ort, der Erholung und Naturerlebnis perfekt miteinander verbindet.

Tradition, Handwerk und Alltag

Wasser hat im Fichtelgebirge auch wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Historische Holztriften und Flöße am Leupoldsdorferhammer, die Trinkwasserversorgung Bayreuths, Ausstellungen im Fichtelgebirgsmuseum und informative Schautafeln entlang der Bäche zeigen, wie eng Wasser mit Geschichte, Kultur und Alltag der Region verbunden ist.

Informationen zum Wasser vom Dach Europas sowie kostenlose BroschĂĽren ĂĽber das Fichtelgebirge gibt es bei der Tourismuszentrale Fichtelgebirge e. V. unter +49 (0) 9272-96903-0 oder aufwww.fichtelgebirge.bayern. News aufFacebook undInstagram.

 

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